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Vergib uns unsere Sünden Thriller von Ellory, Roger J. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.08.2010
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Vergib uns unsere Sünden

Ein brutaler Serienkiller, korrupte Politiker und skrupellose CIA -Agenten Inmitten der heißen Wahlphase will man in Washington eigentlich nichts von einem Serienkiller hören. Doch nach dem vierten Mord sind auch die Medien nicht mehr zurückzuhalten. Für den ermittelnden Detective Robert Miller sind allerdings nicht nur Motiv und Täter rätselhaft, auch die Opfer stellen ihn vor Fragen. Denn die vier ermordeten Frauen existierten offiziell gar nicht. Je weiter Miller nachforscht, desto mysteriöser wird der Fall. Schließlich gerät er in ein Netz so dunkler Machenschaften, dass er um sein eigenes Leben bangen muss ... Roger Jon Ellory wurde 1965 in Birmingham geboren und wuchs als Waise in einem Internat, später bei seiner Großmutter auf. Nach einem kurzen Gefängnisaufenthalt wegen Wilderei und einer Karriere als Gitarrist einer Rockband fand er zum Schreiben. Seine Bücher wurden für den 'Steel Dagger' nominiert und für den 'Richard & Judy Book Club' ausgewählt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 688
    Erscheinungsdatum: 13.08.2010
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641048044
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: A Simple Act of Violence
    Größe: 898 kBytes
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Vergib uns unsere Sünden

" 9 (S. 93-94)

Washington steckte mitten in der Schlacht um die Zwischenwahlen, die seit Monaten tobte. Bösartige republikanische Anzeigenkampagnen, verleumderisch, gehässig und schlimmer. Die Demokraten schossen zurück mit allem, was sie hatten. Millionen von Dollars wurden verpulvert, damit Bush seinen Würgegriff auf den Kongress nicht lockern musste. Von Serienmördern und brutalen Mordgeschichten wollte niemand lesen. Niemand wollte den Blick von der Schlacht abwenden, die gerade in ihrer eigenen Arena tobte. Angesichts dieser Ereignisse waren Miller und Roth unwichtig, aber für Miller waren das alles Lappalien gegen den Druck, den er fühlte, als er mit den Ergebnissen der Sheridan-Autopsie konfrontiert wurde.

Mit einem lauten Knall war alles wieder da. Es war kurz nach vier. Roth und Miller saßen an benachbarten Schreibtischen im Dienstraum. Nachdem Miller den Autopsiebericht Seite für Seite gelesen hatte, gab er ihn weiter. Jede Einzelheit ließ die Bilder des Tatorts wieder vor seinen Augen erstehen - ihre Position auf dem Bett, die Schnur um ihren Hals, mit der ordentlichen Schleife, dem unbeschriebenen Namensschild; er meinte den berauschenden Lavendelduft zu riechen und darunter den Geruch nach etwas Totem. Im Prinzip unterschied sich der Modus Operandi nicht von den ersten drei Fällen. Schnur und Anhänger waren unspezifischen Fabrikats, trugen weder Fingerabdrücke noch Gewebespuren.

Keine Haare, keine Fasern. Indizien dafür, dass das Opfer zu einem früheren Zeitpunkt an diesem Samstag Geschlechtsverkehr hatte. Keine Anzeichen für eine Vergewaltigung. Keine inneren Verletzungen oder Läsionen. Spuren von Nonoxynol-9 korrespondieren mit dem Gebrauch eines Kondoms. Keine intravaginalen Absonderungen, die eine Bestimmung der DNS des Sexualpartners erlaubt hätten. Seifenreste am Venushügel und zwischen den Zehen des Opfers deuten auf ein Bad oder eine Dusche nach dem Geschlechtsverkehr hin. "Alles okay?", fragte Roth. "Bei mir schon", antwortete Miller. "Sie wäre also sowieso gestorben."

"Jeder stirbt sowieso", sagte Miller. "Was nichts daran ändert, dass jemand sie ermordet hat, und wir haben nichts Neues erfahren außer der Tatsache, dass sie mit jemandem geschlafen hat ... und dass es sie eigentlich gar nicht gibt, natürlich." Roth antwortete nicht "Ich will mir das Haus ansehen", sagte Miller. "Gründlich. Spurensicherung und Gerichtsmediziner achten auf die Umgebung, nicht auf die Zeichen drum herum." "Glaubst du wirklich, wir finden da noch Hinweise auf den Kerl?" "Auf den, mit dem sie geschlafen hat, oder auf den, der sie umgebracht hat?" "Vielleicht auf beide ... könnte ja ein und derselbe sein." "Ich bete zu Gott, dass wir einen Hinweis auf den Kerl finden." "Und wenn nicht?" "Dann treten wir eben weiter auf der Stelle. Zu verlieren haben wir nichts." Miller stand vom Schreibtisch auf und reichte den Autopsie-Bericht an Roth weiter, als wäre ihm schon die Berührung der Seiten zuwider."

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