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Verborgen Der erste Fall für die Gefängnisärztin von Simons, Anna (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.10.2018
  • Verlag: Penguin Verlag
eBook (ePUB)
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Verborgen

Ihr Beruf: Ärztin. Ihre Patienten: Kriminelle. Ihr erster Fall: Ein Kampf um Leben und Tod.
Neuer Job, neue Stadt - Eva hofft, die Schatten ihrer Vergangenheit endlich hinter sich zu lassen. Aber noch vor ihrem ersten Arbeitstag als Gefängnisärztin in einer Münchner Haftanstalt wird sie in einen Kriminalfall verwickelt: Die Frau eines Inhaftierten bittet sie verzweifelt um Hilfe. Eva weist sie zurück, doch am nächsten Tag ist die Frau spurlos verschwunden. Eva macht sich Vorwürfe: Was hatte sie ihr sagen wollen? Wovor hatte sie Angst? Auf eigene Faust versucht Eva, der Wahrheit auf die Spur zu kommen - ohne zu ahnen, dass der Täter sie längst im Blick hat und ihr schon ganz nahe ist. Gefährlich nah ...


Anna Simons ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Autorin, die 1966 in Bergneustadt geboren wurde. Die promovierte Betriebswirtschaftlerin arbeitete viele Jahre als Personalberaterin bei einer Großbank in Frankfurt. Vor einigen Jahren wechselte sie ins erzählerische Fach: 2008 gewann sie den Women's Edition Kurzkrimi-Preis, 2015 war sie für den UH!-Literaturpreis des Ulla-Hahn-Hauses in Monheim nominiert. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern im Münchner Umland.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 432
    Erscheinungsdatum: 08.10.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641222444
    Verlag: Penguin Verlag
    Serie: Penguin Taschenbuch 10289
    Größe: 2963 kBytes
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Verborgen

23.

Schon beim Betreten des »Kaffeegenuss« bemerkte Eva die seltsame Stimmung im Gastraum. Ein Mann stand in einer Ecke und redete mit einer Bedienung, der Tränen über die Wange liefen. Kaum jemand sprach, alle schienen die beiden heimlich zu beobachten oder demonstrativ wegzusehen. Auch wenn sie Robert Arendt nichts von diesem Besuch sagen konnte, wollte sie sich vergewissern, dass es seiner Frau gut ging. Eva ließ ihren Blick durch den Raum gleiten, konnte Nicole jedoch nicht entdecken.

Während sie das Geld für ihre Bestellung herauskramte, fragte sie den jungen Mann hinter der Theke beiläufig: »Ihre Kollegin Nicole ist heute nicht zufällig da?«

Ein Ruck ging durch seinen Körper, dann beugte er sich über die Theke und raunte ihr zu: »Nein. Aber nach der Geschichte ...«

Eva war sofort in Alarmbereitschaft. »Welche Geschichte?«, fragte sie und wartete angespannt auf seine Antwort.

Wieder beugte er sich vor. »Wir haben es gerade erst erfahren. Erst dachten wir, sie wäre wieder einmal krank. Gestern auf der Schicht sah sie ziemlich blass aus.« Eva horchte auf. Also wäre es nicht das erste Mal. »Dabei hat es gestern Abend bei ihr gebrannt. Alles ist komplett zerstört, sagen sie. Und beinahe wäre das Feuer noch auf die anderen Wohnungen übergegangen.«

Eva schluckte, bekam nur mit Mühe einen Satz heraus. »Und Frau Arendt? Ich meine ... ist sie ...?«

Der Mann schüttelte den Kopf. »Nein, offenbar ist sie nicht in der Wohnung gewesen. Von ihr fehlt seither allerdings jede Spur. Sie war gestern spät noch hier, hatte den Dienst getauscht. Wir sind zusammen raus. Und jetzt ... Die Polizei sucht nach ihr.«

Er deutete mit dem Kopf auf den Mann, der Eva bereits aufgefallen war. Die junge Frau hatte sich mittlerweile etwas beruhigt und zuckte auf seine Fragen hin immer wieder die Schultern.

Eva betrachtete den Beamten. Er hatte kurz geschnittenes, braunes Haar, das rötlich schimmerte, auf seiner blassen Haut zeigten sich rötliche Bartstoppeln. Vermutlich war er seit dem Brand nicht nach Hause gekommen, denn er hatte Ringe unter den Augen und sah angestrengt aus. Er war in Zivil, deshalb hatte sie in ihm nicht gleich einen Polizisten erkannt. Er trug einen dunkelblauen Mantel, darunter ein ebenso blaues Hemd über einem weißen Shirt, dazu Jeans. Sehr lässig. Dennoch wirkte die Kleidung gehoben.

»Danke«, murmelte sie dem Mann hinterm Tresen zu. Ohne lange darüber nachzudenken, trat sie auf den Beamten zu, blieb jedoch weit genug entfernt, um nicht aufdringlich zu erscheinen.

»Wenn Ihnen noch irgendetwas einfällt, melden Sie sich doch umgehend unter dieser Nummer. Sie ist rund um die Uhr besetzt. Und bitten Sie auch Ihre anderen Kollegen, mir sofort Bescheid zu geben, wenn Ihnen noch irgendetwas einfällt oder wenn sich Frau Arendt hier meldet«, sagte er mit einer tiefen, sonoren Stimme zu der jungen Frau und hielt ihr eine Visitenkarte hin. Danach blieb er stehen und tippte mit beiden Daumen Notizen in seinen Blackberry.

Eva hielt sich noch einen Moment zurück und musterte ihn. Er war größer als sie und schien ungefähr dasselbe Alter zu haben.

Bevor sie etwas sagen konnte, hatte er sie schon bemerkt.

»Ja? Kann ich etwas für Sie tun?« Er hielt seinen Blick direkt auf ihr Gesicht gerichtet. Seine Augen waren blau, wie seine Kleidung.

»Eva Korell«, sie deutete hinter sich. »Ich habe an der Theke mitbekommen, dass Sie nach Nicole Arendt suchen.«

»Das ist richtig.«

»Nun, ich weiß nicht, ob es wichtig ist. Ich kenne die Frau.«

Wieder nahm er seinen Blackberry zur Hand. »Sie sind Stammgast hier?«

»Nicht direkt. Ich habe sie erst vor ein paar Tagen kennengelernt. Ich bin Ärztin.«

Als würde er spüren, dass sie etwas Wichtiges zu berichten hatte, wies er auf einen Platz an einem Tisch außer Hörweite, direkt am Fenster. Eva ging vor und empfand plötzlich die rote Handtasche, die sie an dem T

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