text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Verrat in Paris Krimi von Gerritsen, Tess (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.03.2016
  • Verlag: HarperCollins
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Verrat in Paris

All die Jahre hat Beryl Tavistock eine Lüge geglaubt: Ihre Eltern, die für den MI 6 arbeiteten, sind nicht bei einem Einsatz ums Leben gekommen. Stattdessen soll ihr Vater, zuvor als Doppelagent entlarvt, ihre Mutter erschossen haben, bevor er sich selbst richtete. Beryl beginnt in Paris eine gefährliche Suche nach der Wahrheit. Zusammen mit dem undurchsichtigen Amerikaner Richard Wolf verstrickt sie sich dabei immer tiefer in einem Netz aus Intrigen und längst überholt geglaubten Feindbildern. 'Tess Gerritsen ist eine der Besten in ihrem Metier' USA Today

Tess Gerritsen studierte Medizin und arbeitete mehrere Jahre als Ärztin, bis sie für sich das Schreiben von Romantic- und Medical-Thrillern entdeckte. Die Kombination von fesselnden Stories und fundierten medizinischen Kenntnissen brachte ihr den internationalen Durchbruch. Die Bestseller-Autorin lebt mit ihrem Mann in Maine.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 10.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959679602
    Verlag: HarperCollins
    Größe: 297 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Verrat in Paris

1. KAPITEL

Buckinghamshire, England
Zwanzig Jahre später

Jordan Tavistock saß faul in Onkel Hughs bequemem Polstersessel und betrachtete amüsiert das Porträt seines lang verstorbenen Vorfahren, dem unglücklichen Earl of Lovat, so wie er es schon tausendmal zuvor getan hatte. Diese köstliche Ironie, dachte er, dass Lord Lovat ausgerechnet von den Ehrenplatz über dem Kaminsims herunterstarrt. Es zeugte von den Spleens und Schrullen der Familie Tavistock, den Earl so öffentlich zu zeigen. Immerhin war er ihr einziger Verwandter, der seinen Kopf buchstäblich auf dem Tower Hill verlor. Der Earl war der letzte Mann, der offiziell in England enthauptet wurde, inoffizielle Taten zählten nicht. Jordan erhob sein Glas für einen Toast auf den bedauernswerten Earl und trank einen großen Schluck Sherry. Er war kurz versucht, sich ein zweites Glas einzuschenken, doch es war schon halb sechs und die Gäste des Empfang anlässlich des französischen Nationalfeiertages würden bald eintreffen. Ich sollte wenigstens ein paar graue Zellen am Laufen halten, dachte er. Vielleicht brauchte er sie, um beim Smalltalk seinen Mann zu stehen. Plaudern gehörte zu den Dingen, die Jordan am wenigsten mochte.

Für gewöhnlich mied er Partys mit Kaviar und Abendgarderobe, nach denen sein Onkel Hugh anscheinend so süchtig war. Aber möglicherweise erwies sich der heutige Abend, an dem Sir Reggie und Lady Helena Vane ihre Ehrengäste waren, als weitaus interessanter als die übliche Versammlung der Pferdenarren. Dieses war das erste große gesellschaftliche Ereignis seit Onkel Hughs Ausscheiden aus dem britischen Geheimdienst, und etliche von Hughs ehemaligen Kollegen vom MI6 würden sich blicken lassen. Man gab ein paar alte Kumpel aus Paris mit dazu, die gerade sowieso allesamt aufgrund des gerade zu Ende gegangenen Wirtschaftsgipfels in London waren, und vielleicht wurde daraus ein äußerst spannender Abend. Wann immer eine Gruppe von Ex-Spionen und Diplomaten zusammentraf, traten alle möglichen Geheimnisse zutage.

Jordan blickte auf, als sein Onkel murrend das Arbeitszimmer betrat. Hugh, bereits im Smoking, versuchte erfolglos, seine Fliege zu richten. Stattdessen hatte er es fertiggebracht, einen störrischen Doppelknoten zu binden.

"Jordan, hilf mir doch mal mit diesem verdammten Ding", sagte Hugh.

Jordan erhob sich aus dem Sessel und löste den Knoten. "Wo ist Davis? Er ist viel besser in solchen Dingen."

"Ich habe ihn weggeschickt, um deine Schwester zu holen."

"Ist Beryl wieder ausgegangen?"

"Natürlich. Erwähne die Worte Cocktail und Party, und sie stürmt zur Tür hinaus."

Jordan band die Krawatte seines Onkels zu einer Fliege. "Beryl hat Partys noch nie gemocht. Und nur unter uns, ich denke, sie hatte einfach die Nase voll von den Vanes."

"Hm? Aber sie waren doch ganz reizende Gäste, sie haben sich eingefügt ..."

"Es sind diese kleinen Gehässigkeiten, die sie sich immer gegenseitig an den Kopf werfen."

"Oh, das. Das machen sie seit jeher. Ich bemerke es kaum noch."

"Und ist dir aufgefallen, dass Reggie unserer lieben Beryl wie ein Hündchen überallhin folgt?"

Hugh lachte. "In der Nähe einer hübschen Frau ist Reggie ein Hündchen."

"Na ja, kein Wunder, dass Helena ihn ständig attackiert." Jordan trat zurück und betrachtete stirnrunzelnd die Fliege seines Onkels.

"Wie sieht sie aus?"

"Es muss reichen."

Hugh warf einen Blick auf die Uhr. "Schau besser noch einmal in der Küche nach und sorge dafür, dass alles in Ordnung ist. Und warum sind die Vanes noch nicht unten?"

Wie aufs Stichwort hörten sie nörgelnde Stimmen auf der Treppe. Lady Helena schimpfte wie immer auf ihren Ehemann. "Irgendjemand muss dich ja auf diese Dinge hinweisen", sagte sie.

"Ja, und das bist immer du, oder?"

Sir Reggie flüchtete, verfolgt von seiner Frau, ins Arbeitszimmer. Dieses offensichtlich

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen