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VERSUNKEN Thriller von Tardif, Cheryl Kaye (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.05.2017
  • Verlag: Luzifer Verlag
eBook (ePUB)
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VERSUNKEN

'VERSUNKEN liest sich wie ein herannahender Sturm, voller Dunkelheit, Schrecken und Elektrizität. Bereiten Sie sich auf eine Gänsehaut vor.' [Andrew Gross, New York Times Bestseller-Autor von 15 Seconds] 'Und wieder einmal hat Tardif ein spannendes Meisterstück abgeliefert.' [Scott Nicholson, internationaler Bestsellerautor von The Home] 'Mit Versunken nimmt Cheryl Kaye Tardif den Leser von der ersten Seite an gefangen: Es ist eine unwiderstehliche Geschichte der Qual und Erlösung.' [Rick Mofina, Bestsellerautor von Into the Dark] 'Cheryl Kaye Tardifs neuestes Buch Versunken wird Sie ebenso wenig loslassen wie die Figuren darin.' [Joshua Corin, Bestsellerautor von Before Cain Strikes] Inhalt: Zwei Fremde, zwei Schicksale, eine Angst. Kummer und Verlust sind Marcus Taylors tägliche Begleiter geworden. Erst verlor er durch einen tragischen Autounfall seine Frau und seinen Sohn, wenig später durch Depressionen und Tablettensucht auch noch seine vielversprechende Karriere als Rettungssanitäter. Nun arbeitet er als Telefonist in der Notfallzentrale - für ihn der einzige Weg, etwas von seiner Schuld zurückzuzahlen. Bis er einen Anruf bekommt. Von einer Frau, die in ihrem Auto eingeschlossen ist ... Rebecca Kingston sehnt sich nach diesem Wochenendausflug, an dem sie in Ruhe über die drohende Scheidung von ihrem gewalttätigen Ehemann nachdenken will. Doch als sie ein mysteriöser Lastwagen von der Straße und in einen Fluß abdrängt, findet sie sich eingeklemmt hinter dem Lenkrad ihres Wagens wieder. Weder kann sie sich befreien, noch ihren beiden Kindern auf der Rückbank helfen. Ihr einziger Rettungsanker ist ihr Handy, dessen Batterie zur Neige geht, und die beruhigende Stimme eines Fremden, der ihr verspricht, dass alles gut werden wird ... Cheryl Kaye Tardif ist eine preisgekrönte internationale Bestsellerautorin aus Kanada. Zu ihren Romanen gehören Divine Sanctuary , Submerged, Divine Justice , Des Nebels Kinder, Wilder Fluss, Divine Intervention und Whale Song , von New York Times-Bestsellerautorin Luanne Rice gewürdigt als 'eine Geschichte über Liebe, Familie und die Geheimnisse des Herzens - ein großartiger, bewegender Roman.' Derzeit schreibt sie an ihrem nächsten Thriller. Cheryl widmet sich auch dem Kurzgeschichten-Genre, inspiriert von ihrem Lieblingsautor und Vorbild Stephen King. Aus ihrer Feder stammen die Kurzgeschichte Dream House , die Kurzgeschichtensammlung Skeletons in the Closet & Other Creepy Stories und Remote Control , ein eBook-Kurzroman. Im Jahr 2010 wagte Cheryl unter dem Pseudonym Cherish D'Angelo einen schriftstellerischen Abstecher ins Romantik-Genre und debütierte mit ihrer zeitgenössischen Suspense-Romanze Lancelot's Lady . Auch ein Kinderbilderbuch, The Elfling Princess , hat Cheryl veröffentlicht. Booklist schwärmt: 'Tardif - in Kanada bereits ein großer Erfolg ... und ein Name, mit dem südlich der Grenze gerechnet werden muss.'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 332
    Erscheinungsdatum: 15.05.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958351479
    Verlag: Luzifer Verlag
    Originaltitel: Submerged
    Größe: 1598 kBytes
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VERSUNKEN

Kapitel 1

Edson, Alberta - Donnerstag, 13. Juni 2013 - 10:15 Uhr

Marcus Taylor saß auf dem abgenutzten Teppich im Wohnzimmer vor dem offenen Kamin und strich sich mit einer 9-mm-Browning, einer Militärpistole, über das Bein. Das Magazin mit den dreizehn Patronen hielt er in der anderen Hand. Kurz überlegte er, die Waffe zu laden - und sie dann abzufeuern.

