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Verlogen von Bee, Francis (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.12.2014
  • Verlag: Lehmanns Media GmbH
eBook (ePUB)
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Verlogen

Zuerst verschwindet eine Zeugin, dann hält ein neuer Mordfall Detektiv Chefinspektor Robert Nettles von New Scotland Yard auf Trapp. Die Rätsel um die Bombe in Edinburgh werden immer Mysteriöser und zeitgleich verschwinden mehrere Kollegen spurlos. Robert Nettles sieht sich einem Fall gegenüber, in dem Lügen und Halbwahrheiten fester Bestandteil sind und nichts so ist, wie es scheint. Wem kann Nettles noch trauen und wo führen die Spuren hin?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 412
    Erscheinungsdatum: 01.12.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783865417206
    Verlag: Lehmanns Media GmbH
    Größe: 587kBytes
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Verlogen

11

Grace Stiller war noch nicht eingetroffen. Nettles saß an seinem Platz am Besprechungstisch und wartete geduldig mit einer Flasche Wasser vor sich auf dem Tisch. Viel trinken, hörte er Margo in seinem Kopf immer wieder sagen. Wenn du Kopfschmerzen hast, dann trinke viel stilles Wasser egal, wie oft du auf die Toilette musst. Du gewöhnst dich daran.

Bohlten kam zeitgleich mit Whitehead herein.

Joel Whitehead setzte sich zu Nettles und gab ihm eine Akte. "Ich habe die Datenbank ausgequetscht", sagte er geheimnisvoll, als sei Nettles das Medium völlig fremd. "Es gab in den letzten dreißig Jahren fünf Torsofunde in London und siebenundzwanzig in England. Es sind zweiundvierzig inklusive Schottland und Nordirland. Und vor einer Stunde kam eine Meldung aus Belfast herein", erklärte er. "Der dreiundvierzigste Torso."

"Wie viele davon sind unserem Torso am ähnlichsten?", fragte Nettles.

"Zwei. Der eine wurde in Reading aus der Themse gefischt. Das liegt nur drei Monate zurück. Und der in Belfast. Er scheint unserem aufs Haar zu gleichen."

"Und die Leiche wurde an einem Fluss gefunden?", fragte Nettles.

"Ja, er wurde auf eine Sandbank des Lagan angeschwemmt. Rudernde Studenten haben ihn entdeckt. Der Fluss führte weniger Wasser als üblich, sonst wäre er wohl nie gefunden worden."

"Wieso?"

"Er war mit mehreren Gewichten beschwert worden. Der Sand hielt den Torso zusätzlich fest. Die Strömung des Lagan ist stark."

"Also ist dieser Torso noch frisch?", fragte Bohlten.

"Ja, davon kann man wohl ausgehen", antwortete Whitehead.

"Weiß Dave schon Bescheid?", erkundigte sich Nettles.

"Ich habe ihm eine E-Mail geschickt. Auf meine Anrufe hat er nicht reagiert." Whitehead hörte sich an, als sei er darüber sehr pikiert.

"Die anderen Funde sind alle aufgeklärt?", wollte Bohlten wissen.

"Nein, nicht alle. Aber die Vorgehensweise, wie sie zerstückelt wurden, war eine völlig andere. Und es sind auch weibliche Torsoteile darunter. Das komplette Abtrennen der Gliedmaße, bei insgesamt 16 Körpern, wurde post mortem vorgenommen und sie wurden auch fast alle gefunden."

Nettles sah Whitehead an. "Steht fest, dass bei drei Opfern die Gliedmaße bei vollem Bewusstsein abgetrennt worden sind?"

"Ja. Und das ist völlig neu. Gruselig, oder?" Er lächelte dabei, als ob er den Witz des Tages gebracht hatte.

Whitehead hatte manchmal einen seltsamen Humor, fand Bohlten und trat ihm unter dem Tisch ans Schienbein.

"Au! Was soll das!", rief Whitehead aus.

"Und der Mörder ist jetzt in Belfast?", fragte Nettles und starrte dabei ins Leere, als ob er die Szene nicht mitbekommen hätte. "Lass dir alle Unterlagen zuschicken. Dave wird mit dem Rechtsmediziner in Belfast sprechen wollen. Wenn die Protokolle hier sind, schau nach dem Namen des dortigen Einsatzleiters. Mit dem will ich dann sprechen."

"Was, wenn die Kollegen dort unsere Unterlagen haben wollen?"

"Schick sie in Kopie hin, damit wir einen Vergleich haben. Unsere Unterlagen können den Kollegen in Belfast bei der Suche nach dem Mörder helfen, wie umgekehrt", riet Nettles. "Ich habe keine Lust auch noch nach Belfast zu fliegen, nur weil es angeblich eine Übereinstimmung gibt."

Whitehead wusste, dass Nettles bald zu der Trauerfeier nach Edinburgh fahren musste. Das war eine große Belastung für ihn. Er nickte und verließ den Besprechungsraum. Dabei stieß Whitehead mit der Staatsanwältin zusammen, die gerade in den Raum eintreten wollte.

"Entschuldigung", sagte Whitehead, wurde rot und wich ihr aus.

Sie nickte ihm verständnisvoll zu und betrat den Besprechungsraum.

"Hallo, Mister Nettles, Mister Bohlten", begrüßte sie die beiden Männer. Hinter ihr erschien eine weitere Person. "Das ist Mia Laurence, meine Sekretärin und rechte Hand", stellte sie eine schlanke, hochgewachsene Frau vor.

Sie trug ein helle

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