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Verderbnis Der 5. Fall für Jack Caffery - Psychothriller von Hayder, Mo (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.02.2011
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Verderbnis

Wahre Bosheit kommt von innen An einem kühlen Novemberabend wird auf dem Parkplatz eines Supermarktes in der Nähe von Bristol ein Auto entwendet. Mit Gewalt - und mit der elfjährigen Martha Bradley auf dem Rücksitz. Detective Inspector Jack Caffery hofft zunächst, dass der Täter nur das Auto und nicht das Kind wollte. Doch er wird eines Besseren belehrt. Martha Bradley bleibt verschwunden, spurlos. Und der Täter lässt ihn wissen, dass er es wieder tun wird. Jack Caffery spürt, dass er es mit einem sehr starken Gegner zu tun hat, einem Gegner, der ihn vorführt, ihm immer einen Schritt voraus ist. Und der seine Drohungen wahr macht. Denn kurz darauf entführt er ein weiteres kleines Mädchen. Und mit jeder Stunde, die vergeht, wird es unwahrscheinlicher, dass Caffery und sein Team die Kinder noch lebend retten können ... Er beobachtet dich. Wartet auf dich. dann holt er dich! Mo Hayder avancierte mit ihrem Debüt, dem Psychothriller "Der Vogelmann", über Nacht zur international gefeierten Bestsellerautorin. Der Nachfolger "Die Behandlung" wurde von der Times zu einem der zehn spannendsten Thriller aller Zeiten gewählt. 2011 bekam Mo Hayder den "CWA Dagger in the Library" für ihr bisheriges Gesamtwerk, im Jahr darauf wurde "Verderbnis" mit dem renommierten Edgar Award für das beste Buch des Jahres ausgezeichnet. Die Autorin lebt mit ihrem Lebensgefährten und ihrer Tochter in Bath, England.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 25.02.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641056322
    Verlag: Goldmann
    Serie: Jack Caffery Bd.5
    Originaltitel: Gone
    Größe: 918 kBytes
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Verderbnis

22 (S. 122-123)

In den frühen Morgenstunden hatte der Cheftechniker sich noch einmal die Abgüsse der Fußspuren angesehen und neigte dazu, Flea recht zu geben: Die Kratzer sahen tatsächlich so aus, als wären sie mit einem Festmachhaken erzeugt worden. Der Fahndungsberater erschien mit dem ersten Tageslicht auf dem Gelände und markierte einen Abschnitt des Kanals für die Suche.

Die Teams erhielten Watstiefel und bekamen einen Zwei-Meilen-Abschnitt zu beiden Seiten der Stelle, wo der Yaris gefunden worden war, zum Absuchen zugewiesen. Aber der Thames und Severn Canal besaßen eine Eigenart, der die Standardsuchteams nicht gewachsen waren: Ein Zwei-Meilen-Abschnitt verlief völlig unsichtbar und unbemerkt durch einen Tunnel tief unter Feldern und Wäldern – der Sapperton-Tunnel. Aufgegeben und äußerst instabil.

Eine zwei Meilen lange Todesfalle, nicht mehr und nicht weniger. Nur eine Einheit war dazu ausgebildet, hier zu suchen. Um acht hatten sich bereits mehr als vierzig Leute an der Westeinfahrt des Sapperton-Tunnels versammelt. Auf der Zinnenbrüstung über dem Portal standen ungefähr zwanzig Journalisten, die hofften, einen Blick auf das Geschehen unter ihnen zu erhaschen, und eine Handvoll MCIU-Officer in Zivil.

Alle schauten hinunter zu Flea und Wellard, die bis zu den Oberschenkeln im schwarzen, stehenden Kanalwasser standen und ihr kleines Zodiac-Schlauchboot bereit machten und mit allem beluden, was sie brauchten, um in den Tunnel einzufahren – mit Sprechfunkgeräten und Sauerstoffzylindern.

Die Unterwassersucheinheit wusste bereits ein wenig über den Tunnel. Sie hatten ihn vor Jahren benutzt, als sie die Durchsuchung beengter Räume trainierten. Die Stiftung, der er gehörte, hatte ihnen strukturelle Informationen über den Tunnel gegeben: Er war ernsthaft instabil und führte gefährlich nah an der Golden-Valley-Bahnlinie entlang, und jedes Mal, wenn ein Zug vorbeifuhr, brachen große Brocken Bleicherde und Oolith aus der Decke.

Die Stiftung legte Wert auf die Feststellung, dass sie nicht mit Sicherheit sagen könne, was sich da drinnen abspiele: Für eine ordnungsgemäße Begehung sei es zu gefährlich dort. Nur eines konnten sie mit Bestimmtheit sagen: Ein massiver, unüberwindlicher Einbruch blockierte mindestens eine Viertelmeile im Tunnel.

An der Oberfläche war er undeutlich als eine Reihe baumbewachsener Krater erkennbar, und er begann nicht weit hinter der östlichen Einfahrt und reichte weit in den Tunnel hinein. Zwei von Fleas Leuten hatten Schutzhelme aufgesetzt und waren relativ mühelos die zweihundert Meter zum östlichen Ende des Einbruchs gewatet. Dort hatten sie eine Sonde hineingeschoben – in der vagen Hoffnung, dass sie auf das Team, das vom Westeingang kam, treffen würde.

Aber jetzt würden sie vom anderen Eingang aus in den Tunnel eindringen und eineinviertel Meilen weit unter der Erde gehen müssen, bis sie die andere Seite des Einbruchs erreichten. Und hoffentlich würde sich dabei keiner der instabilen Brocken aus der Decke lösen. "Sind Sie sicher, dass Sie das tun wollen?" Caffery war skeptisch. Er trug eine wattierte Jacke und hatte die Hände tief in den Taschen vergraben.

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