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Todeshaff Ein Ostsee-Krimi von Peters, Katharina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.06.2017
  • Verlag: Aufbau Verlag
eBook (ePUB)
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Todeshaff

Die Toten am Salzhaff. Die verdeckte Ermittlerin Emma Klar soll einen Mann beschatten, der wegen Totschlags zehn Jahre im Gefängnis saß, dessen Tatmotiv jedoch unklar geblieben ist. Christoph Klausen verhält sich zunächst völlig unauffällig, doch dann werden in einer Ferienanlage an der Ostsee zwei grausam zugerichtete Leichen gefunden. Emma glaubt, in Klausens Vergangenheit eine Verbindung zu den Toten zu erkennen. Sie heftet sich eigenmächtig an seine Fersen - und kommt ihm dabei gefährlich nahe ... Ein spannender Ostseekrimi mit verdeckter Ermittlerin und Inselflair von der Autorin der Bestseller 'Hafenmord', 'Fischermord' und 'Todesstrand'.

Katharina Peters, Jahrgang 1960, schloss ein Studium in Germanistik und Kunstgeschichte ab. Sie ist passionierte Marathonläuferin, begeistert sich für japanische Kampfkunst und lebt am Rande von Berlin. An die Ostsee fährt sie, um zu recherchieren, zu schreiben und gelegentlich auch zu entspannen.

Aus der Rügen-Serie mit Romy Beccare sind »Hafenmord«, »Dünenmord«, »Klippenmord«, »Bernsteinmord«, »Leuchtturmmord«, »Deichmord«, »Strandmord«, »Fischermord« und »Schiffsmord« lieferbar.

Mit der Kriminalpsychologin Hannah Jakob als Hauptfigur sind »Herztod«, »Wachkoma«, »Vergeltung«, »Abrechnung«, »Toteneis« und »Abgrund« lieferbar.

Aus der Ostsee-Serie sind »Todesstrand«, »Todeshaff«, »Todeswoge« und »Todesklippe« lieferbar. 

Zuletzt erschien von ihr: »Bornholmer Schatten«.

Mehr zur Autorin unter www.katharinapeters.com

 

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 14.06.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841213129
    Verlag: Aufbau Verlag
    Größe: 4126 kBytes
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Todeshaff

1

Der Mann wirkte entschlossen und unnahbar, fast ein wenig finster. Der Blick seiner grauen Augen richtete sich in die Ferne - abwesend und aggressiv zugleich. Er trug das Haar raspelkurz, das Kinn war kräftig wie seine gesamte Statur. Sein Alter war schwer zu schätzen.

»Christoph Klausen ist fünfzig und hat bis vor kurzem zehn Jahre wegen Totschlags gesessen«, führte Johanna mit Blick in die Runde aus und griff nach ihrer Kaffeetasse. »Die Aufnahmen sind relativ aktuell«, erläuterte sie weiter und ließ eine Reihe Fotos über den Wandmonitor laufen.

Es war früh am Morgen, der Nebel hatte sich nur zögerlich aufgelöst, als Emma von Wismar zur Besprechung in die Detektei nach Rostock gefahren war. Wenn sie Johanna am Telefon richtig verstanden hatte, gab es einen neuen BKA-Auftrag. Und warum guckst du so brummig, Kollegin, dachte Emma und gönnte sich ein kleines Lächeln. Das sind doch ausgesprochen gute Nachrichten.

Als ehemalige LKA-Beamtin hatte Emma sich vor einigen Monaten dazu überreden lassen, unter neuer Identität als Wismarer Privatermittlerin zu arbeiten, gemeinsam mit BKA-Kommissarin Johanna Krass und mit Unterstützung einer Rostocker Detektei, die von Florian Kirch und Jens Bormer geführt wurde. Als es darum ging, Jagd auf den Menschenhändler Bruno Teith und seine Organisation zu machen, hätte sie kaum zu träumen gewagt, dass die Zusammenarbeit tatsächlich gelingen würde. Bevor sie in jenem Einsatz mit Teith zu tun hatte, hatte sie sich zwei Jahre vor dem Mann versteckt, der sie in ihrer Vergangenheit eine Nacht lang in seiner Gewalt hatte und dem es beinahe gelungen war, sie zu zerstören.

Sie spürte, dass Florian sie vom anderen Ende des Tisches ansah und blickte auf, tauchte für einen Moment in die Tiefe seiner dunklen und warm schimmernden Augen. Seine Lippen formten einen zarten Kuss und in seinem Mundwinkel zuckte ein Lächeln. Das ist wohl das eigentliche Wunder dieses Sommers, dachte Emma. Ich vertraue wieder einem Mann, auch wenn mich die alte Angst manchmal packt, im Traum überfällt oder unvermutet aus dem Nichts anspringt - diese Furcht wirkt jetzt fast klein und mickrig ... Groß ist dagegen mein Begehren, meine Sehnsucht, meine Lust.

»Klausen stammt aus Schwerin, war Berufssoldat, zunächst bei der NVA und später bei der Bundeswehr, und wir sollen ihn im Auge behalten«, drang Johannas Stimme plötzlich wieder an Emmas Ohr.

»Was hat er denn angestellt?«, fragte Florian.

»Er ist in das Haus von Michael Krüger eingedrungen, einem bayerischen Fachhochschullehrer, seinerzeit einundsechzig Jahre alt, und wurde von dem Mann überrascht. Es kam zu einer Auseinandersetzung, bei der Klausen Krüger so schwer verletzte, dass er einige Zeit später starb. Klausen konnte zunächst entkommen, wurde jedoch ein paar Tage später gefasst.«

»Totschlag also.«

»Ja.«

Emma überlegte, warum Krass' Stimme derart gelangweilt klang. »Was wollte er von dem Typen?«, ergriff sie das Wort.

»Das ist der springende Punkt.«

»Und?«

»Das weiß niemand, bis heute nicht, zumindest gibt es nichts Offizielles zu seinem Motiv.« Johanna hob kurz die Hände. »Klausen verweigerte jede Aussage, ein Tatmotiv ließ sich nicht herleiten, und was Krüger noch schwer verletzt dazu beitragen konnte, war auch herzlich wenig. Die einzige Parallele zwischen den beiden ergibt sich aus der Tatsache, dass Krüger auch aus Mecklenburg-Vorpommern stammt, doch der Aspekt brachte keine weiterführenden Erkenntnisse. Die beiden sind sich - angeblich - nie zuvor begegnet.«

Emma runzelte die Stirn. »Und weiter?«

Johanna warf Jens einen auffordernden Blick zu. »Gibt es noch Kaffee?«

Der blonde, meist gutgelaunte Hüne mit den freundlichen Augen, der sich ganz hervorragend darauf verstand, säumige Schuldner aufzutreiben und zum Begleichen ihrer offenen Rechnungen zu bewegen, wandte sich rasch zum Sideboard um und griff nach der Kanne. »Klar doch.«

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