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Todesklippe Ein Ostsee-Krimi von Peters, Katharina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.04.2019
  • Verlag: Aufbau Verlag
eBook (ePUB)
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Todesklippe

Mörderische Ermittlungen. Als Valentin Wolff, ein Polizeipsychologe aus Rostock, bei einem Motorradunfall stirbt, sieht alles zunächst nach einem gewöhnlichen Unglück aus. Doch die Schwere seiner Kopfverletzung lässt Johanna Krass vom BKA Berlin misstrauisch werden. Sie gibt Emma Klar, Privatdetektivin in Wismar, den Auftrag, zu recherchieren. Emma beschäftigt sich mit den Fällen, die Wolff zuletzt bearbeitet hat, und stößt auf die Akte eines Polizisten, der erst entführt und dann erschossen wurde. Könnte es sein, dass Valentin Wolff mehr über diesen Mord wusste? Der neue Ostsee-Krimi der Bestsellerautorin Katharina Peters. Katharina Peters, Jahrgang 1960, schloss ein Studium in Germanistik und Kunstgeschichte ab. Sie ist passionierte Marathonläuferin, begeistert sich für japanische Kampfkunst und lebt am Rande von Berlin. An die Ostsee fährt sie, um zu recherchieren, zu schreiben – und gelegentlich auch zu entspannen. Aus der Rügen-Serie mit Romy Beccare sind "Hafenmord", "Dünenmord", "Klippenmord", "Bernsteinmord", "Leuchtturmmord", "Deichmord", "Strandmord" und "Fischermord" lieferbar. Mit der Kriminalpsychologin Hannah Jakob als Hauptfigur sind "Herztod", "Wachkoma", "Vergeltung", "Abrechnung" und "Toteneis" lieferbar. Aus der Ostsee-Serie sind "Todesstrand", "Todeshaff", "Todeswoge" und "Todesklippe" lieferbar.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 12.04.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841217271
    Verlag: Aufbau Verlag
    Größe: 2273 kBytes
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Todesklippe

1

Das neue Jahr hatte mild und trocken begonnen. Emma war ein paar Tage unterwegs gewesen, hatte ihren Großvater in Niedersachsen besucht und war auf dem Heimweg nach Wismar. Die ursprünglich geplante Stippvisite hatten ihre Eltern kurzfristig abgesagt, was ihr nur recht gewesen war. Sie hatten sich ohnehin nicht viel zu sagen - noch nie zu sagen gehabt, um genau zu sein. Als Teenager war Emma davon überzeugt gewesen, dass sie adoptiert war - anders war die Distanz zwischen ihnen kaum erklärbar. Das war natürlich Unsinn. Irgendwann später begrub sie das Thema mehr oder wenig achselzuckend, und doch erinnerte sie sich noch mit irritierender Deutlichkeit an die Reaktion ihrer Mutter, als sie ankündigte, dass sie Polizistin werden wollte. Ihr Blick sprach Bände; er spiegelte eine Mischung aus ungläubigem Entsetzen und empörter Verwirrung. Sie hatte sich mit theatralischer Geste an Emmas Vater gewandt, der nur die Stirn gerunzelt hatte. Wenig später hatten die beiden sich zurückgezogen, um zu streiten, wer von ihnen beiden den größeren Anteil an der seltsamen Entwicklung ihrer Tochter trug. Das war lange her und spielte keine Rolle mehr.

Als ihr Smartphone klingelte, hatte sie gerade die Ausfahrt Uelzen hinter sich gelassen. Sie war sicher, dass Christoph wissen wollte, wann sie zu Hause eintreffen würde, und stellte die Verbindung her, ohne aufs Display zu schauen.

"Hi."

Das war eindeutig nicht Christophs Stimme. Sie blickte kurz aufs Handy, obwohl sie sofort erkannt hatte, dass es Florian war. Sie zögerte.

"Hat es dir die Sprache verschlagen?"

"Ein wenig", gab sie zu.

Florian hatte in der Rostocker Detektei gearbeitet, mit der Emma und Johanna Krass vom BKA Berlin im letzten Sommer eine Kooperation gebildet hatten. Zwei Fälle hatten sie höchst erfolgreich gemeinsam gelöst und waren sich dabei sehr nahegekommen. Um genau zu sein, waren sie ein harmonisches Paar gewesen, dachte sie - bis Christoph Klausen aufgetaucht war, der sie vom ersten Moment an fasziniert hatte. Inzwischen hatte Florian ein vielversprechendes Fortbildungsangebot vom BKA angenommen.

"Wir haben nie richtig miteinander gesprochen", ergriff er plötzlich das Wort. "Ich bin meinen Weg gegangen, du deinen. Keine Zeit für Abschiedsworte?"

Ein bisschen haben wir uns wohl beide davor gedrückt, dachte Emma. Ich wollte ihm nicht wehtun, er hielt wahrscheinlich an seiner Hoffnung fest, dass wir doch noch gemeinsam neu durchstarten würden - irgendwann, irgendwie. "Wahrscheinlich", antwortete sie schlicht. "Ich bin nicht sonderlich souverän in solchen Gesprächen."

"Das sind die meisten nicht, ich auch nicht."

Emma atmete tief aus. "Tut mir leid, wenn ..."

"Schon gut."

"Was macht die Karriere?"

"Das BKA hat mir einen Job angeboten. Sie suchen Leute für ein neues Team bei Europol. Ich werde wohl unterschreiben und in Kürze nach Wiesbaden umziehen."

"Ich gratuliere."

"Danke." Er räusperte sich. "Ihr habt erst kürzlich einen verzwickten Fall gelöst, wie Johanna erzählt hat."

Verzwickt war eine gewaltige Untertreibung. Ingo Beyer - ein Spieler, Blender, zutiefst menschenverachtender Typ - hatte mehrere Dienststellen eine ganze Weile an der Nase herumgeführt, viele Jahre, um genau zu sein. Ein Menschenleben hatte ihm nicht das Geringste bedeutet. Und ja - es war mal wieder verdammt brenzlig geworden für Emma.

"Ich hoffe, er kriegt hundert Jahre", sagte sie leise. "Was für ein grausamer, kranker Kerl ..." Sie schüttelte den Kopf und schob die Bilder beiseite, die sie seit der Aufklärung des Falls immer wieder bedrängten. Sie wusste, dass Beyer ihren Seelenfrieden noch eine ganze Weile stören würde. "Egal jetzt. Ich bin jedenfalls auch wieder im BKA-Boot - wenn auch lediglich als externe Mitarbeiterin. Das lässt mir einige Freiheiten."

"Die wichtig sind für dich."

"Genau."

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