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Volltreffer Ein Allgäu-Krimi von Seibold, Jürgen (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.02.2019
  • Verlag: Piper
eBook (ePUB)
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Volltreffer

Der alte Eigenbrötler Roth, tot in seinem Toilettenhäuschen! Kommissar Hansen von der Kripo Kempten traut seinen Augen nicht, als er den Leichnam sieht, durchbohrt vom Bolzen einer Armbrust. Auch Kriminalmeister Haffmeyer ist bestürzt, wenngleich er sich noch gut an Roths einstige kriminelle Machenschaften erinnert. Hat den alten Sonderling nun etwa seine Vergangenheit eingeholt? Oder war sein Tod nur ein Unfall - verursacht von ein paar Mittelalter-Fans, die mit ihren nachgebauten historischen Waffen durch die Wälder um Eisenberg streifen? Jürgen Seibold, geboren 1960 in Stuttgart, arbeitete als Redakteur und freier Journalist für Tageszeitungen, Zeitschriften und Radiostationen und veröffentlichte 1989 seine erste Musikerbiografie. Es folgten weitere Sachbücher mit einer Gesamtauflage von rund 1,2 Millionen Exemplaren. Außerdem schreibt er Theaterstücke, Thriller und seine erfolgreiche Allgäu-Krimi-Reihe um den Hauptkommissar Eike Hansen. Mit seiner Familie lebt Jürgen Seibold im Rems-Murr-Kreis.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 01.02.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492991445
    Verlag: Piper
    Serie: Allgäu Krimi .7
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Volltreffer

Freitag, 8. März

Hansen hatte schlecht geschlafen und wüst geträumt. In seinem letzten Albtraum, aus dem er gegen sechs Uhr morgens schweißgebadet aufgewacht war, hatte Kater Ignaz Mäuseteile auf sein Kopfkissen gestapelt. Resi hatte ihn dabei noch mit wütender Stimme angestachelt, und an der Wand des riesig wirkenden Schlafzimmers standen Schubert und einige andere Männer in dünnen Mänteln, schüttelten tadelnd ihre Köpfe, unternahmen aber nichts, um Hansen zu helfen. Entsprechend mürrisch war der Blick, mit dem er den Kater bedachte, als er ihm auf dem Weg zur Dusche im Flur begegnete.

Nachdem er sich abgetrocknet und angezogen hatte, schlurfte er in die Küche und startete die Kaffeemaschine. Beim ersten Röcheln des Automaten klingelte das Handy. Das Display zeigte eine ihm unbekannte Nummer an, und als er dranging, meldete sich Ina Schönberg, die Gärtnerin von Rupert Wank.

"Mein Chef hat gesagt, dass Sie wegen Herrn Roth mit mir sprechen möchten."

Sie klang hellwach, als sei sie schon seit Stunden auf den Beinen. Hansen musste erst einmal seine Stimme freiräuspern.

"Ah, schön, dass Sie sich gleich melden." Er sah auf die Uhr und schätzte ab, wie viel Zeit ihm zwischen Frühstück und der nächsten Soko-Besprechung bleiben würde, die für neun Uhr angesetzt war. "Ich überlege gerade, wann ich am besten zu Ihnen kommen kann. Im Moment ist es ..."

"Ich kann auch zu Ihnen kommen, Herr Hansen. Sind Sie schon in Kempten? Dann komme ich direkt im Kommissariat vorbei."

"Äh, nein ... ich ... ganz so früh fange ich eigentlich normalerweise nicht an."

"Und wo wohnen Sie? Ich kann auch zu Ihnen nach Hause kommen."

"Nein, ich ... wir ... wenn Sie nach Kempten kommen könnten, das wäre prima. Sagen wir ... in einer Stunde? Ich sage dann schon mal den Kollegen Bescheid. Sie finden zum Kommissariat?"

"Auf Ihrer Visitenkarte steht Hirnbeinstraße, Kempten. Das find ich dann schon."

"Gut."

"Okay, dann bis nachher. Tschüs, Herr Hansen."

Und schon hatte sie aufgelegt. Hansen schenkte sich Kaffee ein, nahm vorsichtig den ersten Schluck und rief Willy Haffmeyer an.

"Das passt, Chef, ich wollte eh grad los", sagte Willy. "Kannst du die Hanna mitbringen? Und ich schau, dass die Schwegelin uns einen guten Kaffee macht."

Der Duft des frisch aufgebrühten Getränks zog schon durch den Büroflur, als Hansen im Kommissariat eintraf, mit Hanna Fischer im Schlepptau. Haffmeyer empfing die beiden vor Hansens Büro, scheuchte sie hinein und schloss die Tür hinter sich.

"Koller ist Roths Vorleben auf die Spur gekommen", sagte Haffmeyer mit gedämpfter Stimme. "Ich hab grad wegen des Kaffees das Sekretariat betreten, als er die Schwegelin gefragt hat, wann denn die Vroni Schliers eintreffen werde, er habe ihr vor der Soko-Besprechung noch etwas Wichtiges mitzuteilen. Er war ganz aufgeregt, und im Hinausgehen meinte er noch zu mir, dass ich mich nachher ganz schön wundern würde, was mein 'alter Freund Roth' in Wirklichkeit für einer gewesen sei."

"Gut, Willy. Dann hat das Herumeiern in diesem Teil der Geschichte für uns ja endlich ein Ende. Und so, wie er dir diese Andeutung unter die Nase gerieben hat, scheint er keine Ahnung davon zu haben, dass du längst davon weißt."

"Das schon, aber ich hab mich mächtig beherrschen müssen, ihm nicht ordentlich rauszugeben. Der Koller nervt mich mit seiner überheblichen Art ganz gewaltig."

"Das musst du leider aushalten, Willy. Sag einfach nichts dazu und lass ihn reden."

"Ich werd mir Mühe geben."

"Und ich frage Koller rundheraus, was er so Spannendes zu berichten hat - schließlich muss mich das ja schon deshalb interessieren, weil seine Infos eventuell für mein Gespräch mit Frau Schönberg wichtig sein könnten."

Hansen traf Koller in dessen Büro an, aber er war gerade auf dem Sprung, weil die Kripochefin eingetroffen war.

"Am besten kommen Sie gleich mit,

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