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Totgesagt Thriller von Coben, Harlan (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.09.2019
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Totgesagt

Sara Lowell und Michael Silverman sind eines der bekanntesten Paare New Yorks: sie eine beliebte TV-Journalistin, er ein erfolgreicher Basketballspieler, beide jung und attraktiv und aus zwei der besten Familien der Stadt. Eine glorreiche Zukunft liegt vor ihnen. Bis Sara bei den Recherchen zu einer Mordserie eine erschreckende Entdeckung macht: Alle Opfer waren HIV-positiv und bei einem Arzt in Behandlung, der ein Heilmittel für die tödliche Krankheit gefunden zu haben scheint. Kurz darauf wird auch er ermordet. Als Sara der Sache auf den Grund gehen will, werden ihre Nachforschungen schnell gefährlich - und sehr persönlich ... Harlan Coben wurde 1962 in New Jersey geboren. Nachdem er zunächst Politikwissenschaft studiert hatte, arbeitete er später in der Tourismusbranche, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Seine Thriller wurden bisher in über 40 Sprachen übersetzt und erobern regelmäßig die internationalen Bestsellerlisten. Harlan Coben, der als erster Autor mit den drei bedeutendsten amerikanischen Krimipreisen ausgezeichnet wurde - dem Edgar Award, dem Shamus Award und dem Anthony Award -, gilt als einer der wichtigsten und erfolgreichsten Thrillerautoren seiner Generation. Er lebt mit seiner Frau und seiner Familie in New Jersey.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 544
    Erscheinungsdatum: 16.09.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641178512
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: The Miracle Cure
    Größe: 1860 kBytes
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Totgesagt

Prolog

Freitag, 30. August

Dr. Bruce Grey zwang sich, nicht zu schnell zu gehen. Am liebsten wäre er durch die schmuddelige Ankunftshalle des Kennedy Airport International gerannt, vorbei am Zoll und hinaus in die feuchte Abendluft. Sein Blick wanderte unruhig hin und her. Er tat so, als hätte er einen verspannten Nacken, um sich immer wieder umdrehen zu können, um zu sehen, ob ihm jemand folgte.

Schluss jetzt!, schalt sich Bruce. Hör auf, dich zu benehmen wie ein Möchtegern-James-Bond. Du zitterst ja, als hättest du Malaria, Herrgott noch mal. Da wäre es ja weniger verdächtig, wenn du ein Schild mit deinem Namen hochhalten würdest .

Er schlenderte am Gepäckband vorbei und nickte der kleinen alten Dame höflich zu, die im Flieger neben ihm gesessen hatte. Während des gesamten Flugs hatte sie ununterbrochen geplappert, über ihre Familie, wie gern sie flog und über ihre letzten Reisen nach Übersee. Sie war eigentlich ganz nett, eine liebe Oma eben, aber Bruce hatte die Augen zugemacht und so getan, als würde er schlafen, um ein bisschen abzuschalten. Aber natürlich hatte er keinen Schlaf gefunden. Und daran würde sich vorläufig auch nichts ändern.

Aber vielleicht war sie ja gar keine liebe Oma. Vielleicht hat sie dich ja verfolgt ...

Er verscheuchte seine innere Stimme mit einem nervösen Kopfschütteln. Diese ganze Geschichte vernebelte ihm das Gehirn. Zuerst hatte er gedacht, der Mann mit dem Bart würde ihn verfolgen. Dann der hünenhafte Typ mit dem gegelten Haar im Armani-Anzug in der Telefonzelle. Nicht zu vergessen die hübsche Blondine am Ausgangsgate. Auch sie war hinter ihm her gewesen.

Und jetzt auch noch diese kleine alte Dame.

Reiß dich zusammen, Brucie. Paranoia ist das Letzte, was du jetzt gebrauchen kannst. Klar denken, alter Junge - das ist es, was dir jetzt hilft.

Er ging am Gepäckband vorbei zur Zollkontrolle.

"Ihren Pass bitte."

Bruce reichte dem Mann seinen Pass.

"Kein Gepäck, Sir?"

Er schüttelte den Kopf. "Nur das Handgepäck hier."

Der Angestellte betrachtete erst den Pass, dann musterte er Bruce. "Sie haben nicht viel Ähnlichkeit mit dem Foto."

Bruce bemühte sich um ein müdes Lächeln, aber es gelang ihm nicht. Die Schwüle war fast unerträglich. Das Hemd klebte ihm auf der Haut, und seine Krawatte hing auf Halbmast. Schweiß perlte ihm von der Stirn. "Ich habe mich ein bisschen verändert."

"Ein bisschen? Auf diesem Bild sind Sie dunkelhaarig und tragen einen Bart."

"Ich weiß ..."

"Jetzt sind Sie blond und glatt rasiert."

"Wie gesagt, ich habe mich ein bisschen verändert." Zum Glück kann man auf einem Passfoto die Augenfarbe nicht erkennen, sonst würdest du noch wissen wollen, wieso meine Augen jetzt blau und nicht mehr braun sind.

Der Mann wirkte nicht überzeugt.

"Waren Sie geschäftlich unterwegs oder im Urlaub?"

"Im Urlaub."

"Reisen Sie immer mit so wenig Gepäck?"

Bruce schluckte. "Ich kann es nicht leiden, auf das Gepäck zu warten", erwiderte er achselzuckend.

Immer noch verglich der Mann das Passfoto mit Bruce' Gesicht. "Würden Sie bitte Ihre Tasche öffnen?"

Mit zitternden Händen versuchte Bruce, die Zahlenkombination einzustellen. Er brauchte drei Anläufe, um das Schloss zu öffnen. "Bitte sehr."

Misstrauisch durchwühlte der Zollangestellte die Tasche. "Was ist das hier?", fragte er.

Bruce schloss die Augen, sein Atem ging flach. "Akten."

"Das sehe ich", erwiderte der Mann. "Aber wofür sind die?"

"Ich bin Arzt", krächzte Bruce. "Ich wollte mir im Urlaub ein paar Krankenakten ansehen."

"Machen Sie das immer, wenn Sie in Urlaub fahren?"

"Nicht immer."

"Was für ein Arzt sind Sie?"

"Internist am Columbia Presbyterian", antwortete Bruce. Es war die halbe Wahrheit. Er verschwieg die Tatsache, dass er

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