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Unschuld Kopenhagen-Krimi von Blaedel, Sara (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.03.2011
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Unschuld

Die alten Schlachthöfe in Kopenhagen haben neue Mieter, die eine ganz andere Nachfrage nach Fleisch bedienen. Ein bestialisch ausgeführter Mord an einer Prostituierten bringt das auf brutale Weise ans Tageslicht. Kommissarin Rick muss zusammen mit ihrer besten Freundin, der Kriminalreporterin Camilla Lind, in einem Milieu ermitteln, das sie zutiefst erschüttert. Eine solche Menschenverachtung ist ihr noch nie begegnet ... Ein 5-Sterne-Krimi aus Dänemark

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 17.03.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783838706498
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: Aldrig mere fri
    Größe: 1070 kBytes
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Unschuld

"(S. 107-108)

Sie saßen in Louises und Lars Jørgensens Büro. Suhr hatte sich einen weiteren Stuhl hereingeholt, und Camilla hatte zwei Becher schwarzen Kaffee getrunken, bevor sie plötzlich aufsprang und mit der Hand vor dem Mund auf den Flur und weiter zu den Toiletten stürmte. Sie hatten den Artikel aus der Freitagsausgabe vor sich liegen, als sie zurückkehrte, und sie waren sich einig, dass in dem Text nichts auf Kaj Antonsen als Quelle hinweisen konnte.

"Das Einzige, was ich auf den ersten Blick als möglichen Anhaltspunkt sehe, ist dein Logobild", sagte Louise und deutete auf das kleine Porträt von Camilla, das neben ihrem Namen unter der Überschrift des Artikels abgebildet war. Suhr griff nach der Zeitung. "Wenn dich jemand als diejenige wiedererkannt hat, die am Tag zuvor mit Kaj gesprochen hat, hätte er vermutlich erraten können, von wem du deine Zeugenaussage bekommen hast", erklärte sie und sah, wie Camilla mit der Übelkeit kämpfte, als ihr aufging, dass sie zwar mit größter Sorgfalt Kajs Spuren verwischt hatte, aber nicht daran gedacht hatte, dass ihre eigene Identität den Zusammenhang herstellen könnte. Suhr nickte.

"Gut vorstellbar, dass es auf diese Weise passiert ist", räumte er ein, nachdem er nachgefragt hatte, wo sie und Kaj sich unterhalten hatten und wer sie gesehen haben könnte. "Alle", antwortete Camilla ehrlich. "Ich hatte ja keine Ahnung, dass das Gespräch mit so einer Story enden würde. Ich war nur losgezogen, um ein bisschen in das Milieu hineinzuschnuppern. Ich kenne das Viertel um die Istedgade kaum und wusste gar nicht, wie deutlich die Nutten das Straßenbild bestimmen. Ich habe mich für den Mord an der Prostituierten interessiert, aber dann bin ich Kaj begegnet und wir kamen ins Gespräch, tranken ein paar Bier zusammen, und die Stunden vergingen."

Louise schrieb mit, während Camilla erzählte. "Anschließend gingen wir in eine Kneipe namens Høkeren und blieben dort ein paar Stunden. Dort brachte er mir unter anderem bei, wie man eine echte Poire Hélène zubereitet - nämlich ohne Schlagsahne", fügte sie hinzu und konnte die Tränen nicht zurückhalten. Es klopfte an der Tür zum Büro. Toft entschuldigte sich für die Störung und trat zusammen mit einem Kriminaltechniker ein. "Wir haben den Audi gestern am späten Nachmittag lokalisieren können", sagte er an Suhr gewandt.

"Und gestern Abend habe ich einen Sender unter ihm angebracht. Er steht draußen in Valby, und wir haben gerade überprüft, ob er sich in der Nähe des Sønder Boulevard oder des Hinterhofes aufgehalten hat, wo der Ermordete aufgefunden wurde. Aber er hat sich die ganze Zeit nicht von der Stelle bewegt." Louise hatte gehört, dass sie für die Dauer von vier Wochen eine richterliche Abhörgenehmigung bekommen hatten, und mit dem elektronischen Chip, den Toft an dem Wagen angebracht hatte, konnten sie den dunklen A4 auf einem Schirm in der Abhörzentrale verfolgen.

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