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Urlaubsfeeling von Klikovits, Petra M. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.07.2016
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (ePUB)
14,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Urlaubsfeeling

Dieses Lesepaket hat es in sich! Kommissarin Maria Kouba muss im Wiener Jahrhundertsommer einen brisanten Fall rund um einen Swingerclub-Star lösen. In den Dolomiten erlebt Eva statt romantischer Spaziergänge gefährliche Bergtouren. Barbara Auenstein hingegen ist reif für die Insel und sucht alten Trost und neue Leidenschaft auf Wangerooge. Auf die Insel zieht es auch Rosa Talbot - sie startet nach Ibiza, wo sie völlig neue Facetten ihres Lebens entdeckt und in mysteriöse Verstrickungen gerät.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 1070
    Erscheinungsdatum: 01.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783734992452
    Verlag: Gmeiner-Verlag
    Größe: 1571kBytes
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Urlaubsfeeling

23

"Schon wieder ein Unfall", seufzte Frau Bodo, als Rosa am Morgen das Geschäft betrat. "In den letzten Wochen mehren sich die Schäden, und die Versicherung beginnt Mätzchen zu machen."

"Seltsam", warf Rosa ein, "was sagt das Horoskop?"

"Danke, Mädel, heute habe ich nicht nachgesehen!", antwortete Frau Bodo und klickte auf 'sternenkiste.de'. "Mal sehen, Merkur im Quadrat zu Neptun. Oh nein!"

Frau Bodo sah regelmäßig im Internet nach und aktualisierte ihre Planetenstände. Sie lief zum Laden vis-a-vis um Lotto zu spielen, sobald Jupiter mit Merkur flirtete, und blieb abends zuhause, sollte Mars ihren Pluto attackieren. Auf diese Weise war jede Krise zu bewältigen, hatte sie Rosa stolz erklärt. Finanzielle, berufliche und emotionale - die Sternenkiste stand 24 Stunden am Tag bereit.

Rosa goss ein Glas Wasser ein, um es ihrer Chefin zu reichen. Im Film nahmen die Darstellerinnen immer einen Schluck Wasser, wenn es schlechte Nachrichten zu verdauen galt. Sie verstand genug von Astrologie, um zu wissen, dass die Geschichte nichts Gutes verhieß.

"Betrug. Passen Sie auf, nicht Spielball betrügerischer Machenschaften zu werden", las die Chefin weiter. "Überprüfen Sie, in welchem Haus sich Ihr Neptun derzeit befindet und hüten Sie sich vor unklaren Aussagen." Frau Bodo blickte auf und nahm dankbar das Wasserglas zur Hand.

"Ich seh' mir das genauer an. Kein Grund, sich Sorgen zu machen, Frau Bodo!", beschwichtigte Rosa. Allein ihre Stimme verriet, dass sie da nicht so sicher war.

Bis auf den Zwischenfall heute Morgen war das Leben auf der Insel beschaulicher, als sie es sich hatte träumen lassen. Unter der Woche startete sie um zehn Uhr mit Mails in Deutsch, Englisch und Französisch, kontrollierte Kundendokumente, Tankfüllungen und Autos auf Parkschäden. Dazwischen führte sie Smalltalk mit Kunden oder holte Bocadillos und Kaffee. Die Telefonate und Verträge erledigte Frau Bodo, sodass sie während der Siesta an den Strand gehen konnte. Wenn genug Zeit blieb, fuhr sie zu den Salinen. Das Meer war seicht und türkisblau, und wenn es schon irgendwo warm war, dann hier. Ein kleines Schläfchen im Halbschatten war eine echte Glücksquelle. Von fünf Uhr ging die Arbeit weiter bis acht, dann war das Tagesgeschäft erledigt. An einem Nachmittag pro Woche hatte sie frei. Da tankte sie ihr kleines Auto voll und fuhr die Insel ab. Als Ziel ihrer Entdeckungsfahrten eigneten sich der ruhige, beinahe einsame Norden, die mondänen Clubs im Südwesten oder die Agriculturas mit ihren Oliven-, Mandel- und Orangenbäumen. Am meisten angetan hatte es ihr das Hinterland der Insel.

An den Sonntagen war alles anders. Es waren die Tage, an denen ihr etwas fehlte. Ein Kind, mit dem sie lachen und kuscheln konnte, dem sie ein wenig die Welt erklären durfte. So war es für sie sonntags während der letzten Jahre gewesen. War Marti deshalb am frühen Morgen zum Power-Jogging aufgebrochen? Etwa, um ihren sentimentalen Anflügen auszuweichen? Marti hatte nichts gegen Kinder - solange es nicht die eigenen waren. Und Rosa hatte, ihm zuliebe, nie die entscheidende Frage gestellt: Er oder ein noch unbekanntes anderes Wesen?

'Nenne dich nicht arm, weil deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind; wirklich arm ist nur, wer nie geträumt hat.' Der Spruch stammte sicher von einer Frau, dachte Rosa.

Seit sie auf der Insel war, hatte sie noch keine Lust gehabt, fernzusehen. Heute aber legte sie sich aufs Sofa und zappte sich durch das Satellitenangebot. Da läutete das Telefon.

"¡Hola chica, möchtest du nicht in mein Lieblingslokal kommen? Wir könnten einen ibizenkischen Flammkuchen essen, mit Nüssen, Honig und Ziegenkäse!"

"Fein, dann weiß ich, welches dein Stammbeisel ist."

Carlos passte wunderbar ins Ambiente, dachte Rosa, als sie die Tür zum Lokal aufmachte. Er hatte an einem rot lackierten Tisch Platz genommen, die Lampe über ihm war aus Papierstreifen zus

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