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Unvergolten Psychothriller von Karlden, Chris (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.09.2014
  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)
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Unvergolten

Eine junge Frau, die wider Erwarten aus dem Koma erwacht. Eine Wahrheit, die zu schrecklich ist, um sie zu glauben. Eine Vergangenheit, die niemals geschehen ist. Eine Erklärung, die alles in den Schatten stellt! Für Linda Förster bricht eine Welt zusammen. Als sie zwei Wochen nach einem schweren Autounfall aus dem Koma erwacht, eröffnet man ihr, dass ihr Mann Mark bei dem Unfall ums Leben kam. Dann jedoch glaubt sie sich zu erinnern, dass Mark gar nicht im Wagen saß, als der Unfall geschah! Während Lindas Realität mehr und mehr verschwimmt, wird ihr eines jedoch immer klarer: Die Wahrheit kann sie retten - oder vollständig in den Wahnsinn treiben... Endlich: Der neue Thriller von Chris Karlden, dem Autor des Bestsellers MONSTRÖS!

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 380
    Erscheinungsdatum: 19.09.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955305604
    Verlag: Edel Elements
    Größe: 2084 kBytes
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Unvergolten

1

Sie wissen Bescheid.

Immer wieder geisterten die Worte in einer Endlosschleife durch Lindas Kopf, der vor Schmerzen zu zerbersten drohte und sich so schwer anfühlte, als ob jemand einen Eimer Beton hineingegossen hätte. Gleichzeitig vollführten ihre Augäpfel hinter den geschlossenen und vibrierenden Lidern krampfhafte und unkontrollierbare Verrenkungen. Jegliches Zeitgefühl war ihr abhanden gekommen. Sie hatte keine Ahnung, wie lange sie schon so halb wach, halb schlafend dahinvegetierte. Plötzlich jedoch spürte sie, wie ein Ruck durch ihren Körper ging, als ob ein elektrischer Impuls ihn gerade zum Leben erweckt hätte. Endlich schaffte sie es, wenigstens ihre Augen zu öffnen. Die Intensität des Schmerzes, der sie durchfuhr, war kaum auszuhalten. So musste es sich anfühlen, wenn man mit einem heißen Eisen geblendet wurde. Sie hörte ihren inneren Aufschrei, doch den Mund öffnen, um ihn nach außen zu tragen, konnte sie nicht. Als sich ihre Augen an das Licht gewöhnt hatten und der Schmerz abebbte, schien dennoch alles umsonst gewesen zu sein. Denn um sie herum blieb alles milchig und verschwommen. Es gab keine Konturen oder eindeutigen Farben, als ob die Außenwelt, während sie geschlafen hatte, in einem riesigen Mixer zu Brei verarbeitet worden wäre. Oder konnte es sein, dass ihr Gehirn einfach verlernt hatte, aus den Informationen, die ihm über die Netzhaut der Augen weitergeleitet wurden, Bilder zu formen? Gleichzeitig merkte sie, dass sie sich nicht bewegen konnte. Sie war nicht einmal in der Lage, auch nur den kleinen Finger anzuheben. Keine Minute nach ihrem Erwachen schlief Linda erneut ein.

Als sie das nächste Mal zu sich kam, fühlte sie sich unglaublich schwach. Sie hielt die Augen noch für einen Moment geschlossen. Dafür funktionierte das Denken nun besser. Sie hörte in sich hinein. Irgendetwas stimmte nicht mit ihr. Normalerweise wusste sie, wo sie war, wenn sie erwachte. Im Moment herrschte in ihrem Kopf jedoch völlige Leere. Sie hatte das Gefühl, schwerelos im finsteren Weltall zu taumeln. Ihr Gehirn ein Computer ohne Betriebssystem und Software. Was war geschehen? Sie wusste es nicht. Unregelmäßig hob und senkte sich ihr Brustkorb nun in einem viel zu schnellen Rhythmus. Sie hörte einen schrillen Ton. Ein Alarmsignal. Eine Tür, die sich öffnete und schloss. Schritte, die über den Boden eilten. Dann tauchten nach und nach wenigstens einzelne unzusammenhängende Situationen aus ihrem Leben auf wie bunt und hell explodierende Feuerwerkskörper am schwarzen Firmament. Ihr war speiübel. Bittere Magenflüssigkeit drängte über ihre Speiseröhre nach oben und sie glaubte, sich erbrechen zu müssen. So etwas hatte sie noch nie erlebt. Es war, als hätte jemand Sektionen ihres Gehirns neu formatiert und dabei die meisten ihrer Erinnerungen ganz gelöscht oder zeitlich durcheinandergebracht. Die Trockenheit in ihrem Mund war kaum auszuhalten und ihr Hals schmerzte wie nach einer Mandeloperation. War das hier ein Traum, in dem sie ohne Vergangenheit und Zukunft war, und nur auf die Dinge reagieren konnte, die ihr unweigerlich gleich widerfahren würden?

Sie spürte nun auch die Matratze unter ihrem Körper. Sie lag in einem Bett. Lange, wie ihr schmerzender Rücken verriet. War es ihr eigenes Bett? Sie wusste es nicht.

Sie wissen Bescheid. Jemand ist unterwegs. Es ist unvergessen. Sie schrak zusammen. Warum geisterten diese Worte, gesprochen von einer gesichtslosen männlichen Stimme, durch ihren Kopf? Und warum jagte ihr diese Stimme eine solche Angst ein, dass sich augenblicklich ihr Atem beschleunigte? Eiskalt, die Stimme war eiskalt und bedrohlich, das musste es sein. Gleichzeitig begann ihr Körper, der bis dahin trä

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