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Ultimatum Thriller von Ditfurth, Christian von (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.08.2019
  • Verlag: C. Bertelsmann
eBook (ePUB)

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Ultimatum

Alarm im Kanzleramt! Berlin im Herbst 2019: Der Ehemann der Kanzlerin wird gekidnappt. Die Entführer stellen unerfüllbare Forderungen. Eine deutsche Regierung lässt sich nicht erpressen. Oder doch? Die Entführer meinen es ernst, senden eine abgetrennte Hand ins Polizeirevier. Der Machtapparat ist in Schockstarre, de Bodt schafft es allerdings, Dr. Süß zu befreien. Aber das Katz-und-Maus-Spiel hat gerade erst angefangen. In Frankreich wird die Gattin des Präsidenten entführt ... Kommissar Eugen de Bodt und sein Team stehen vor einer fast unlösbaren Aufgabe. Christian v. Ditfurth, geboren 1953, ist Historiker und lebt als freier Autor in Berlin und in der Bretagne. Neben Sachbüchern und Thrillern wie "Der 21. Juli" und "Das Moskau-Spiel" hat er Kriminalromane um den Historiker Josef Maria Stachelmann veröffentlicht; zuletzt "Böse Schatten". Seit 2014 ermittelt Eugen de Bodt erfolgreich - sein zweiter Fall "Zwei Sekunden" wurde mit dem Stuttgarter Krimipreis ausgezeichnet, zuletzt erschien "Ultimatum".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 01.08.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641226329
    Verlag: C. Bertelsmann
    Serie: Eugen de Bodt 5
    Größe: 1700 kBytes
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Ultimatum

80.

"Rechts oder links?", fragte der Mann mit dem Backenbart. Er trug einen weißen Kittel.

"Sie werden das nicht überleben", sagte die Frau des Präsidenten. "Entweder bringen die Sie um oder die Polizei. Auf der Flucht."

"Festhalten", sagte der Weißkittel.

Mathilde und Jean zogen sie zur Liege. Drückten sie darauf.

"Ihr Schweine!"

"Aber, Madame, doch nicht so unfein." Und setzte die Spritze.
81.

"Sie sind Morphinist", sagte Salinger. "Haben Sie schon Entzugserscheinungen?"

Dreher riss die Augen auf. Sackte in sich zusammen.

"Sie stehen am Anfang. Aber es zieht schon gewaltig."

Er blickte sie an.

"Was machen Sie, wenn Sie im Knast nichts kriegen?" Sie blickte ihm in die Augen. "Wenn es Ihnen jetzt schon schwerfällt. Haben die Ihnen Morphium verschafft? Damit Sie nicht mehr klauen müssen wie in Bamberg?"

Sein Blick senkte sich auf die Tischplatte.

Schweigen.

De Bodt lehnte an der Tür.

"Wir könnten Sie bis zur Verhandlung auf freien Fuß setzen. Und Ihnen Ihre Vorräte lassen. Bei der Durchsuchung in der Wohnung haben die Kollegen ja nichts gefunden. Wird es also woanders sein."

Ein Blick zu Salinger. Ein Bettelblick.

"Aber dafür müssen Sie uns helfen."

"Dann bin ich tot."

"Wenn Sie aussagen, kommen Sie ins Zeugenschutzprogramm. Wir werden den Staatsanwalt überzeugen, dass Sie ein kleiner Fisch sind. Unglückliche Umstände und so weiter. Bewährungsstrafe. Aber Sie müssen auspacken."

"Das glaube ich Ihnen nicht."

"Das können Sie halten, wie Sie wollen. Denken Sie bis morgen darüber nach", sagte de Bodt. "Sagen wir, zwölf Uhr?"

Im zweiten Vernehmungsraum saß der andere. Brett beglotzte Salinger aus kleinen Augen in einem eierförmigen Gesicht. Die Glatze glänzte im Neonlicht.

"Sie wollen also nicht aussagen?" Salinger blickte ihn an. Lächelte. Als nähme sie das nicht ernst.

"Wenn Sie mir Ihre Titten zeigen, lass ich mit mir reden."

"Interessantes Angebot", sagte Salinger freundlich lächelnd. "Leider darf ich das nicht. Ist gegen die Vorschriften. Und mein Chef, ich sag Ihnen ..."

Der stand in Bretts Rücken. Brett blickte sich nervös um.

"Wir hängen Ihnen schwere Körperverletzung, Entführung an. Vielleicht finden wir noch einen Mord? Das sind wenigstens zehn Jahre, vielleicht lebenslänglich. Sicherungsverwahrung, wenn Sie Pech haben. Sie wissen, das Pech lässt sich beeinflussen."

"Leck mich!"

"Sie hatten keine gute Kinderstube. Wen können wir benachrichtigen? Besuch ist doch was Schönes. Haben Sie eine Katze oder einen Dackel, den wir versorgen können?"

Brett blickte sie entgeistert an.

"Wo werden Sie im Sommer sein?", fragte de Bodt.

Brett fuhr herum. "Sie können mich mal."

"Also, ich werde in den Urlaub fahren. Meine Kollegin auch."

"Ich hab jetzt schon all inclusive", sagte Brett.
82.

"Herr Dr. Knorr, vergessen Sie die Konferenz heute Nachmittag nicht", sagte sie. Blickte ihn besorgt an. Schon seit Tagen fand sie ihn fahrig, depressiv, matt. Übernächtigte Augen. Sie hatte gefragt, ob er Sorgen habe. Ob sie helfen könne.

"Es ist alles gut. Schlafstörungen, hat man eben manchmal. Präsenile Bettflucht." Er versuchte zu lächeln.

Er erhob sich hinter dem Schreibtisch. Seine Sekretärin verschwand im Vorzimmer, schloss die Tür.

Sein Handy vibrierte. Er nahm es in die Hand.

Wir werden auf einer Insel festgehalten. Ruf die Polizei. Zeige denen die SMS , die können das Telefon lokalisieren. Wenn du auf die SMS antwortest, sind wir tot.

Es folgte eine neunstellige Nummer, die mit +881 begann.

Sie lebten. Er hatte den Glauben fast schon verloren gehabt. Sie lebten.

Er las den Text wieder und wieder, notierte die Nummer und

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