"Aber wer würde dich dann füttern?", fragte er seine Gefährtin.

Arizona, eine fünf Jahre alte Irish Setter Hündin, sah ihn fragend an, dann rollte sie sich auf der Couch zusammen und schlief wieder ein. Er hatte sie ungefähr ein Jahr nach Ryans und Janes Tod aus dem Tierheim gerettet. Es war im Haus so verdammt still gewesen. So leblos.

"Toll zu wissen, dass du auch eine Meinung dazu hast."

Marcus legte die Pistole und das Magazin auf den Boden, nahm ein Fotoalbum auf den Schoß und atmete tief ein.
Das Fotoalbum vom Tod. Nur drei Mal pro Jahr kam das Album ans Licht. Die anderen dreihundertzweiundsechzig Tage lang lag es in dem kleinen Stahlspind versteckt, den er als Beistelltisch benutzte.

Heute war Pauls sechsundvierzigster Geburtstag. Oder besser gesagt, er wäre es gewesen - denn Paul war tot.

Wieder holte Marcus tief Luft. Er tastete nach dem Kettchen, das wie ein Lesezeichen eine bestimmte Seite markierte, und schlug dann das Album auf. "Hey, Bro."

Auf dem Foto stand Corporal Paul Taylor neben einer verlassenen Straße am Rande einer nichtssagenden afghanischen Stadt. Er hielt ein Scharfschützengewehr vor der Brust und hatte die Browning in der anderen Hand. Bereits am selben Tag war er umgekommen. Eine Landmine neben der Straße hatte ihm die Glieder abgerissen. Die selbst gemachte Bombe hatte unter zwanzig Zentimeter Schotter und Dreck gelegen, bis Paul, der gerade durch ein weinendes Kind abgelenkt gewesen war, unwissentlich darauf getreten war.

Eine dumme Unachtsamkeit konnte dort schnell den Tod bringen und einen Sohn von seinen Eltern und einen Bruder von seinem Bruder trennen. Aber Geschwister konnten auch durch Groll gegeneinander getrennt sein.

"Wenn ich dir nur sagen könnte, wie leid es mir tut", sagte Marcus. Er kämpfte mit den Tränen. "Wir haben so viel Zeit damit verschwendet, aufeinander sauer zu sein."

Als er noch klein gewesen war, hatte er immer die Spielzeugsoldaten seines älteren Bruders versteckt, um damit spielen zu können, wenn Paul in der Schule war. In der Highschool hatte Marcus sich nicht anmerken lassen, wie clever er war. Um als der coole kleine Bruder der Hockeylegende Paul Taylor durchgehen zu können, hatte er seine Intelligenz stets versteckt. Auch seine Eifersucht hatte Marcus gelernt zu verstecken.

Bis sein Bruder umkam.

Er starrte auf die verbogene Erkennungsmarke am Ende des Kettchens. Das war alles, was noch von seinem Bruder übrig geblieben war. Jetzt gab es nichts mehr, auf das er eifersüchtig sein konnte.

Er warf abermals einen Blick auf die Pistole. Na gut, die hatte er auch. Ein Erbstück von Paul. Einer der Freunde seines Bruders aus der Armee hatte sie ihm persönlich gebracht. "Dein Bruder hat gesagt, dass du sein Spielzeug jetzt haben kannst", hatte der Typ gesagt.

Paul hatte schon immer einen seltsamen Sinn für Humor gehabt.

Marcus wusste, dass seine Eltern heute auf ihrer Kreuzfahrt im Mittelmeer Paul zu Ehren miteinander anstoßen würden. Er tat es ihnen gleich. "Du fehlst mir, Bro."

Dann ließ er die Marke los und blätterte zu den nächsten Fotos weiter. Eine Brünette mit kurzem, welligen Haar und leuchtend grünen Augen lächelte ihn an.

Jane!

"Hallo, kleine Fee."

Er fuhr mit dem Finger über ihr Gesicht, erinnerte sich daran, wie ihr linker Mundwinkel immer leicht nach oben gezeigt und wie sie sentimentale Chickflicks geguckt hatte, bei denen sie gar nicht gemerkt hatte, wie ihr die Tränen über das Gesicht geronnen waren.

Marcus blät

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