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Unheilvolle Nähe Cape Refuge-Reihe Band 4 von Blackstock, Terri (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.09.2016
  • Verlag: BOAS-Verlag
eBook (ePUB)
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Unheilvolle Nähe

In seiner ersten Woche nach Abschluss der Polizeischule entdeckt der junge Polizist Scott Crown in einem Boot, das den Fluss hinabtreibt, die Leiche einer jungen Frau. Es stellt sich heraus, dass der Mord genauso verübt wurde, wie es der erfolgreiche Romanautor Marcus Gibson, der seit Kurzem auf Cape Refuge wohnt, in einem seiner Krimis beschrieben hat. Schnell wird der spleenige Schriftsteller zum Hauptverdächtigen. Und dann finden Polizeichef Cade und seine Freundin Blair in einer schwer zugänglichen, aber wunderschönen Tropfsteingrotte eine zweite Leiche - genau in dem Moment, als Cade ihr einen Heiratsantrag machen will. Die amerikanische Autorin Terri Blackstock verbindet in ihren Romanen auf unnachahmliche Weise spannende Unterhaltung mit tiefgründigen Fragen zum christlichen Glauben. Weltweit wurden bereits mehr als sechs Millionen Exemplare ihrer Bücher verkauft und ihre Romane standen mehrfach auf den Bestseller-Listen der New York Times.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 384
    Erscheinungsdatum: 26.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783942258548
    Verlag: BOAS-Verlag
    Serie: Cape Refuge-Reihe Bd.4
    Originaltitel: Breaker's Reef
    Größe: 2263 kBytes
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Unheilvolle Nähe

Sadie stand mit den anderen Reportern im Hof der Lawrences und wartete darauf, dass einer der Kriminalbeamten der Staatspolizei herauskommen und eine Presseerklärung abgeben würde. Die Nachbarn kamen herbei, um so viel wie möglich mitzubekommen. Ein paar gingen an die Tür und klopften; sie wollten wahrscheinlich ihre Hilfe anbieten, aber die Familie reagierte nicht darauf.

Ein Auto voller Teenager hielt hinter einem der Fernseh-Übertragungswagen, und als sie heraussprangen, wandte Sadie sich ab. Sie waren alle in ihrer Klasse - zwei Cheerleader und ein Nachwuchs-Quarterback.

"Sadie!"

Sie wandte sich ihnen wieder zu, erstaunt darüber, dass sie überhaupt ihren Namen kannten, obwohl sie sie sonst immer ignoriert hatten. Sie kamen über den Rasen auf sie zu.

"Sadie, stimmt das mit Emily?" April Manning sprach sie an, als wären sie die besten Freunde.

"Ich weiß auch nur das, was bisher gemeldet wurde."

"Aber du arbeitest doch für die Zeitung, oder?" Courtney Gray strich sich ihr in drei verschiedenen Tönen gefärbtes Haar zurück. "Du solltest es wissen."

"Ich warte auf eine Presseerklärung. Die Polizei ist immer noch drinnen."

"Im Radio haben sie gesagt, dass sie in einem Boot gefunden wurde. Wurde sie erschossen oder so?"

Sadie kämpfte gegen den Ärger an, der in ihr aufkeimte. Waren sie eigentlich schwerhörig? "Wie ich euch schon gesagt habe: Ich weiß wirklich nichts."

Steve spekulierte laut drauf los. "Sie wirkte immer so prüde, aber es gab Gerüchte, dass sie vielleicht ein Drogenproblem hatte."

Ein Drogenproblem? Sadie wusste, dass das nicht wahr war. "Emily war eine Christin. Sie hat keine Drogen genommen."

"Man kann nie wissen", sagte April. "Die Leute sind nicht immer so, wie sie sich in der Schule geben."

Steve stupste sie an. "Damit kennst du dich ja aus."

Das Mädchen grummelte vor sich hin.

Sadie hatte nicht die Kraft, sich mit ihren Gerüchten und Spekulationen abzugeben. "Ich muss ... den Film wechseln." Sie ließ sie einfach stehen und weiter über nichtige Details aus Emilys Leben und über ihren Tod diskutieren, und stieg in Blairs Wagen. Hier konnte sie sitzen, bis die Polizeibeamten herauskamen, um eine Presseerklärung abzugeben. Das war besser, als wenn sie wie einer dieser trauernden Groupies auf dem Hof stehen würde.

Sie lehnte ihren Kopf gegen den Sitz und wünschte, sie könnte positiver über sie denken. Aber die vielen Verletzungen, die sie von ihnen erlitten hatte, seit sie in Cape Refuge zur Schule ging, taten immer noch weh. In den letzten Monaten hatten die kränkenden Bemerkungen zwar etwas nachgelassen - oder aber sie bemerkte sie gar nicht mehr - und sie fühlte sich nicht mehr unsicher, wenn sie den Flur entlangging. Es gab wichtigere Dinge, über die sie sich Gedanken machen musste - wie zum Beispiel über ihre Mutter oder ihren Job.

Ihr Leben war jetzt ausgefüllt, viel ausgefüllter als früher, als ihre Mutter noch im Gefängnis gewesen war und Sadie ihre Tage damit verbracht hatte, sich und ihren kleinen Bruder vor seinem gewalttätigen Vater zu schützen. Sie war körperlich und psychisch am Ende gewesen, als sie hierhergekommen war und im Hanover House Zuflucht gefunden hatte. Morgan und Jonathan Cleary hatten sie in dem Haus aufgenommen, das verschiedene Leute, die ein schwieriges Leben hatten, beherbergte, und sie waren die Pflegeeltern von ihr und ihrem kleinen Bruder Caleb geworden, bis ihre Mutter vor rund einem Jahr aus dem Gefängnis entlassen worden und zu ihnen gekommen war.

Bei all den Veränderungen hatte Sadie keine Zeit mehr, über ihre mangelnde Beliebtheit in der Schule zu jammern. Und seit es sie nicht mehr interessierte, hatte sie Freunde gefunden, und die anderen, denen sie aus dem Weg ging, verloren die Lust daran, sie zu ärgern.

Die Haustür ging auf, und Sadie setzte sich auf. Die Polizeibeamten kamen aus dem Haus. Sie sprang aus dem

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