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Todesdunkel Thriller von Waines, A. J. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.05.2014
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Todesdunkel

Unter den Brücken Londons wartet der Tod ...

An einem diesigen Sonntagmorgen wird die Psychologin Juliet Grey Zeugin eines Leichenfunds unter der Londoner Hammersmith-Brücke. Der Anblick der Toten lässt ihr das Blut in den Adern gefrieren: Die junge Frau ist ihr als Patientin bekannt - und sie trägt Juliets Kleidung. Als die Psychologin kurz darauf eine kryptische Nachricht erhält, in der eine weitere Leiche angekündigt wird, gerät sie selbst in den Fokus der Ermittlungen. Detective Brad Madison glaubt an ihre Unschuld, doch wer hat es auf Juliet abgesehen? Und wie viel Zeit bleibt ihr, bis sich die Schlinge um ihren Hals zuzieht?

AJ Waines ist seit fünfzehn Jahren als Psychotherapeutin tätig und lebt mit ihrem Mann in Southhampton. Todesdunkel ist ihr erster Roman und wurde von den englischen Lesern begeistert aufgenommen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 26.05.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641124656
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: The Evil Beneath
    Größe: 771kBytes
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Todesdunkel

1. Kapitel

Zwei Tage zuvor

Im Raum hing der durchdringende Geruch von Desinfektionsmitteln, und ich kam nicht umhin, mich zu fragen, wann die junge Frau auf dem Operationsstuhl bemerken würde, dass noch jemand da war, der sie beobachtete.

" Hochlegen " , sagte Dr. Finley. Damit meinte er die Beine der jungen Frau. Ich blieb lieber hinter ihr und außerhalb ihres Gesichtsfelds, während er sich vergewisserte, dass ihre Schenkel sicher auf den Beinstützen ruhten. Die Augen des Chirurgen traten vor, sodass ich unwillkürlich an einen Spanner denken musste, einen von denen, die Frauen ihre Unterwäsche klauen und unter dem Kopfkissen verstecken. Auf seinem Gesicht war keine Spur von Gefühl oder Mitleid zu erkennen. Auch nicht in seiner Stimme, als er diese kurze Anweisung gab. Für ihn war es nichts als ein weiterer, langweiliger Eingriff.

Glenis und Desiree legten so routinemäßig Zangen und Klammern auf einem Beiwagen aus Edelstahl bereit, wie man Früchte auf einem Obststand ausbreitet.

" Jetzt das Anästhetikum " , sagte er.

Glenis drehte sich schnell um und trippelte rasch mit einem nierenförmigen kleinen Becken in der ausgestreckten Hand auf ihn zu.

Das Ganze war ein völlig mechanisch wirkender Vorgang. Die junge Frau, die nicht älter als siebzehn sein konnte, war von der Hüfte abwärts nackt, ihre Beine klafften in der stabilen Lage auf dem Stuhl weit auseinander. Ich bemerkte, wie sich ihre Brust hastig hob und senkte wie bei einem angefahrenen Kaninchen neben einer Landstraße, und ihre Finger zuckten nervös.

Als ich mich als psychologische Beraterin in der Fairways-Klinik verpflichtet hatte, war mir nicht klar, dass die Anwesenheit bei solch einem Eingriff sozusagen zum Einführungsprogramm gehörte. Ich hatte mir vorgestellt, dass man mir vielleicht eine Broschüre mit ein paar abstrakten Diagrammen in die Hand drücken würde oder dass man mich allenfalls auffordern würde, ein Video anzuschauen. Aber dass ich tatsächlich zugegen sein würde, wenn an solch einem armen Ding eine Abtreibung durchgeführt wurde, das war für uns beide schon eine ziemliche Zumutung.

" Ihr Name? " , hatte Dr. Finley einige Zeit vorher kurz und knapp gefragt; das schien zur persönlichen Vorstellung zu genügen.

Ich sagte ihm, wie ich heiße.

" Also, Juliet Grey, Sie mischen sich unter gar keinen Umständen ein. " Er bedachte mich mit einem Blick, als hätte er mich dabei erwischt, wie ich seinen Papierkorb durchwühle. " Halten Sie sich vollkommen zurück und unterlassen Sie alles, was den Vorgang beeinflussen könnte. "

Was glaubte er denn, was ich vorhatte? Meinte er, ich würde ihn beiseiteschubsen und behaupten, ich könnte es besser?

Dr. Finley ordnete einige Instrumente vor sich auf dem Operationsstuhl zwischen den Beinen der jungen Frau, und dann zog er eine Plastikfolie herunter. Dieser dünne Vorhang war nur dazu da, der Patientin einen Rest Würde zu belassen. Die Prozedur wurde Lunch-Abtreibung genannt; alles war so eingerichtet, dass der Eingriff während der Mittagspause erledigt war und die junge Frau innerhalb einer Stunde wieder am Arbeitsplatz erscheinen konnte, als wäre nichts gewesen. Als würde man mal schnell aus dem Büro heraus, um sich einen Karton Milch zu besorgen. Ganz leicht und bequem.

Die junge Frau muckste sich nicht, doch sie verfolgte angespannt jede Bewegung des Arztes. Ihr fuchsrotes Haar war straff zu einer Pferdeschwanzfrisur zurückgekämmt, und sie hatte ein zartes, hübsches Gesicht. Niemand hatte sich die M

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