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Tote Beete Palzkis zehnter Fall von Schneider, Harald (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.02.2014
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (PDF)
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Tote Beete

Hauptkommissar Reiner Palzki besucht mit seiner Familie nicht ganz freiwillig die Landesgartenschau in Landau, als plötzlich eine gewaltige Explosion das Gelände erschüttert. Ein Besucher ist tot, ein Gärtnermeister verletzt. Bei seinen Ermittlungen stößt Palzki auf dubiose Vorgänge, in die der Gärtner verwickelt war. Aber auch der bekannte Salathersteller, bei dem der Tote als Prokurist arbeitete, hat mehr als ein finsteres Geheimnis ... Harald Schneider, 1962 in Speyer geboren, wohnt in Schifferstadt und arbeitet in einem Medienkonzern als Betriebswirt. Seine Schriftstellerkarriere begann während des Studiums mit Kurzkrimis für die Regenbogenpresse. Der Vater von vier Kindern veröffentlichte mehrere Kinderbuchserien. Seit 2008 erscheint seine etablierte Krimiserie um den skurrilen Kommissar Reiner Palzki, der neben seinem mittlerweile zehnten Fall 'Tote Beete' in zahlreichen Ratekrimis in der Tageszeitung Rheinpfalz und verschiedenen Kundenmagazinen ermittelt. 2013 startete mit 'Die Palzki-Kids in großer Gefahr' eine interaktive Kinderbuchreihe.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 308
    Erscheinungsdatum: 05.02.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783839243718
    Verlag: Gmeiner-Verlag
    Serie: Reiner Palzki Bd.10
    Größe: 1854 kBytes
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Tote Beete

Kapitel 2: Dieffenbachia Klausis

Die ersten Beamten der hiesigen Polizei trafen ein. Auch ihnen stellte ich mich als Kollege vor, der die Explosion aus unmittelbarer Nähe erlebt hatte. Das erste Resümee ergab, dass es neben dem Toten und dem Verletzten keine weiteren Opfer zu beklagen gab, mit Ausnahme von ein paar Besuchern mit leichtem Schock. Schließlich traf die Spurensicherung ein und sperrte das Gelände großzügig ab. Nach einer vorläufigen Information der Parkleitung hatte man sich zunächst entschlossen, das Gelände nicht zu räumen, um keine Panik aufkommen zu lassen.

Ich konnte nichts Weiteres tun, als den Kollegen zuzuschauen, was für mich ungewohnt war. Alles schien daraufhin zu deuten, dass das Zentrum der Explosion in oder um den Schubkarren gelegen haben musste.

"Palzki! Was machen Sie hier? Sind Sie für das ganze Theater verantwortlich? Das hätte ich mir gleich denken können!"

Im ersten Moment hoffte ich, dass ich zu halluzinieren begann. Die Reibeisenstimme mit den beleidigenden Äußerungen hatte ich sofort erkannt: Sie gehörte zu KPD, wie wir unseren Dienststellenleiter Klaus P. Diefenbach nannten. Aber was machte dieser in Landau? Ich drehte mich um, und mir fiel der Kinnladen herunter. KPD stapfte in feinstem Zwirn auf mich zu. Das allein war noch nicht ungewöhnlich, für seine Kleidung gab er stets Unsummen aus. Hinzu kam, dass er wie ein Fasnachtsprinz aussah. KPD war über und über mit Orden behangen, und als er näherkam, sah ich, dass er geschminkt war. Außerdem umflutete ihn eine abartig riechende Parfümwolke.

In seiner Begleitung befanden sich mehrere wichtig aussehende Frauen und Männer. Handelte es sich um eine Hochzeitsgesellschaft? Rüde wurde ich in meinen Gedanken unterbrochen. KPD sprach eine neben ihm stehende Frau an und zeigte dabei auf mich.

"Frauke, das ist mein Untergebener Palzki. Ich hab dir schon von seinen ständigen Kapriolen erzählt. Überall, wo er auftaucht, gibt es Tote, und ich als guter Chef muss jedes Mal die Sache wieder ausbügeln. Das Leben könnte so einfach sein, wenn, ja wenn ..."

"Jetzt lass doch deinen Mitarbeiter erst mal erzählen, Klaus", unterbrach sie ihn. "Vielleicht war es ganz anders, als du vermutest."

"Niemals!", fiel ihr KPD ins Wort. "Palzki hat das nur gemacht, um mich zu ärgern. Er wusste garantiert, dass wir gerade die wichtigste Attraktion der Landesgartenschau einweihen wollten. Wenn es Schwierigkeiten gibt, ist immer Palzki daran schuld, das ist ein Naturgesetz. Wenn du willst, leihe ich ihn dir gern mal für ein paar Wochen, ach, was heißt Wochen, für ein paar Jahre aus."

Auch wenn ich es gewohnt war, dass mein Chef wirr redete, ich verstand kein Wort. Was es wohl mit dieser Ausleihe auf sich hatte? Ich bin doch kein Buch.

Zwei Polizeibeamte kamen hinzu und sprachen KPDs Duzfreundin Frauke an.

"Frau Dr. Dammheim, nach dem ersten Überblick nehmen wir an, dass in einem Schubkarren eine Rohrbombe explodierte. Ein Besucher wurde getötet und ein Gärtner der Landesgartenschau verletzt. Es wird eine Weile dauern, bis wir konkretere Informationen für Sie haben."

"Ein Toter?" KPDs Augen blitzten, Dammheim lächelte.

"Tja, mein lieber Klaus, vorhin haben wir über unsere mörderischen Statistiken gesprochen. Mit diesem Fall werden wir Landauer mit der Anzahl der Kapitalverbrechen an euch Schifferstadtern vorbeiziehen. Den Fall werden wir in Nullkommanichts gelöst haben."

Während ich aus dem Gesagten schloss, dass vor mir die Landauer Kripochefin stand, fuchtelte KPD grobmotorisch mit den Händen, was wie immer sehr

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