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Vogelfrei Ein Fall für die Kalte Sofie von Gruber, Felicitas (eBook)

  • Verlag: Diana Verlag
eBook (ePUB)
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Vogelfrei

Eine Rechtsmedizinerin, wie sie nur in diesem Buche steht Der Herbst hält Einzug in München und bringt mit kräftigen Böen gleich drei Leichen auf Dr. Sofie Rosenhuths Seziertisch: Einen Selbstmörder, dessen Witwe erstaunlich wenig Trauer zeigt, eine Frau, in deren Brustkorb eine Glasfeile steckt, und einen Priester, der vom Turm der Mariahilfkirche in den Tod gestürzt ist. Die Rechtsmedizinerin glaubt, eine Verbindung zwischen den Fällen zu erkennen, doch ihr Ex, Hauptkommissar Joe, schaltet viel zu lang auf stur und ermittelt in eine ganz andere Richtung. Und da Joe sein Madl immer noch liebt, aber leider nur selten auf Sofie hört, muss sie am Schluss Kopf und Kragen riskieren, damit bei der Polizei was vorwärtsgeht ... Felicitas Gruber ist das Pseudonym der Autorinnen Brigitte Riebe und Gesine Hirsch. Brigitte Riebe ist promovierte Historikerin und begeistert seit vielen Jahren mit ihren historischen Romanen ihre zahlreichen Leserinnen und Leser. Gesine Hirsch ist Kunsthistorikerin und entwickelte die erfolgreiche Serie "Dahoam is Dahoam" für das Bayerische Fernsehen mit. Beide Autorinnen leben in München, wo auch ihre Krimireihe mit der sympathischen Rechtsmedizinerin Dr. Sofie Rosenhuth spielt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 304
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641132613
    Verlag: Diana Verlag
    Serie: Die Kalte Sofie 2
    Größe: 2207 kBytes
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Vogelfrei

2 Ganz nach Lehrbuch

2

Ganz nach Lehrbuch

S chütteres rötliches, da und dort bereits ergrautes Haar. Erste Anzeichen von Altersflecken an den Schläfen. Das Gesicht bläulich violett verfärbt, noch ungetrübte Hornhaut über den weit geöffneten Pupillen. Der Unterkiefer hing starr nach unten; aus dem rechten Mundwinkel zog sich eine ganz feine Speichel spur zum Kinn.

Was noch alles und nichts bedeuten konnte ...

Sofie schätzte den hageren Mann, dessen vollständig bekleidete Leiche vor ihnen auf dem Sektionstisch lag, auf Ende fünfzig.

Spöttisch sah Elke Falk von der Kladde in ihrer Hand auf.

"Sie liegen mal wieder völlig daneben, liebe Frau Rosenhuth. Der Bursche, ein gewisser Manfred Groedinger, ist gerade mal siebenundvierzig Jahre. Aber vielleicht haben Sie bei der äußeren Leichenschau ja mehr Glück. Bin schon gespannt auf Ihre Expertise. Unser geschätzter Herr Moosbichler ist im Moment allerdings leider unabkömmlich oben in der Tox. Wenn ich Sie also bitten dürfte?" Frau Falk verzog das Gesicht. "Sie wissen ja, mein Handgelenk ..."

Sofie seufzte und begann zunächst, den Körper des Mannes freizulegen. Gewissenhaft dokumentierte sie Kleidungsstück um Kleidungsstück, bevor sie es in einem Papiersack zur eventuellen späteren Untersuchung deponierte.

Von wegen Sehnenscheidenentzündung.

Die Falk – oder Frau Doktor Iglu, wie Sofie ihre frostige Kollegin im Stillen nannte – drückte sich doch nur zu gern vor jeder Art von körperlicher Betätigung.

Zumindest vor fast jeder.

Und blieb dennoch rank und schlank, im Gegensatz zu Sofie, die trotz intensiver Joggingeinheiten und eisernem Diät programm seit ihrer Rückkehr aus Berlin sage und schreibe fünf Kilo zugenommen hatte, zwei davon allein während ihrer Italientour mit Joe. Was sich leider auch an ihrem flaschengrünen Kittel bemerkbar machte, der sich seit Neuestem empfindlich um Brust und Hüften spannte. Wenn das so weiterging, würde sie sich wieder in dieses sackähnliche Ding bequemen müssen, das sie nach ihrem Geburtstag im Frühjahr mit Wonne in den hintersten Winkel ihres Kabuffs verbannt hatte ...

Sag bloß, das wundert dich , mokierte sich ihre innere Stimme. Seit wann gelten Pizza und Spaghetti denn als Diät? Und wer hat sich erst vorhin gleich alle Cantuccini auf einmal reingeschoben? Na?

Sofie runzelte die Stirn.

Und wenn wir gerade schon dabei sind , fuhr die Stimme erbarmungslos fort, wann hast du denn das letzte Mal gesportelt, meine Liebe? Von guten Vorsätzen allein hat bekanntlich noch niemand abgenommen, wenn ich dich daran erinnern darf.

"Übrigens sehen Sie sehr erholt aus, Frau Kollegin", schaltete sich nun auch noch Frau Falk beiläufig ein. "Die Bräune steht Ihnen wirklich ausgezeichnet. Und dazu diese leichte Fülle, die Sie sich im Urlaub zugelegt haben ..."

Hatten sich heute etwa alle gegen sie verschworen?

Sofie lag bereits eine gesalzene Retourkutsche auf den Lippen – als sie stutzte.

Aus dem rot-weiß gewürfelten Hemd, das sie nun öffnete, ragte eine rotlederne, mit Strass besetzte Hundeleine, die um den Hals des Toten geschlungen war.

Angespannt entfernte Sofie die Leine und nahm die Halspartie in näheren Augenschein. Vorne, oberhalb des Kehlkop fes, sowie an beiden Seiten war deutlich eine horizon

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