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Verhängnisvolle Nähe Thriller von Brown, Sandra (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.12.2019
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)

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Verhängnisvolle Nähe

Nervenzerreißende Spannung und prickelnde Leidenschaft - Sandra Browns 70. "New York Times"-Bestseller! Die Journalistin Kerra Bailey ist kurz davor, das Interview ihres Lebens zu führen. Vor fünfundzwanzig Jahren wurde Major Franklin Trapper für ein ganzes Land zum Helden, als er nach einem Bombenanschlag in Dallas eine Handvoll Überlebende in Sicherheit brachte. Um an den Major heranzukommen, braucht sie jedoch seinen Sohn John, der wenig kooperativ ist und den Kontakt zu seinem Vater abgebrochen hat. Doch Kerra lässt nicht locker, auch weil dieser so abweisende Mann eine fast unheimliche Anziehungskraft auf sie ausübt. Als das Interview dann eine katastrophale Wendung nimmt, erkennt sie, dass sie von mächtigen Feinden zum Schweigen gebracht werden soll und mit John Trapper zusammenarbeiten muss, wenn sie überleben will ... Sandra Brown arbeitete mit großem Erfolg als Schauspielerin und TV-Journalistin, bevor sie mit ihrem Roman "Trügerischer Spiegel" auf Anhieb einen großen Erfolg landete. Inzwischen ist sie eine der erfolgreichsten internationalen Autorinnen, die mit jedem ihrer Bücher die Spitzenplätze der "New York Times"-Bestsellerliste erreicht! Ihren großen Durchbruch als Thrillerautorin feierte Sandra Brown mit dem Roman "Die Zeugin", der auch in Deutschland auf die Bestsellerlisten kletterte - ein Erfolg, den sie mit jedem neuen Roman noch einmal übertreffen konnte. Sandra Brown lebt mit ihrer Familie abwechselnd in Texas und South Carolina.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 544
    Erscheinungsdatum: 09.12.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641229672
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: Seeing Red
    Größe: 2478 kBytes
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Verhängnisvolle Nähe

Prolog

"Hatten Sie Angst, dass Sie sterben würden?"

Der Major kniff missbilligend die Lippen zusammen. "Diese Frage war nicht abgesprochen."

"Darum habe ich sie auch nicht vor laufender Kamera gestellt. Aber jetzt sind wir unter uns. Das interessiert mich ganz persönlich. Hatten Sie Angst um Ihr Leben? Kam Ihnen der Gedanke, dass Sie vielleicht nicht überleben werden?"

"Ich hatte keine Zeit, mir darüber Gedanken zu machen."

Kerra Bailey legte den Kopf schief und sah ihn zweifelnd an. "Das hört sich für mich nach einer Phrase an."

Der Siebzigjährige schenkte ihr das Lächeln, mit dem er die Herzen der ganzen Nation erobert hatte. "Richtig."

"Also gut. Ich ziehe die Frage respektvoll zurück."

Sie konnte großmütig über diesen Punkt hinweggehen, denn das, weswegen sie gekommen war, hatte sie bekommen: das erste Interview überhaupt, das der Major in über drei Jahren gegeben hatte. In den Tagen vor der abendlichen Liveübertragung aus seinem Heim hatten sie sich näher kennengelernt. Sie hatten einige lebhafte Diskussionen geführt und dabei oft gegensätzliche Standpunkte vertreten.

Kerra blickte zu dem Hirschkopf über dem Kaminsims auf. "Ich bleibe dabei, dass ich es nicht schön finde, von den Augen eines toten Tieres angestarrt zu werden."

"Wildfleisch ist Nahrung. Und die Herde auszudünnen ist ökologisch notwendig, damit sie überlebt."

"Rein wissenschaftlich mag das zutreffend sein. Aus persönlicher und menschlicher Sicht begreife ich nicht, wie jemand ein so schönes Tier ins Fadenkreuz nehmen und töten kann."

"Diesen Streit wird keiner von uns beiden gewinnen", erklärte er, woraufhin sie genauso stur erwiderte: "Und keiner von uns beiden wird klein beigeben."

Der Major bellte ein kurzes Lachen, das in einem trockenen Husten endete. "Gut gekontert." Er sah kurz zu dem hohen Waffenschrank in der Ecke des weitläufigen Raums, dann hievte er sich aus seinem braunen Lederfernsehsessel, ging hinüber und öffnete die Glastür.

Er holte ein Gewehr heraus. "Den Hirsch habe ich mit diesem Gewehr hier erlegt, dem letzten Weihnachtsgeschenk meiner Frau." Seine Hand strich über den bläulichen Lauf. "Seit Debras Tod habe ich es nicht mehr benutzt."

Kerra stellte gerührt fest, dass der ehemalige Soldat auch eine weichere Seite hatte. "Ich wünschte, sie hätte das Interview miterleben können."

"Ich auch. Ich vermisse sie jeden Tag."

"Wie war es für sie, mit Amerikas Helden verheiratet zu sein?"

"Oh, sie war ungemein beeindruckt", antwortete er mit einem leisen Lachen und lehnte dabei das Gewehr in die Ecke zwischen Schrank und Wand. "Danach beschwerte sie sich nur noch jeden zweiten Tag, wenn ich meine schmutzigen Socken auf dem Boden liegen ließ, statt sie in den Wäschekorb zu werfen."

Kerra lachte, doch in Gedanken war sie beim Sohn des Majors, der kein Geheimnis daraus gemacht hatte, wie zuwider ihm der Ruhm seines Vaters war. Aus einem Gefühl der Verpflichtung heraus hatte sie ihn eingeladen, zusammen mit dem Major aufzutreten. Er hatte abgelehnt, und zwar mit Worten, die keinen Raum für eine Fehlinterpretation ließen. Gott sei Dank.

Der Major durchquerte den Raum und trat an die Bar. "Das Reden hat mich durstig gemacht. Ich könnte einen Drink gebrauchen. Was möchten Sie?"

"Für mich nichts, danke." Sie stand auf und hob ihre Tasche auf, die sie neben ihrem Stuhl abgestellt hatte. "Sobald das Team zurück ist, müssen wir aufbrechen."

Der Major hatte für sie und ihr fünfköpfiges Produktionsteam bei einem Restaurant ein Picknickdinner mit kaltem Brathähnchen bestellt. Nachdem es geliefert worden war und sie gegessen hatten, verbrachten sie eine weitere Stunde damit, das Equipment zusammenzupacken. Danach hatte Kerra die Übrigen gebeten, den Wagen für die zweistündige Rückfahrt nach Dallas aufzutanken, während sie hiergeblieben war. Sie hatte ein paar Minuten allein mit de

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