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Todesstrand & Todeshaff Zwei Ostsee-Krimis in einem E-Book von Peters, Katharina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.09.2019
  • Verlag: Aufbau Verlag
eBook (ePUB)

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Todesstrand & Todeshaff

Zwei packende Ostsee-Krimis mit verdeckter Ermittlerin und Inselflair von Bestsellerautorin Katharina Peters in einem E-Book. Todesstrand: Ostseemorde. Emma Klar war eine leidenschaftliche Polizistin. Bis ein Einsatz gegen Mädchenhändler furchtbar schieflief. Sie wurde tagelang gefangen gehalten und wäre fast getötet worden. Nun hat sie sich ins beschauliche Wismar zurückgezogen - angeblich als Privatdetektivin. In Wahrheit jedoch hat man sie angewiesen, verdeckt zu ermitteln. Ihr erster Fall erscheint harmlos. Ein Mann glaubt nicht, dass seine sechzehnjährige Tochter sich umgebracht hat. Routiniert macht sich Emma an die Arbeit. Bald findet sie heraus, dass noch andere junge Frauen verschwunden sind - und sie stößt auf einen Namen, der sie beinahe in Panik versetzt: Teith. Ein Mann mit diesem Namen gehörte zu ihren Peinigern. Todeshaff: Die Toten am Salzhaff. Die verdeckte Ermittlerin Emma Klar soll einen Mann beschatten, der wegen Totschlags zehn Jahre im Gefängnis saß, dessen Tatmotiv jedoch unklar geblieben ist. Christoph Klausen verhält sich zunächst völlig unauffällig, doch dann werden in einer Ferienanlage an der Ostsee zwei grausam zugerichtete Leichen gefunden. Emma glaubt, in Klausens Vergangenheit eine Verbindung zu den Toten zu erkennen. Sie heftet sich eigenmächtig an seine Fersen - und kommt ihm dabei gefährlich nahe ...

Katharina Peters, Jahrgang 1960, schloss ein Studium in Germanistik und Kunstgeschichte ab. Sie ist passionierte Marathonläuferin, begeistert sich für japanische Kampfkunst und lebt am Rande von Berlin. An die Ostsee fährt sie, um zu recherchieren, zu schreiben und gelegentlich auch zu entspannen.

Aus der Rügen-Serie mit Romy Beccare sind »Hafenmord«, »Dünenmord«, »Klippenmord«, »Bernsteinmord«, »Leuchtturmmord«, »Deichmord«, »Strandmord«, »Fischermord« und »Schiffsmord« lieferbar.

Mit der Kriminalpsychologin Hannah Jakob als Hauptfigur sind »Herztod«, »Wachkoma«, »Vergeltung«, »Abrechnung«, »Toteneis« und »Abgrund« lieferbar.

Aus der Ostsee-Serie sind »Todesstrand«, »Todeshaff«, »Todeswoge« und »Todesklippe« lieferbar. 

Zuletzt erschien von ihr: »Bornholmer Schatten«.

Mehr zur Autorin unter www.katharinapeters.com

 

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 576
    Erscheinungsdatum: 02.09.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841218735
    Verlag: Aufbau Verlag
    Größe: 4151 kBytes
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Todesstrand & Todeshaff

1

Die Stadt hatte sie bereits am Vorabend mit schönstem Sommerwetter empfangen. Am Marktplatz tummelten sich Touristen, buchten Rundfahrten und beäugten die Kirchen der Hansestadt. Emma war früh aufgewacht und hatte nach einem kleinen Frühstück einen Spaziergang am Alten Holzhafen und durch die engen Kopfsteinpflastergassen der Altstadt unternommen. Keine Frage - Wismar verbreitete heiteren Charme und bot auch sonst einiges von dem, was ihr wichtig war. Dennoch - der ursprüngliche Plan war ein anderer gewesen, und sie fragte sich zum gefühlt hundertsten Mal, ob sie, umgeben und durchdrungen von trügerischer Beschaulichkeit, im Begriff war, eine falsche Entscheidung zu treffen.

