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Verschlüsselte Wahrheit - Inspector Rebus 5 Kriminalroman von Rankin, Ian (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.11.2014
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Verschlüsselte Wahrheit - Inspector Rebus 5

Fünf Jahre ist es her, dass das Central Hotel in einem gewaltigen Flammenmeer bis auf die Grundmauern niederbrannte. Die Katastrophe forderte mehrere Tote, viele Gäste wurden verletzt, doch die Ermittlungen verliefen schnell im Sande. Nun fallen Inspector Rebus Hinweise auf Brandstiftung in die Hände, die nie in den Akten auftauchten. Die Tat trägt die Handschrift von 'Big Ger' Cafferty. Aber der hat einflussreiche Freunde - nicht zuletzt bei der Edinburgher Polizei ...

Ian Rankin, geboren 1960, ist Großbritanniens führender Krimiautor, seine Romane sind aus den internationalen Bestsellerlisten nicht mehr wegzudenken. Ian Rankin wurde unter anderem mit dem Gold Dagger für 'Das Souvenir des Mörders', dem Edgar Allan Poe Award für 'Tore der Finsternis' und dem Deutschen Krimipreis für 'Die Kinder des Todes' ausgezeichnet. 'So soll er sterben' und 'Im Namen der Toten' erhielten jeweils als bester Spannungsroman des Jahres den renommierten British Book Award. Für seine Verdienste um die Literatur wurde Ian Rankin mit dem 'Order of the British Empire' ausgezeichnet.
Mit 'Ein Rest von Schuld' hatte Ian Rankin seinen Ermittler John Rebus nach 17 Fällen in den Ruhestand geschickt und ließ Inspector Malcolm Fox die Bühne betreten. Doch mit 'Mädchengrab' kehrte Rebus wieder zurück.
Ian Rankin lebt mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen in Edinburgh.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Erscheinungsdatum: 27.11.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641113988
    Verlag: Goldmann
    Serie: Inspector Rebus Bd.5
    Größe: 850 kBytes
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Verschlüsselte Wahrheit - Inspector Rebus 5

2

Am Montagmorgen ging das Gerücht durch die Polizeiwache St. Leonard's, dass Inspector John Rebus in noch üblerer Laune wäre als gewöhnlich. Einige konnten sich das kaum vorstellen und wären beinahe so weit gegangen, sich in seine Nähe zu wagen, um sich mit eigenen Augen davon zu überzeugen ... aber auch nur beinahe.

Andere hatten gar keine andere Wahl.

DS Brian Holmes und DC Siobhan Clarke, die sich mit Rebus im abgetrennten Teil des Kripobüros einen Raum teilten, sahen aus, als säßen sie auf rohen Eiern.

"Also", sagte Rebus, "was ist mit Rory Kontoul?"

"Er ist aus dem Krankenhaus entlassen worden, Sir", antwortete Siobhan Clarke.

Rebus nickte ungeduldig. Er wartete nur darauf, dass sie einen Fehler machte. Und zwar nicht deshalb, weil sie Engländerin war oder studiert hatte oder reiche Eltern besaß, die ihr eine Wohnung in der New Town gekauft hatten. Auch nicht, weil sie eine Frau war. Es war einfach Rebus' Art, mit jungen Beamten umzugehen.

"Und er redet immer noch nicht", sagte Holmes. "Er will nicht sagen, was passiert ist, und ganz bestimmt wird er keine Anklage erheben."

Brian Holmes sah müde aus. Rebus konnte das aus den Augenwinkeln erkennen. Er wollte Holmes nicht in die Augen blicken, wollte nicht, dass Holmes merkte, dass sie nun etwas gemein hatten.

Beide waren von ihren Freundinnen rausgeschmissen worden.

Bei Holmes war es vor etwas mehr als einem Monat passiert. Wie Holmes später gestand, nachdem er zu einer Tante nach Barnton gezogen war, hatte sich der ganze Streit an der Kinderfrage entzündet. Ihm war nicht klar gewesen, wie sehr Nell sich ein Baby wünschte, und er hatte angefangen, darüber Witze zu machen. Eines Tages war sie dann explodiert und hatte ihn unter den Augen fast aller Nachbarinnen ihres Bergarbeiterdorfs vor die Tür gesetzt. Angeblich hatten die Frauen applaudiert, als Holmes sich aus dem Staub machte.

Nun arbeitete er noch härter als vorher. (Das war auch einer der Streitpunkte zwischen den beiden gewesen. Sie hatte ziemlich regelmäßige Arbeitszeiten, seine waren alles andere als das.) Er erinnerte Rebus an eine durchgescheuerte und völlig ausgeblichene Arbeitsjeans, die sich rapide dem Ende ihres Daseins näherte.

"Was wollen Sie damit sagen?", fragte Rebus.

"Ich will damit sagen, dass wir die Angelegenheit meiner Meinung nach auf sich beruhen lassen sollten, Sir, bei allem Respekt."

"'Bei allem Respekt', Brian? Das sagen die Leute, wenn sie in Wirklichkeit meinen 'du verdammter Idiot'." Rebus sah Holmes immer noch nicht an, doch er konnte spüren, wie der junge Mann rot wurde. Clarke blickte auf ihren Schoß.

"Jetzt hört mir mal zu", begann Rebus. "Dieser Typ schleppt sich mit einer fünf Zentimeter langen, klaffenden Wunde im Bauch ein paar hundert Meter über die Straße. Warum?" Keine Antwort. "Warum", fuhr Rebus fort, "geht er an einem Dutzend Läden vorbei und hält bei dem seines Cousins an?"

"Vielleicht wollte er zu einem Arzt, konnte aber nicht mehr weiter", schlug Clarke vor.

"Vielleicht", meinte Rebus wegwerfend. "Nur merkwürdig, dass er es bis in den Laden seines Cousins geschafft hat."

"Sie glauben, es hat was mit dem Cousin zu tun, Sir?"

"Jetzt will ich euch mal was anderes fragen." Rebus stand auf, ging einige Schritte auf und ab und bemerkte, wie Holmes und Clarke einen kurzen Blick tauschten. Das machte Rebus nachdenklich. Zunächst waren zwischen den beiden die Fetzen geflogen. Doch nun arbeiteten sie gut zusammen. Er hoffte nur, dass die Beziehung nicht darüber hinausging. "Ich möchte euch Folgendes fragen", sagte er. "Was wissen wir über das Opfer?"

"Nicht viel", antwortete Holmes.

"Er wohnt in Dalkeith", erklärte Clarke. "Arbeitet dort als Labortechniker im Krankenhaus. Verheiratet, ein Sohn." Sie zuckte die Schultern.

"Das ist alles?", fragte Rebus.

"Das ist alles, Sir."

"Genau",

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