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Tramperin des Todes von Rebecker, Renate Gatzemeier (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
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Tramperin des Todes

Die hübsche Janita wird von immer wiederkehrenden schrecklichen Albträumen geplagt, die mit grausamen Erlebnissen vergangener Jahre im Zusammenhang stehen. Um die Vergangenheit endlich bewältigen zu können, entscheidet sie sich für einen teuflischen Plan. Als Tramperin getarnt, lauert sie gezielt jungen Männern auf, um sie kaltblütig zu töten. Keines der Opfer ahnt etwas von ihren hinterhältigen Absichten und freut sich insgeheim auf ein vermeintlich erotisches Abenteuer mit der attraktiven Blondine. Renate Gatzemeier ist 65 Jahre alt und lebt mit ihrem Mann in Duderstadt, einer mittelalterlichen Kleinstadt in Südniedersachsen. In ihrer Freizeit schreibt sie leidenschaftlich gern Thriller, aber manchmal auch Geschichten mitten aus dem Leben.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 132
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783847673729
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 842 kBytes
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Tramperin des Todes

Freitag, 27. Dezember 2013, 17:00 Uhr, die Anhalterin

Fröstelnd stand Janita an der Straße und wartete darauf, mitgenommen zu werden. Eine schlechte Zeit für Anhalter im Allgemeinen, da die meisten vorbeifahrenden Autos mit Familien voll besetzt waren. Nicht so für sie, die es auf bestimmte Fahrzeuge, mit einzelnen männlichen Personen abgesehen hatte. Es gestaltete sich in der Dunkelheit recht schwierig, die Spreu vom Weizen zu trennen. Anhand der Kennzeichen ließen sich die Pkw in der Finsternis nur schwer identifizieren. Erst wenn sie anhielten, ergab sich die Gelegenheit, einen Blick ins Innere des Wagens zu werfen. Sobald außer dem Fahrer noch eine weitere Person zugegen war, benutzte die junge Frau eine Ausrede, um nicht einsteigen zu müssen.

Mittlerweile hatten mindestens zehn Fahrzeuge vergeblich ihren Weg an den Straßenrand gefunden, bevor sie von Janita zum Weiterfahren aufgefordert wurden. Eine enganliegende Jeans betonte ihren schlanken Körper. Durch die langen, blonden Haare in Verbindung mit der schmal geschnittenen Nase und den blauen Augen wirkte sie wie ein Engel auf Erden. Unter dem dreiviertellangen geöffneten Webpelzmantel lugte ein knappes Shirt hervor. Unruhig trippelte sie auf den hohen Absätzen ihrer beigefarbigen Schaftstiefel von einem Bein auf das andere. Im gleichen Farbton wie der Mantel harmonierte das Outfit mit dem dezent geschminkten Gesicht.

Ungeduldig warf Janita einen Blick auf das Display ihres Smartphones, um die Uhrzeit erkennen zu können. In der Ferne heulte ein Motor auf und Scheinwerfer bahnten sich einen Weg durch die Dunkelheit. In rasantem Tempo näherten sie sich der erwartungsvoll dreinblickenden Frau. Hastig steckte sie das Handy zurück in die Manteltasche und positionierte sich so, dass ihr ansehnliches Äußeres voll zur Geltung kam. Trotz der knappen Bekleidung wirkte sie keineswegs billig, eher zurückhaltend sexy. Wie zufällig klaffte der Mantel an den richtigen Stellen auseinander und gewährte einen kurzen Einblick auf das ansprechende Darunter. Nur zögerlich streckte sie den Arm in die Höhe, um auf sich aufmerksam zu machen.

Der Wagen schien mit hoher Geschwindigkeit unterwegs zu sein. Das eingeschaltete Fernlicht blendete sie und sorgte für ein Zusammenkneifen der Augen. Schützend legte sie den freien Arm über die Augen, als das Fahrzeug an ihr vorbeiraste. Wütend blickte sie ihm nach, ehe Bremslichter aufleuchteten und das laute Quietschen von Reifen an ihr Ohr drang. Ihr Herz vollführte einen Freudensprung und sorgte für einen Adrenalinschub. Fest umklammerte ihre Hand den Ledergurt der Umhängetasche. Der Fahrer des Wagens hatte den Rückwärtsgang eingelegt und fuhr ihr vorsichtig entgegen. Ein Lächeln huschte über ihr Gesicht, als sie das Kennzeichen erkannte. Nach dem Herunterlassen der Beifahrerscheibe beugte sie sich ein wenig vor und blickte ihn an.

"Hallo, schönes Mädchen. Wohin soll die Reise gehen?"

"Nach Göttingen, wenn's möglich ist." Ihr zurückhaltendes Lächeln stärkte sein ohnehin schon ausgeprägtes Selbstbewusstsein. Ein südländischer Typ mit strahlend weißen Zähnen, dessen Erscheinungsbild zum ausgefallenen Fahrzeugtyp passte. Ein alter Opel GT aus den Siebzigern, liebevoll restauriert und aufgemotzt. Ein ansprechender roter Zweisitzer, der durch sein Design bestach.

"Okay, steig ein. Ich fahr dich hin." Grinsend langte er mit dem rechten Arm über den Beifahrersitz und öffnete die Tür von innen.

"Danke, das ist wirklich nett von Ihnen." Nahezu lautlos nahm Janita neben ihm Platz und legte die Umhängetasche auf ihren Schoß.

"Hey, du musst mich doch nicht siezen." Verdutzt zog er die Augenbrauen in die Höhe. "Ich denke mal, wir befinden uns ungefähr im gleichen Alter." Abwägend musterte er sie von der Seite. "Ich schätze dich auf zwanzig bis dreiundzwanzig."

"Dreiundzwanzig ist richtig", sagte sie lächelnd und legte den Sicherheitsgurt an."

"Wie heißt du?"

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