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Verdammte Konkurrenz von Wallace, Edgar (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.02.2016
  • Verlag: Nexx
eBook (ePUB)
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Verdammte Konkurrenz

Die Firma Maber & Maber verliert gegenüber der Konkurrenz Atterman Brothers immer mehr an Boden. Mit Hilfe des Werbefachmanns Alan Stewart schafft die junge Barbara Storr, das Unternehmen zu retten. Dann verschwindet ihr Mentor und Geschäftsführer von Maber & Maber, der alte Mr. Maber und die Konkurrenz will ihr einen Mord in die Schuhe schieben ...

Richard Horatio Edgar Wallace (1875-1932) war ein englischer Schriftsteller, Drehbuchautor, Regisseur, Journalist und Dramatiker. Er gehört heute noch zu den erfolgreichsten englischsprachigen Kriminalschriftstellern.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Erscheinungsdatum: 17.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958704763
    Verlag: Nexx
    Größe: 319kBytes
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Verdammte Konkurrenz

1

An diesem Schicksalstag schien es für die alte, vornehme Firma Maber & Maber keinen Ausweg mehr zu geben. Die blendendweiße Marmorfassade des Hauses Atterman Brothers schaute schon triumphierend auf das gegenüberliegende Konkurrenzgeschäft, als ob sie in prahlenden Goldbuchstaben die Aufschrift trüge: "Dich stecke ich jetzt in die Tasche!"

Leider hatte Mr. Maber an diesem verhängnisvollen Tag keine Zeit, sich um sein Geschäft zu kümmern, denn er wollte der Bootsmannschaft von Cambridge ein Essen geben.

Und um das Unglück vollzumachen, stieg Barbara Storr an demselben Morgen mit dem falschen Fuß aus dem Bett. Ihr Mädchen sah beim Frühstück die gerunzelte Stirn der Herrin und dachte schon, der gebratene Schinken sei zu salzig gewesen.

"Myrtle, ich bin unbeliebt!" erklärte Barbara plötzlich mit düsterer Stimme.

"Aber Miss Storr!" rief Myrtle erschrocken.

"Ganz verdammt unbeliebt!" sagte Barbara finster, als sie sich bückte, um ihre Schuhe zuzumachen. "Wenn mich Mr. Maber nicht hielte, könnten wir heute Abend im Armenhaus schlafen - hoffentlich schnarchen Sie nicht ..."

"Ich dachte, Sie hätten selbst Geld! Sonst wäre ich doch nicht nach London mitgekommen. Ich war auch ganz erstaunt, dass Sie in diese entsetzlich große Stadt gezogen sind. In Ilchester sieht man doch auch allerhand vom Leben! Denken Sie bloß an die Markttage! Und hier kenne ich außer dem Polizisten in unserer Straße keinen einzigen Menschen."

"Als anständiges Mädchen dürften Sie nicht einmal den kennen!"

Myrtle wurde rot bis über die Ohren. Sie war noch nicht neunzehn Jahre alt, und sie hielt Londoner Polizisten für Götter.

"Schauen Sie einmal hinaus, ob der junge Mann da unten schon fort ist", sagte Barbara etwas sprunghaft.

Myrtle lugte durch die Vorhänge auf die düstere Doughty Street hinaus.

"Er ist noch da."

"Sehen Sie genau hin!"

"Er ist wirklich noch da. Dort an der Ecke steht er. Er hat elegante, graue Hosen an ..."

"Das interessiert mich nicht. Er ist also noch da?"

"Ja."

"Dann jagen Sie ihn zum Teufel!"

Myrtle wusste nicht, wie sie diesen Auftrag ausführen sollte, und sah ihre Herrin verstört an. Sie hatte sie schon immer schön gefunden, wenn ihr auch nicht klar zum Bewusstsein kam, worin diese Schönheit eigentlich lag. Vielleicht in der zarten Haut und dem wundervollen Haar, vielleicht aber auch in den großen, grauen Augen oder in dem feingeschnittenen Profil.

Myrtle wusste aus Zeitungsannoncen, die Seifen, Cremes und andere Schönheitsmittel anpriesen, dass reiner Teint und gepflegtes Haar zu einer schönen Frau gehörten und die jungen Herren am meisten fesselten.

"Wartet der Herr draußen auf Sie, Miss Storr?" fragte sie ein wenig boshaft.

"Natürlich wartet er auf mich. Tun Sie doch nicht so", erwiderte Barbara etwas von oben herab. "Sie wissen ganz genau, dass es Mr. Stewart ist, der Werbefachmann."

"Ich weiß nicht, was ein Werbefachmann ist", entgegnete Myrtle, die Unschuld vom Lande. "Aber warum wartet er denn an der Straßenecke - kennt er unsere Hausnummer nicht?" fragte sie verschmitzt.

Barbara sah sie aber so vernichtend an, dass sie entsetzt schwieg.

Miss Storr schlüpfte in den Mantel, nahm Handtasche und Schirm und verließ das Haus. Es schlug gerade neun.

Als der junge Mann ihre Schritte hörte, drehte er sich schnell um und zog den Hut.

"Ich dachte schon, Sie wären ..."

Barbaras unwillige Handbewegung ließ ihn sofort wieder verstummen.

"Wissen Sie au

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