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Totenbauer Ein Münsterland-Krimi. Der zweite Fall für Tenbrink und Bertram von Finnek, Tom (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.07.2018
  • Verlag: beTHRILLED
eBook (ePUB)

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Totenbauer

Der zweite Fall für den westfälischen Sturkopf Heinrich Tenbrink und seinen Partner Maik Bertram! Auf einer Parkbank im Münsterland bricht ein Mann zusammen. An seiner Schläfe klafft eine blutige Wunde. Der Frau, die ihm helfen möchte, flüstert er die Worte 'toter Bauer' zu - und stirbt. Oberkommissar Maik Bertram vermutet zunächst, dass der Mann das Opfer eines tödlichen Liebes- oder Eifersuchtsdramas geworden ist. Aber was haben die letzten Worte des Toten zu bedeuten? Ohne die Hilfe Heinrich Tenbrinks, der sich von einem Schädelbasisbruch erholt und mit immer stärkeren Erinnerungslücken zu kämpfen hat, tritt er bald auf der Stelle. Also wendet er sich an seinen ehemaligen Partner und sofort meldet sich Tenbrinks untrügliches Bauchgefühl: Könnten die Worte des Sterbenden einen ganz anderen Sinn haben? Bertram und Tenbrink arbeiten wieder als Team und schon bald führen sie ihre Ermittlungen zu alten Familiengeheimnissen, einem weiteren rätselhaften Todesfall und zu einer ehemaligen Knochenmühle. Gleichzeitig kämpfen die Kommissare mit ihrer eigenen Vergangenheit und stoßen auf Dinge, die besser für immer unentdeckt geblieben wären ... eBooks von beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 387
    Erscheinungsdatum: 10.07.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732547883
    Verlag: beTHRILLED
    Größe: 1127 kBytes
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Totenbauer

1

Was für ein Reinfall! Was für eine grandiose Zeitverschwendung! Dies war vermutlich der langweiligste und blödeste Urlaub seit der Erfindung der Sommerferien. Daniel hasste seine Eltern dafür, dass sie ihn überredet hatten, gemeinsam mit ihnen und den Große-Daltrups nach Kreta zu fliegen. Nun war er fast drei Wochen lang gezwungen gewesen, in einem schicken, aber verschnarchten Beach Resort am Sandstrand der Nordwestküste abzuhängen und sich zu Tode zu langweilen.

Eigentlich hatte er die Ferien zusammen mit seinen Schulfreunden in einem Jugendlager auf der Nordseeinsel Langeoog verbringen wollen, aber dummerweise hatte er die Anmeldefrist verpasst: Als er die Reise hatte buchen wollen, waren alle Plätze schon belegt gewesen. Anschließend hatte er noch andere Alternativen in Betracht gezogen. Statt mit den Eltern in Urlaub zu fahren, wäre er lieber auf eigene Faust nach London gefahren, wo gerade die Olympischen Spiele stattfanden, oder allein zu Hause geblieben, um die "sturmfreie Bude" auszukosten. Aber sein Vater hatte das strikt untersagt. London sei während Olympia ohnehin völlig ausgebucht, und die sturmfreie Bude komme erst recht nicht infrage. Dann könne er das Haus gleich selbst in Schutt und Asche legen, hatte er gemeint und ums Verrecken nicht mit sich reden lassen.

Schließlich hatte seine Mutter den Vorschlag gemacht, gemeinsam nach Griechenland zu fliegen: Immerhin seien es die letzten Sommerferien vor Daniels Abi - ein letzter Familienurlaub, bevor es ihn "in die weite Welt" hinausziehen würde. So spießig und altmodisch, wie Daniel immer behaupte, seien die Große-Daltrups gar nicht, hatte sein Vater hinzugefügt. Nur weil die Eltern manchmal Plattdeutsch redeten, heiße das nicht, dass sie Hinterwäldler seien. Außerdem sei ja auch Johnny mit von der Partie.

Johnny war der Sohn der Große-Daltrups. Er hieß eigentlich Johannes und war genauso alt wie Daniel. Sie waren Nachbarskinder, hatten aber außer diesem zufälligen Umstand und der gemeinsamen Grundschulzeit so gut wie keine Schnittmengen. Während Daniel aufs Gymnasium ging, hatte Johnny die Realschule besucht und war anschließend auf die Handelsschule gewechselt, um später einmal im Landmaschinenhandel des Vaters zu arbeiten und dieses Geschäft irgendwann zu übernehmen. Johnny war zwar ein Pedant und Langweiler, aber zumindest kein völliger Schwachkopf, auch wenn die Tatsache, dass er aus freien Stücken die Sommerferien mit seinen Eltern verbrachte, dieser Einschätzung fundamental widersprach. Für Daniel war es allerdings ein bis dato ungelöstes Rätsel, weshalb seine Eltern ihren Sommerurlaub ausgerechnet mit den Große-Daltrups verbringen wollten. Angeblich hatte sein Vater mit der Hilfe des Nachbarn irgendein lukratives Geschäft gemacht, das nun mit einem gemeinsamen Urlaub gefeiert werden sollte.

Johnny und seine Eltern waren jedoch nicht der Grund dafür, dass dieser Urlaub sich als ein Fiasko erwiesen hatte. Es war das verdammte Beach Resort ... mehr noch, der gesamte verfluchte Urlaubsort, der Daniel auf die Nerven ging! Horrorpolis, wie er das Dorf insgeheim nannte, war ein einziger Albtraum. In der luxuriösen Hotelanlage, die für die Große-Daltrups eigentlich ein bisschen zu kostspielig war, wohnten nur wohlbetuchte Rentner und Scheintote, für die einst der "Tanztee" als größtmögliche Vergnügung erfunden worden war. Und das Kaff selbst - einst ein Fischerdorf, das inzwischen aber mit hässlichen Hotels, Tavernen und Apartmentblöcken zugepflastert war - hatte den Charme einer vorstädtischen Fußgängerzone und lag direkt an der vielbefahrenen Landstraße zwischen Rethymnon und Chania. Beton, Asphalt, Mauerwerk und Pflastersteine, so weit das Auge reichte. Vom ursprünglichen dörflichen Flair war nichts übrig geblieben.

Am schlimmsten aber waren die Leute, die hier Urlaub machten. Entweder waren es russische All-Inclusive-Idioten, die zwar viel Geld, aber keinen Benimm hatten und sich unent

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