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Todesmal Maarten S. Sneijder und Sabine Nemez 5 - Thriller von Gruber, Andreas (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.08.2019
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Todesmal

Eine geheimnisvolle Nonne betritt das BKA-Gebäude in Wiesbaden und kündigt an, in den nächsten 7 Tagen 7 Morde zu begehen. Über alles Weitere will sie nur mit dem Profiler Maarten S. Sneijder sprechen. Doch der hat gerade gekündigt, und so befragt Sneijders Kollegin Sabine Nemez die Nonne. Aber die schweigt beharrlich - und der erste Mord passiert. Jetzt hat sie auch Sneijders Aufmerksamkeit. Und während die Nonne in U-Haft sitzt, werden Sneijder und Nemez Opfer eines raffinierten Plans, der gnadenlos ein Menschleben nach dem anderen fordert und dessen Ursprung in einer grausamen, dunklen Vergangenheit liegt ... Andreas Gruber, 1968 in Wien geboren, lebt als freier Autor mit seiner Familie in Grillenberg in Niederösterreich. Mit seinen bereits mehrfach preisgekrönten Romanen steht er regelmäßig auf der Bestsellerliste.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 592
    Erscheinungsdatum: 19.08.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641205393
    Verlag: Goldmann
    Größe: 3238 kBytes
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Todesmal

1. Kapitel

Dirk van Nistelrooy stand am Fenster seines Büros und blickte durch die Jalousie in den Innenhof des Gebäudes. Bis jetzt war der Mai verdammt heiß und schwül gewesen. Nicht so heiß wie letztes Jahr, aber der Sommer war schon deutlich zu spüren und mit ihm die drohenden Gewitter.

Seit knapp einem Jahr war van Nistelrooy Präsident des Bundeskriminalamts in Wiesbaden und damit der direkte Nachfolger von Dietrich Hess. Somit hatte er eigentlich gerade tausend Dinge zu erledigen. Und ausgerechnet jetzt hatte Sneijder um ein Gespräch gebeten.

Van Nistelrooy blickte auf die Uhr. Fünf vor acht. Wie er Sneijder kannte, kam er sicherlich überpünktlich. Und war dann bestimmt auch gleich wieder weg. Der hatte es noch nie lange in seinem Büro ausgehalten, und garantiert würde das heute nicht anders sein, wenn es um die Bedingungen seiner Neueinstellung im BKA ging. Und die mussten endlich geklärt werden, denn Sneijder war bereits seit Monaten wieder im Dienst. Da hörte van Nistelrooy nebenan auch schon das Schlagen der Tür und forsche Schritte im Büro seiner Sekretärin.

Er wandte sich vom Fenster ab, nahm das Sakko von der Lehne seines Schreibtischsessels und schlüpfte hinein. Im nächsten Moment flog die Tür auf.

Sneijder, wie immer im Designeranzug, knurrte ein knappes " Goedemorgen" , warf die Tür hinter sich zu und kam zum Schreibtisch, vor dem er stehen blieb.

Van Nistelrooy blieb ebenfalls stehen. Ein Gespräch mit Sneijder im Sitzen war kaum möglich. Entweder sprach man mit ihm in Rekordzeit und unter Verzicht auf jeglichen Small Talk, oder es wurde so emotional, dass die Fetzen flogen. Einen Mittelweg gab es selten.

Van Nistelrooy lockerte den Knoten seiner Krawatte. "Morgen."

"Hast du über meine Forderungen nachgedacht?"

"Ja, und meine Antwort lautet Nein !"

Sneijders Augenbrauen wuchsen zu einem Strich zusammen. Mein Gott, seine polierte Glatze und sein Gesicht schienen noch blasser als sonst und wirkten mit den schmalen schwarzen Koteletten, die von den Ohren zum Kinn hinunterführten, wie in einem besonders kontrastreichen dramatischen Schwarz-Weiß-Film. Der Mann brauchte dringend Urlaub und Erholung. Aber van Nistelrooy wusste, die einzige Möglichkeit Sneijder Farbe ins Gesicht zu zaubern, waren die Mörderjagd und der Unterricht junger unverbrauchter Kollegen an der BKA-Akademie. Bei jeder anderen Tätigkeit würde er jämmerlich zugrunde gehen.

"Nein?", wiederholte Sneijder. Sein Augenlid zuckte.

"Ich habe deinen Vorschlag mit beiden Vizepräsidenten besprochen, wir sind uns einig."

" Vervloekt noch mal, das war kein 'Vorschlag'", knurrte Sneijder.

Van Nistelrooy atmete tief durch. Er war kurz davor, Sneijder hochkant aus dem Büro zu werfen, doch aufgrund ihrer alten Freundschaft - wobei, Freundschaft konnte man das nicht nennen, sondern viel eher langjährigen Waffenstillstand - entschied er sich zunächst für den diplomatischen Weg. Außerdem waren viele altgediente und erfahrene Kollegen tot, vor einem knappen Jahr binnen weniger Tage ausradiert worden, und er brauchte Sneijder. Aber nicht um jeden Preis, und schon gar nicht zu Sneijders Bedingungen. Die Arbeit beim BKA war kein Wunschkonzert.

"Du hast dein altes Büro wieder", sagte van Nistelrooy und zählte die nächsten Punkte an den Fingern auf. "Zwei Räume. Deine Massageliege steht auch wieder drin, und deine Masseurin - wie heißt sie noch gleich, Akiko? - darf auch wiederkommen. Von mir aus montier den Rauchmelder ab und rauch dein selbst gedrehtes Marihuanazeug, ohne das du offenbar nicht funktionierst, wirf alle Topfpflanzen aus dem Büro, wenn sie dir den Sauerstoff zum Denken nehmen, und trink so viel Vanilletee, dass die ganze Etage wie eine tropische Insel riecht, aber damit ist meine Toleranz zu Ende."

"Scheiß auf die Massageliege u

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