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Todeswall Ein Ostsee-Krimi von Peters, Katharina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.11.2020
  • Verlag: Aufbau Verlag
eBook (ePUB)
7,99 €
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Todeswall

Eine Mauer des Schweigens. Der Tod einer jungen Frau, die angeblich von einem Balkon gestürzt ist, beunruhigt ganz Wismar und die private Ermittlerin Emma Klar. Vor vielen Jahren hat sie als Polizistin den Mord an deren Mutter nicht aufklären können. Hat Anna Bohn, die Tochter, mehr über das Schicksal ihrer Mutter herausgefunden und musste daher sterben? Auf Bitten der Polizei beginnt Emma zu recherchieren. Dabei stellt sie nicht nur fest, dass Annas Freund am Hafen Drogen verkauft, sondern dass ihr Vater kaum Trauer zeigt und sich mit seinen Kindern wie in einer Festung verschanzt ... Der neue Ostsee-Krimi der Autorin der Bestseller 'Schiffsmord' und 'Todesstrand'.

Katharina Peters, Jahrgang 1960, schloss ein Studium in Germanistik und Kunstgeschichte ab. Sie ist passionierte Marathonläuferin, begeistert sich für japanische Kampfkunst und lebt am Rande von Berlin. An die Ostsee fährt sie, um zu recherchieren, zu schreiben und gelegentlich auch zu entspannen.

Aus der Rügen-Serie mit Romy Beccare sind »Hafenmord«, »Dünenmord«, »Klippenmord«, »Bernsteinmord«, »Leuchtturmmord«, »Deichmord«, »Strandmord«, »Fischermord« und »Schiffsmord« lieferbar.

Mit der Kriminalpsychologin Hannah Jakob als Hauptfigur sind »Herztod«, »Wachkoma«, »Vergeltung«, »Abrechnung«, »Toteneis« und »Abgrund« lieferbar.

Aus der Ostsee-Serie sind »Todesstrand«, »Todeshaff«, »Todeswoge« und »Todesklippe« lieferbar. 

Zuletzt erschien von ihr: »Bornholmer Schatten«.

Mehr zur Autorin unter www.katharinapeters.com

 

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 10.11.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841225948
    Verlag: Aufbau Verlag
    Serie: Emma Klar 5
    Größe: 2325 kBytes
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Todeswall

1

Emma loggte sich aus ihrem Bankkonto aus und unterdrückte ein Seufzen. Finanziell hatte es schon einmal besser ausgesehen. Die Auftragslage war bescheiden, dabei hatte Christophs Vorschlag, die Detektei zukünftig gemeinsam zu betreiben und um Security-Angebote zu erweitern, durchaus vielversprechend geklungen. Aber ein erfolgreich anmutendes Geschäftsmodell bedeutete noch lange nicht, dass die Kundschaft Schlange stand und die Kasse klingelte - schon gar nicht im beschaulichen Wismar und Umgebung. Und solange das BKA nicht mit von der Partie war, für das Emma bei Bedarf als freie Mitarbeiterin tätig war, floss auch von dieser Seite kein Honorar, lediglich ein Zuschuss zur Sozialversicherung. Zudem wurden die lukrativen und langfristigen Aufträge für Objektüberwachung und Personenschutz meistens an größere Firmen vergeben und nicht an eine Zwei-Personen-Detektei. Blieb also das übliche und nicht unbedingt sprudelnde Geschäft - ab und an untreue Eheleute überwachen, Mitarbeiterüberprüfung bei Verdacht auf Untreue oder Diebstahl und ähnlich wenig anspruchsvolle Aufgaben.

Kein Grund zur Klage, dachte Emma. Ich habe immerhin die freie Wahl. Ich könnte ja auch wieder als fest angestellte Polizistin arbeiten. War das eine Option? Nein. Ansonsten leben wir in einer bezaubernden Stadt an der Ostsee, wir haben uns und ... Noch einmal: Wir leben. Das war das Wichtigste.

Im Zusammenhang mit den letzten BKA-Ermittlungen war Emmas Partner als Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma in die Schusslinie geraten, entführt, misshandelt und schwer verletzt worden. Er war kaum genesen, als das Unternehmen seinen Rostocker Standort aufgegeben und einem Teil der Mitarbeiter gekündigt hatte - so auch Christoph. Seine Aussichten, wieder eine ähnliche Anstellung zu finden, waren alles andere als gut. Ohne entsprechende Kontakte lief an dieser Stelle wenig, zumal er als fünfzigjähriger vorbestrafter Exberufssoldat nicht gerade über ideale Voraussetzungen verfügte.

Emma drehte sich um, als die Tür knarzte. Christoph füllte den Rahmen fast vollständig aus. Der Mann war groß und muskulös wie ein Schwergewichtsboxer, sein Oberkörper war mit Narben übersät und einigen Knasttätowierungen geschmückt. Außerdem war er nackt. Sie lächelte.

»Alles okay?«, fragte er.

Sie nickte.

»Frühstück?«

»Gerne.«

Er hielt ihren Blick einen Moment fest. Zehn Minuten später saßen sie in der kleinen Küche am Esstisch. Christoph war bei der zweiten Stulle angelangt, als er das Wort ergriff. »Padorn hat vielleicht einen Job für mich. Zumindest einen guten Tipp.«

Emma hob den Blick. Jörg Padorn - freier Journalist, Texter, Recherchespezialist - war Christophs ältester und engster Freund; sie war anfangs nicht mit ihm klargekommen, umgekehrt hatte das Gleiche gegolten. Sie hatten jeweils nicht allzu viel füreinander übriggehabt, könnte man allgemein formulieren, sich inzwischen jedoch ausgesöhnt. Als Christoph entführt worden war, hatte Padorn keine Mühen gescheut, sie zu unterstützen.

»Es gab in der letzten Zeit etliche Einbrüche in einer schicken Eigenheimsiedlung am Schweriner See«, fuhr Christoph fort. »Er meint, dass ich da mal nachhaken soll, und zwar ganz persönlich. Das macht mehr her als Werbebriefchen, die ohnehin keiner liest.«

»Klinkenputzen?«

»Genau. Da wohnen durchgehend Leute mit dem nötigen Kleingeld, und manchen reicht es nicht, eine Kamera zu installieren. Sie fänden es beruhigender, wenn jemand durch die Gegend fährt und abseits von Routinen ihr Grundstück kontrolliert - meint Padorn. Außerdem bin ich gebürtiger Schweriner und kenne mich gut aus. Damit lässt sich zusätzlich punkten.«

»Verstehe.«

»Wir könnten das Geld gebrauchen, oder?«

Emma spitzte die Lippen.

»Ich merke, dass du dir Sorgen machst«, fügte er leise hinzu. »Die Aufträge sprudeln nicht gerade, und auch wenn w

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