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Unter Verdacht Thriller von Crais, Robert (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.06.2015
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Unter Verdacht

Scott James ist Cop beim Los Angeles Police Department. Eines Nachts kommt es zu einem tragischen Vorfall. Scotts Partnerin Stephanie wird von fünf maskierten Gangstern erschossen, er selbst überlebt schwer verletzt. Elf Wochen später: Scott hat sich erholt, besessen davon, Stephanies Mörder zu finden. Da er noch immer traumatisiert ist, wird Scott zur Hundestaffel versetzt. Als er von Ermittlern des Dezernats für Polizeiinterna vom Dienst suspendiert wird, ahnt er, dass seine Feinde womöglich in den eigenen Reihen zu finden sind. Scott kann niemandem mehr trauen und muss schon bald ums nackte Überleben kämpfen ... Robert Crais, 1953 geboren, begann seine Karriere als Drehbuchautor für das amerikanische Fernsehen und wurde unter anderem mit dem Emmy ausgezeichnet.1980 beschloss er, sich ganz dem Schreiben von Romanen zu widmen. Crais wurde mit zahlreichen namhaften Preisen ausgezeichnet (u. a. mit dem Edgar Award und dem Anthony Award), seine Thriller erscheinen in 42 Ländern und belegen regelmäßig die internationalen Bestsellerlisten. Robert Crais lebt mit seiner Frau, drei Katzen und Tausenden von Büchern in den Bergen von Santa Monica, Kalifornien.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 432
    Erscheinungsdatum: 15.06.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641158064
    Verlag: Heyne
    Originaltitel: Suspect
    Größe: 883 kBytes
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Unter Verdacht

Maggie starrte Pete mit gespannter, ungeteilter Aufmerksamkeit an. Sein dunkles Gesicht lächelte, seine Hand war verborgen unter der schweren grünen Masse der USMC -Splitterschutzweste, und er redete mit ihr in dieser hohen, gurrenden Stimme, die sie so sehr mochte.

"Maggie, mein braves Mädchen. Du bist das allerbeste Mädchen überhaupt. Und das weißt du auch, mein Babygirl."

Maggie war ein dreijähriger, achtunddreißig Kilo schwerer schwarz-gelber Deutscher Schäferhund. Ihre offizielle Bezeichnung lautete Militärischer Diensthund Maggie T415 , und die Kennziffer, die sie als Mitglied der U.S. Army auswies, hatte man ihr in die Innenseite ihres linken Ohrs tätowiert.

Corporal Pete Gibbs war ihr Hundeführer. Er gehörte ihr und sie ihm, seit sie sich vor anderthalb Jahren in Camp Pendleton zum ersten Mal begegnet waren und ein Team wurden. Derzeit befanden sie sich zu ihrem zweiten Auslandseinsatz in Afghanistan, wo sie Patrouillen absichern und Sprengstoffe aufspüren sollten. Die Hälfte ihrer Stationierungszeit hatten sie inzwischen hinter sich.

Schmeichelnd bereitete Pete sie auf ihren nächsten Einsatz vor.

"Bist du startklar, Kleines? Findest du das böse Ding für Daddy? Bereit für die Arbeit?"

Maggies Schwanz schlug heftig auf den staubigen Boden. Dieses Spiel gehörte zu ihrem Ritual. Sie kannte es und wusste genau, was als Nächstes kam. Ihre Vorfreude war offensichtlich: Maggie lebte geradezu für diesen Augenblick.

P rovinz Al-Jabar, 8.40 Uhr, Islamische Republik Afg hanistan. Die Temperatur betrug bereits 43 Grad Celsius und würde noch auf 49 Grad steigen.

Die Wüstensonne brannte heiß auf Maggies dichtes Fell, als ein Dutzend Marines aus drei Humvees kletterten und sich in einer lockeren Reihe zwanzig Meter hinter ihr aufstellten. Maggie kannte sie, schätzte sie aber nicht. Tolerierte sie lediglich, solange Pete sich in ihrer Nähe aufhielt und ei nen entspannten Eindruck machte. So wie jetzt. Die an deren Marines waren zwar keine Fremden, jedoch nicht Teil des Rudels. Pete schon.

Mehr noch: Er gehörte ihr.

Maggie und Pete aßen zusammen, schliefen zusammen und spielten zusammen 24/7. Was bedeutete, sich vierundzwanzig Stunden an sieben Tagen bereitzuhalten. Also ständig. Sie liebte und bewunderte ihn und fühlte sich verloren ohne ihn. Wenn andere ihm zu nah kamen, warnte Maggie sie mit einem tiefen Knurren. Dafür war sie gezüchtet worden. Zu bewachen und zu beschützen, was ihr gehörte. Und Pete gehörte nun einmal ihr. Sie bildeten ein Rudel.

Auch jetzt. Maggie konzentrierte sich vollkommen auf ihn. Nichts sonst zählte oder existierte für sie. Es gab nur die gemeinsame freudige Erwartung vor dem Spiel, das sie gleich spielen würden.

Von hinten hörte sie eine Stimme.

"Okay, Pete. Wir sind so weit. Auf geht's."

Pete warf dem Mann einen kurzen Blick zu und lächelte Maggie breit an.

"Willst du's sehen, Mädchen? Möchtest du sehen, was ich hier habe?"

Pete holte einen neongrünen Ball unter seiner Splitterschutzweste hervor.

Maggies Augen fixierten ihn, und blitzschnell stand sie da auf allen vieren. Winselte leise, damit Pete endlich den Ball warf. Sie brannte darauf, hinter dem runden grünen Ding herzujagen. Es war ihr Lieblingsspielzeug und ihr Lieblingsspiel. Pete würde ihn ganz weit werfen, und Maggie würde glücklich hinterherrasen, ihn zielstrebig aufspüren, zubeißen, ihn fest zwischen die Kiefer nehmen und stolz damit zurücklaufen. Ihn Pete bringen, der sie wie immer schon erwarten und sie mit Lob und allerlei Zärtlichkeiten überschütten würde.

Doch diesmal warf Pete den Ball nicht, zeigte ihn ihr lediglich als Versprechen auf zu erwartende Freuden. Auch das kannte Maggie und akzeptierte es. Sie musste bestimmte Gerüche finden - genau, wie Pete es ihr beigebracht hatte. Und sobald ihr das gelungen war, würde sie mit dem Ball

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