text.skipToContent text.skipToNavigation

Totgehoppelt von Neuhaus, Mauritz von (eBook)

  • Erschienen: 03.02.2016
  • Verlag: Gmeiner
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Totgehoppelt

Während der Jubiläumsfeier des örtlichen Kaninchenkastenumstellvereins verschwindet der Bürgermeister Bürens spurlos. Kurze Zeit später taucht er wieder auf. Tot. Als dann auch noch seine Sekretärin erschossen aufgefunden wird, macht sich das ungleiche Ermittlerteam Theresia Rose und Alexander Kantstein auf die Suche nach dem Täter. Doch durch Theresias digitale Inkompetenz und Casanova Alexanders Tändeleien gestalten sich die Ermittlungen schwieriger als gedacht.

Nach seiner Schulzeit am Bürener Mauritius-Gymnasium studierte Mauritz von Neuhaus Geschichte und Französisch in Münster. Teile seines Studiums verbrachte der begeisterte Europäer im politischen Herzen des Kontinents: Belgien. Anschließend arbeitete er einige Zeit in Japan. Heute lebt er schreibend und immer wieder von der Welt überrascht zwischen Büren und Costa Rica. www.mauritzvonneuhaus.de

Produktinformationen

    Größe: 2290kBytes
    Herausgeber: Gmeiner
    Untertitel: Kriminalroman
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 379
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783839249543
    Erschienen: 03.02.2016
Weiterlesen weniger lesen

Totgehoppelt

Kapitel 1

Sein Telefon klingelte. Kurz sah er von seiner Arbeit hoch, auf die er sich gerade noch konzentriert hatte, und stellte fest, dass es seine Sekretärin war. "Ja, Doris?", fragte er knapp.

"Bürgermeister ... ich weiß, Sie möchten nicht gestört werden, aber ich muss Sie an Ihren 18-Uhr-Termin erinnern."

"18-Uhr-Termin?", fragte er zerstreut. In Gedanken war er noch bei den prognostizierten Steuereinnahmen seiner Kommune für das nächste Jahr.

"Der ...", seine Sekretärin stockte kurz, "... der Kaninchenkastenumstellverein in Weine erwartet Sie."

"Doris, ich weiß. 18 Uhr, Jubiläumsfeier des Vereins mit feierlicher Rede des Bürgermeisters. Wir haben heute Morgen darüber gesprochen. Aber es ist noch nicht einmal fünf. Oder trauen Sie mir nicht zu, den Weg nach Weine binnen einer Stunde zu finden?", fragte er leicht amüsiert.

"Herr Bürgermeister, natürlich!", versicherte Doris schnell, die sich noch immer nicht so ganz an den Humor ihres neuen Chefs, der sich so sehr von dem Alten unterschied, gewöhnt hatte. Eigentlich machte diese Eigenschaft Maximilian Krämer jedoch nur mehr als sympathisch für Doris. "Aber Sie hatten mich gebeten, heute noch so viel wie möglich über den Verein in Erfahrung zu bringen, damit Sie sich auf Ihre Rede vorbereiten können." Sie zögerte kurz. "Viel Zeit bleibt dafür jetzt nicht mehr."

"Sie haben natürlich recht, Doris. Ich sollte mich allmählich auf dieses Ereignis vorbereiten. Kommen Sie in mein Büro. Natürlich mit Ihrem umfangreichen Recherchematerial", fügte er grinsend hinzu.

Er legte den Hörer auf und lehnte sich seufzend in seinem Schreibtischstuhl, über den er seine Lieblingsstrickjacke gehängt hatte, zurück. Seit fast drei Jahren war er nun Bürgermeister von Büren, einer idyllisch gelegenen Kleinstadt im Paderborner Land, nahe dem Sauerland. Und trotz dieser Zeit fiel es ihm immer noch schwer, sich an die umfangreichen und vielfältigen Aufgaben, die sein Amt mit sich brachte, zu gewöhnen.

Neben den zahlreichen politischen Problemen, die es tagtäglich zu bewältigen galt, kam gerade hier in dieser ländlichen, tief westfälisch geprägten Gegend die spezielle Mentalität der Menschen hinzu, offen und freundlich auf der einen, aber auch sehr traditionsgebunden und zurückhaltend auf der anderen Seite. Diese Gratwanderung machte es ihm, dem Rheinländer, oft schwer, mit seinen Bürgern warm zu werden. Umso mehr legte er Wert auf die Pflege und Unterstützung des Vereinswesens und Brauchtums in seiner Stadt, nebst zugehörigen Dörfern und Gemeinden.

30-jähriges Jubiläum des Kaninchenkastenumstellvereins in Weine, Bürgermeister Krämer musste innerlich schmunzeln. Unglaublich, welche Interessensgemeinschaften es in seinem Stadtgebiet gab. Im Normalfall hätte er diese Einladung wohl wegen anderer zwingender politischer Termine abgesagt, aber sein guter Ratskollege Karl Petersmann aus Weine hatte ihn persönlich eingeladen, und so hatte er kaum ablehnen können.

Solche Veranstaltungen gehörten einfach zu seinem Job, wobei er sogar zugeben musste, dass er Events dieser Art durchaus genoss, weil sie für ihn eine willkommene Ablenkung von seinem sonst eher schwierigen politischen Alltag darstellten. Und, auch das musste er zugeben, er hatte gerade auf Veranstaltungen wie Schützenfesten, Sportfesten, Musiker- und Tanzveranstaltungen wie auch Dorftheaterpremieren die ostwestfälischen Menschen in ihrer liebenswerten Eigenart besser kennengelernt, als es ihm bei den zahlreichen, aber eher trockenen Ratssitzungen und in der Verwaltung jemals möglich gewesen wäre.

Es klopfte an der Tür, und Doris trat nach einem knappen "Herein" seinerseits in sein Büro. Doris, wie immer adrett gekleidet mit knielangem dunkelgrauem Rock und tadellos gebügelter weißer Bluse, setzte sich ihm gegenüber an den Schreibtisch und öffnete ihren Unterlagenordner.

Er hatte Doris vor drei Jahren bei seinem D

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen

    ALDI life eBooks: Die perfekte App zum Lesen von eBooks.

    Hier finden Sie alle Ihre eBooks und viele praktische Lesefunktionen.