Emma betrat einen Coffee-Shop in der Sargmacherstraße, wo sie mit Johanna Krass, Sonderermittlerin des Bundeskriminalamtes in Berlin, verabredet war. Der Treffpunkt war Krass' Idee gewesen, und Emma hatte ihrer Stimme angehört, dass sie der Straßenname amüsierte. Dabei war Johanna Krass ganz sicher keine Persönlichkeit, die mit Humor punktete, weder auf den ersten noch auf den zweiten Blick. Auf den dritten allerdings schon.

In den letzten zwei Monaten hatten sie sich einmal in Dresden getroffen, wo Emma bis vor ungefähr zwei Jahren dem LKA angehört hatte, einmal in Berlin. Vor der ersten Begegnung hatte Johanna sich selbst beschrieben, höchst zutreffend, wie Emma dann feststellen konnte: »Man sieht mir an, dass ich die fünfzig überschritten habe, und noch deutlicher sieht man mir an, dass mir das völlig schnurz ist. Und was mir kaum jemand abnimmt, ist die Kommissarin, schon gar vom BKA, sofern man damit die Vorstellung von einer seriösen und hochangesehenen Behörde verbindet.«

Damit lag sie hundertprozentig richtig. Johanna Krass machte auch bezüglich ihres Outfits keinerlei Hehl aus ihrer Unangepasstheit; sie trug am liebsten Outdoor-Klamotten und verstaute ihren Kram in einem abgewetzten Lederrucksack. Man hätte wetten können, dass Johannas kantiges Gesicht, in dem große blaue Augen vorherrschten, noch niemals mit Make-up in Berührung gekommen war. Es war die skurrile Persönlichkeit der älteren Kommissarin und ihre gelassene Hartnäckigkeit, die Emma veranlasst hatten, ihrem Vorschlag einer Zusammenarbeit keine vorschnelle Absage zu erteilen, sondern das Für und Wider gut durchdacht abzuwägen.

»Geben Sie der Idee eine Chance, und lehnen Sie nicht sofort ab«, hatte Krass sie gebeten.

Emma hatte nach der ersten Kontaktaufnahme mit Hilfe ihres Exkollegen Patrick Koboch in Erfahrung gebracht, dass Johanna in ständigem Clinch mit ihrer Vorgesetzten lag, die sie seit einigen Jahren wohl auch aus diesem Grund am liebsten auf Dienstreise schickte. Krass hatte vornehmlich in Niedersachsen, wo sie aufgewachsen war, alte Fälle bearbeitet - sehr eigenwillig und mit einigem Erfolg, wenn man sie einfach machen ließ. Die erfahrene Beamtin galt als schroff und wenig teamfähig, sie nahm selten ein Blatt vor den Mund, auch Kollegen gegenüber nicht. Es hieß, dass sie längst suspendiert worden wäre, wenn nicht ein hoher BKA-Beamter sich immer wieder für sie starkgemacht hätte - warum, wusste niemand, aber eine lange zurückliegende Affäre wurde uncharmanterweise gar nicht erst in Betracht gezogen.

Emma bestellte einen Caffè Latte und nahm in der hintersten Ecke des Lokals Platz. Zwei Tische weiter saß ein Liebespaar, daneben hatten es sich zwei junge Frauen bequem gemacht, die augenscheinlich Wichtiges zu besprechen hatten, Handys summten, der Milchaufschäumer zischte, ein Lachen flog durch den Raum, Stühlescharren. Die Türglocke schlug an, und Johanna betrat das Café - eine kleine hagere Gestalt, olivgrün und schwarz gekleidet. Der Rucksack baumelte achtlos über ihrer Schulter. Sie bestellte Kaffee und Kuchen und drängte sich mit ihrem Tablett durch den Gang in Emmas Richtung. Zwei, drei Gäste folgten ihr mit irritierten Blicken.

»Nettes Städtchen, oder?«, fragte Johanna statt

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