text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Via Bologna Ein Toter in Hohenzollern von Stiefel, Gerd (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 07.03.2018
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (ePUB)
6,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Via Bologna

In einer kalten Winternacht im Januar 1843 wird am Edelberg bei Hermannsdorf eine Leiche gefunden. Ein Bauer vom dortigen Weiler ¯Kuche® war offenkundig auf brutale Weise erschlagen worden - der T"ter hinterlieá einen schrecklichen Tatort. Als Mordwerkzeug konnten die Gendarmen einen blutverschmierten Deichselnagel sicherstellen. Ein Tatverdacht ist rasch konstruiert und der vermeintliche T"ter auf der Flucht ... Gerd Stiefel wurde 1959 in Albstadt-Ebingen geboren und lebt seit vielen Jahren am Bodensee. Schon in seiner Kindheit und Jugend war das Lesen und spannende Romane ein Muss. Nach dem Abitur erlernte er den Beruf des Polizeibeamten, den er bis heute aus bt. Stiefel stieg vom Polizeiwachtmeister bis zum Leitenden Kriminaldirektor auf. Seine wesentlichen beruflichen Stationen waren Stuttgart, Waiblingen, Konstanz, Skopje und Sigmaringen. Dem ersten Roman des Autors ¯Stiefels Stein® folgt nun ¯Via Bologna - Ein Toter in Hohenzollern®. Ein historischer Kriminalroman mit Familienbezug, f r den sich Stiefel auf eine lange Reise einlieá.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 348
    Erscheinungsdatum: 07.03.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783839256022
    Verlag: Gmeiner-Verlag
Weiterlesen weniger lesen

Via Bologna

Die Ermittlungen

Die Gendarmen waren schon früh aufgestanden und hatten sich in der Gaststube zusammengesetzt.

Brigadier Fritz führte die bisherigen Ergebnisse zusammen und erteilte Order, wie der 2. Februar strukturiert werden sollte. "Was haben wir, Männer? Wir haben einen erschlagenen alten Bauern. Wir haben einen Deichselnagel, der aus dem Fuhrwerk stammt, wir haben Blut und wir haben ein paar Fußspuren im Wald und bei der Leiche festgestellt, die nicht von den schaulustigen Hermannsdorfern stammten. Demnach waren zwei Menschen dort an und um die Leiche. Einer mit großen und einer mit kleinen Füßen. Viel ist das nicht. Aber ein Anfang", führte Fritz aus. "Wir müssen als Erstes die Gäste befragen, die den Stiefel zuletzt gesehen haben. Damit fangen wir an. Vielleicht finden wir etwas Ungewöhnliches oder ein Motiv. Ein Raubmord liegt nicht vor. Dem Stiefel wurde der Geldbeutel nicht entwendet."

Der Waldhornwirt Bechthold konnte bei der Erstellung der Liste der Gäste, die am Dienstagabend bei ihm eingekehrt waren, helfen. Die Liste war schnell geschrieben und die rund 20 Namen rasch notiert.

Nachdem die Liste fertig war, wandte sich der Bechthold an den Korporal und wollte ihm seine Feststellungen nicht vorenthalten. "Also der Stiefel war so gegen 6.00 Uhr abends eingekehrt und setzte sich zu den anderen Bauern an den Stammtisch. Er bestellte Essen und Trinken und erzählte, dass er ein Stück Vieh auf dem Hechinger Markt verkauft hatte. Am Nebentisch saßen ein paar Knechte, und einer von ihnen hat immer wieder gegen den Stiefel gestichelt", berichtete der Wirt dem Korporal, was den Brigadier, der das Gespräch mitbekommen hatte, aufmerksam machte.

"Wie heißt denn der Knecht, von dem Sie gerade erzählt haben?", fragte der Brigadier Fritz nach.

"Der Egle, der Jakob Egle, und der ist Knecht beim Strobel auf dem Fürstlichen Domänenhof", antwortete der Bechthold und war sich sicher, dass er den Gendarmen das erzählen sollte. Der Jakob war ein Tunichtgut, und wer weiß, was er getrieben hatte, nachdem er die Wirtschaft verlassen hatte.

"Was meinen Sie denn mit sticheln, Herr Wirt?", fragte Fritz nach. "Na ja, der Egle hieß den Stiefel einen Seckel, der Stiefel gab ganz schön zurück, und bevor es zu einer Schlägerei zwischen den beiden kam, war der Strobel dazwischen gegangen und hatte seinen Knecht zurückgepfiffen, und der ist dann wutschnaubend verschwunden und das, ohne zu bezahlen", war dem Wirt auf jeden Fall auch noch wichtig.

"Gut, dann fangen wir mit dem Strobel an. Sie beide machen den Egle ausfindig und befragen ihn ausführlich zu dem Streit mit dem Stiefel, und Sie, Korporal", und damit wandte sich der Brigadier dem noch ohne Auftrag verbliebenen Korporal in der Runde zu, "reiten zu den Stiefels raus und sagen ihnen, dass sie den Toten beerdigen können. Danach reiten Sie weiter nach Hechingen und informieren den Sergeanten Wiest, dass wir hier einen Mord untersuchen, und dass die Untersuchungen noch etwas Zeit in Anspruch nehmen."

"Was glaubst du, passiert denn jetzt?", fragte die Eva-Maria die Lisbeth, die immer noch neben ihr saß und molk.

"Ich denke, die Gendarmen werden Fragen stellen an unsere Herrschaft und vielleicht auch an einige von uns. Aber ich weiß es nicht. Auf jeden Fall schauen die Polizisten richtig gut aus, was meinst du?", entgegnete Lisbeth.

"Stolz sehen sie aus und schön sind sie in ihren Uniformen. So einen Mann sollte man haben. Das wäre schön", sagte die Eva-Maria und träumte vor sich hin.

Es war endlich mal was los in Hermannsdorf, in dem ihr Tagesablauf sonst nur von der Arbeit bestimmt war. Die Männer, die hinter ihr her waren, waren sonst der Bauer und die Knechte, aber jetzt hatte sie zum ersten Mal so vornehme Herren getroffen und sie hatte sich verliebt. Es wäre ja so schön, wäre da nicht das schlechte Gewissen, das sie plagte. Eigentlich sollte sie sich an den jungen Gendarmen wen

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen