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Tote Asche von Walter, Patricia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.04.2019
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Tote Asche

Traue niemandem - schon gar nicht dir selbst! Kira Roth ist entsetzt, als sie in ihrer Wohnung die ausgegrabene Urne mit der Asche ihrer kürzlich verstorbenen Mutter findet. Daneben ein Zettel mit der Aufschrift: 'Sie war nicht deine Mutter. Und du verdienst es nicht zu leben!' Doch Kiras Albtraum fängt erst an. Auf dem Friedhof entdeckt sie ein frisch ausgehobenes Grab - auf dem Kreuz stehen ihr Name und ein Todesdatum: in fünf Tagen. Ein perfider Countdown beginnt. Kira macht sich auf die Suche nach ihrer Herkunft und stößt dabei auf ein schreckliches Geheimnis ... eBooks von beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung. 'Tote Asche ist eines dieser Bücher, die man kaum mehr aus der Hand legen kann. ... Die Auflösung hat mich regelrecht umgehauen. WoW! Großes Kino!' (Igela, Lesejury) 'Dieses Buch strotz vor Spannung.' (Kupfis_Bücherkiste, Lesejury) 'Ich liebe solche Thriller, die mich bis zum Schluss fesseln und es undurchsichtig ist, wer der wahre Täter ist. ... Deshalb gibt es von mir eine klare Leseempfehlung!' (Ninchen90x, Lesejury) 'Das ist ein wirklich packendes spannendes rasantes Buch, in das man förmlich eingesogen wird. ... So schnell war ich selten mit dem Lesen.' (Venice, Lesejury) Patricia Walter, geboren 1974, studierte in München Statistik und arbeitet in der Versicherungsbranche. In ihrer Freizeit betreibt sie neben dem Schreiben Kampfsport, insbesondere Judo und Kung Fu. In Judo hat sie den zweiten Schwarzgurt und ist ehrenamtlich als Trainerin tätig. 'Tote Asche' ist nach 'Kalte Erinnerung' und 'Dunkle Vergangenheit' ihr dritter Psychothriller. www.patricia-walter.de www.facebook.com/AutorinPatriciaWalter www.instagram.com/autorin_patricia_walter

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 394
    Erscheinungsdatum: 01.04.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732563180
    Verlag: Bastei Lübbe AG
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Tote Asche

1

Dienstag, 9. Oktober 2018

Kira Roth trat ins Freie und atmete einmal tief durch. Sie hasste Zahnarzttermine!

Seit bei ihr als Kind ein Loch ohne Betäubung gebohrt worden war, hatte sie panische Angst vor Zahnärzten. Von da an hatte sie ihre Zähne so gründlich geputzt, dass nie wieder etwas zu beanstanden war. Trotzdem war sie jedes Mal nervös.

Sie strich sich ihre kurzen schwarzen Haare aus der Stirn und warf einen Blick auf ihr Handy. Es war bereits halb zwei. Zeit, sich wieder auf den Weg zur Arbeit zu machen. Noch einmal konnte sie es sich nicht leisten, unpünktlich zu sein, oder sie würde mit Sicherheit ihre zweite Abmahnung kassieren. So wie vor knapp acht Monaten, als Manuel in einen Autounfall verwickelt gewesen und deshalb zu spät zu ihrer pflegebedürftigen Mutter gekommen war.

Kira geriet auch heute noch in Wut, wenn sie daran zurückdachte. Sie hatte ihrem Chef die Situation erklärt, doch Hagedorn hatte lediglich erwidert: "Ihr Privatleben interessiert mich nicht!"

Sie ging die Sonnenstraße entlang in Richtung Stachus. Trotz der Tageszeit war es diesig und grau. Die Sonne verbarg sich hinter einer dunklen Wolkenwand, die Regen ankündigte. Es wehte ein kühler Wind, und Kira zog den Reißverschluss ihrer Jacke bis oben hin zu. Nach dem traumhaften Altweibersommer Ende September hatte das Wetter zum Monatswechsel abrupt umgeschlagen, und die Aussichten für die kommenden Tage versprachen keine Besserung.

Ihr Handy klingelte. Kira zog es aus ihrer Hosentasche und las Manuel Engels auf dem Display.

Das ist ja eine Überraschung , dachte sie. Sie hatte schon seit einiger Zeit nichts mehr von ihm gehört.

Manuel war Pfleger und hatte sich bis zum Tod von Kiras Mutter Maria vor fünf Monaten um diese gekümmert. Vor einem Jahr war bei ihr ein unheilbarer Hirntumor diagnostiziert worden, der einen Schlaganfall ausgelöst hatte. Zum Glück hatte sie keine geistigen Schäden davongetragen, doch sie war seitdem linksseitig gelähmt gewesen. Kira hatte damals nicht lange gezögert und war zu ihrer Mutter gezogen. Manuel hatte sich tagsüber um sie gekümmert, sodass Kira zur Arbeit gehen konnte, sie hatte die Nachtschicht übernommen. Die beiden hatten sich so gut verstanden, dass sie Freunde geblieben waren.

"Hey, Manuel", begrüßte sie ihn.

"Stör ich dich gerade?", erkundigte er sich. Er wusste, dass Kira nicht immer telefonieren konnte, vor allem wenn ihr cholerischer Chef in der Nähe war.

"Nein. Ich war eben beim Zahnarzt und bin auf dem Weg zurück zur Arbeit. Was gibt's denn?"

"Ich wollte dich fragen, ob du mir vielleicht bei einem Anschreiben und Lebenslauf helfen kannst."

"Sag bloß, du hast dich endlich dazu entschlossen, auf die Abendschule zu gehen."

"Ja ... Ich glaub, ich versuch's."

Manuel war dreißig, ein paar Jahre älter als Kira, und mit Herz und Seele Pfleger. Er hatte ihr erzählt, dass es für ihn mehr Berufung als Beruf war, lediglich die Bezahlung machte ihm zu schaffen. Er war es leid, am Monatsende nie etwas übrig zu haben, und sein Kindheitstraum, einmal auf die Malediven zu fliegen, war in den letzten Jahren in immer weitere Ferne gerückt. Er wolle in einem sozialen Beruf tätig sein, aber einem besser bezahlten. Sozialpädagogik zu studieren, war eine der Möglichkeiten, die er ins Auge gefasst hatte, doch dafür brauchte er das Abitur.

"Das find ich klasse!" Kira freute sich aufrichtig. Tagsüber im aufreibenden Pflegeberuf tätig zu sein und abends die Schulbank zu drücken war definitiv eine Herausforderung, aber wenn es einer schaffen würde, dann Manuel.

"Natürlich helfe ich dir dabei." Sie überquerte eine Seitenstraße, als plötzlich Reifen neben ihr quietschten und lautstark eine Hupe ertönte. Kira zuckte erschrocken zusammen und bemerkte, dass die Ampel rot war. Sie hob entschuldigend die Hand und eilte auf die andere Straßenseite.

"Danke,

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