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Triptychon Thriller von Beckstedt, Thomas (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.08.2016
  • Verlag: Braumüller Verlag
eBook (ePUB)
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Triptychon

John Gallagher, Informatiker aus London, steht massiv unter Druck. Er arbeitet für einen mächtigen Konzern, der in Südafrika ein neues Rechenzentrum eröffnen will. Aber John ahnt nicht, dass er in Wahrheit einem verbrecherischen Plan dient. Sein Alltag wird zum Albtraum, er kann kaum noch schlafen, der berufliche Stress erdrückt ihn. Wieder und wieder stößt er an seine physischen und psychischen Grenzen. Er will dem Wahnsinn entrinnen und schlittert in eine Affäre mit unabsehbaren Folgen. Er gerät zwischen die Fronten eines Konflikts, der mit einer für ihn unvorstellbaren Grausamkeit hinter den Kulissen tobt. Er wird zum Gejagten, doch die wahren Zusammen hänge erkennt er sehr spät. Das Sterben nimmt kein Ende, die Spirale der Gewalt eskaliert.

Thomas Beckstedt lebt als freier Schriftsteller in der Nähe von Wien. Der promovierte Philosoph und diplomierte Datentechniker arbeitete 20 Jahre in der IT-Branche. Nachdem seine Leidenschaft schon immer der Literatur galt, widmet er sich nun ausschließlich dem Schreiben.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 560
    Erscheinungsdatum: 29.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783992001590
    Verlag: Braumüller Verlag
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Triptychon

2. JULI

Männer und Frauen berühren sich zart, ein Paar sitzt in einer Blase, ein anderes hat sich in eine Muschel zurückgezogen. Ein Mann hat eine Blume zum Schlag erhoben, während ihm ein anderer den nackten Hintern entgegenreckt, aus dem ein Blumensträußchen ragt. Was hier [im Garten der Lüste] gezeigt ist, bewegt sich spätestens bei der Übersetzung in das Medium Sprache zwischen zarter Erotik und sexueller Drastik .

Nils Büttner

"Ich glaub's einfach nicht", flüstert Eve in den leeren Raum und reibt sich die Augen. Er hat tatsächlich geantwortet - und er möchte sie heute noch treffen. 'Heute' noch ...? Richtig: John hat um 23.51 Uhr 'heute' geschrieben, aber das war gestern! Mittlerweile ist es kurz nach Mitternacht. Ob er vielleicht 'jetzt' gemeint hat? Sie liest alles noch einmal. Kein Zweifel, er hat 'jetzt' gemeint! Ihr Herz tut ein paar Schläge mehr. Schnell verfasst sie eine Antwort. Ja gerne, klar doch! Bestimmt haben Sie Ihren E-Reader schon sehr vermisst! Ich verstehe das. Noch ein Smiley. Bis bald. Eve. Drei Smileys. Senden. Hastig überlegt sie, welches Kleid sie tragen soll. Vielleicht das rote, das ihre Brüste so gut zur Geltung bringt? Zu gewagt, zumindest für ein erstes Date. Sie durchstöbert ihre Garderobe .

Es schüttete. John stand vor dem überdachten Hoteleingang, links eine Säule, rechts eine Säule, und starrte in die regenschwarze Nacht. Ungläubig den Kopf wiegend wartete er auf das Taxi. Für seine Verhältnisse war er früh zu Bett gegangen, hatte aber keine Ruhe gefunden. War eingenickt und wieder aufgeschreckt, eingenickt und aufgeschreckt. Viermal hintereinander war es so gegangen, und jedes Mal hatte der gleiche Angsttraum ihm den kalten Schweiß auf die Stirn getrieben. Wieder Amy, aber dieses Mal war sie nicht in Boschs Hölle gequält worden, dieses Mal hatte eine riesige Beißzange nach ihren Fingern geschnappt.

Eve rennt ins Bad und erschrickt. Ihre Frisur ist ganz zerzaust. Rasch bringt sie ihr Haar in Ordnung. Sie will es offen tragen. Um diese Zeit darf man etwas ungezwungener auftreten. Männer mögen wilde Frisuren. Jedenfalls die meisten. Sie wirft ihre honigfarbene Mähne über die Schultern .

Der Scheibenwischer bewältigte kaum die Regenflut. John saß im Fond des Taxis und atmete flach. In diesem Traum war ein Mann ohne Gesicht bei Amy gewesen: Er hatte mit der Zange geklappert, während sich Amys Finger verzweifelt zu einer Faust geballt hatten. In Todesangst war ihr Kopf hin und her geflogen. John hatte getobt: "Lauf weg, so lauf doch endlich weg!", aber Amy hatte sich nicht bewegt. Wie angenagelt war sie dagelegen und hatte vor Entsetzen geschrien. Plötzlich hatte sich ein Knie auf ihren Unterarm gepresst und eine behaarte Männerhand hatte Amys Finger aus der zitternden Faust gezerrt.

Minuten werden zu Sekunden. Eve ist nicht geschminkt. Aber dafür muss Zeit sein. Vor allem Lippenstift. Ja, Lippenstift ist das Wichtigste überhaupt. Ihre Hand fliegt zum Schminkzeug. Es rutscht ihr aus den Fingern und fällt zu Boden. Der Inhalt verteilt sich über die Kacheln. "Verdammter Scheißdreck!", zischt sie und bückt sich .

Und dann war da wieder die Beißzange gewesen, dieses absurde Werkzeug, groß genug, um einem Menschen den Kopf abzureißen. Die stählernen Backen hatten nach Amys Hand geschnappt und ihr mit einem einzigen Ruck den Daumennagel ausgerissen. Amy, vor Schmerz halb wahnsinnig, hatte geschrien! Und so viel Blut war geflossen. Ihre verstümmelte Hand hatte gezuckt - unablässig gezuckt, als stünde sie unter Strom.

Eve streift schwarze Strümpfe über und legt einen Büstenhalter an. Aber keinen Slip. Geht sie mit Männern aus, trägt sie nie einen Slip. Sie genießt dieses Gefühl der Freiheit. Nur zu gern würde sie auch ohne BH gehen, aber ihre sc

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