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Was sie nicht weiß Thriller von Vlugt, Simone van der (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.10.2013
  • Verlag: Diana Verlag
eBook (ePUB)
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Was sie nicht weiß

Sie ist unschuldig wie ein Kind und böse wie der Teufel An einem Seeufer bei Alkmaar wird die grausam zugerichtete Leiche eines jungen Mannes gefunden. Davids Tod: ein Racheakt. Welches Detail ihrer gemeinsamen Jugend mit dem Opfer will die Malerin Maaike um jeden Preis verheimlichen? Ein Hinweis führt zu einer gewissen Tamara. Von einer Frau dieses Namens aber fehlt jede Spur - und dennoch ist sie immer da ... Bei den Ermittlungen im Mordfall David Hoogland tappt Lois Elzinga von der Kriminalpolizei in Alkmaar zunächst im Dunkeln. Diese grausame Tat wurde allem Anschein nach von einer Frau begangen, doch das Leben des Grundschullehrers ist vollkommen unauffällig. Die Künstlerin Maaike Schoolten, deren Ausstellungsprospekt bei der Leiche gefunden wurde, streitet ab, David gekannt zu haben. Der Hinweis auf eine Fotografin namens Tamara führt ins Leere, denn diese ist unauffindbar. Irgendetwas muss Lois übersehen haben. Sie ist nervös, private Probleme lenken sie ab. Ihre große Liebe ist gerade zerbrochen und Fred, ihr langjähriger Partner bei der Polizei, geht demnächst in Pension. Doch Lois bleibt hartnäckig, und bald schon findet sie heraus, dass David Täter war, lange bevor er ein Opfer wurde. Was sie nicht weiß, ist, welch doppeltes Spiel Maaike und Tamara mit ihr treiben ... Simone van der Vlugt, geboren 1966, eroberte mit ihrem ersten Psychothriller 'Klassentreffen' die internationalen Bestsellerlisten und ist seitdem aus dem Spannungsgenre nicht mehr wegzudenken. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Alkmaar in den Niederlanden.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 28.10.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641112721
    Verlag: Diana Verlag
    Serie: Lois Elzinga 1
    Originaltitel: Aan niemand vertellen
    Größe: 648 kBytes
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Was sie nicht weiß

1

Der Mann steht auf dem Dach des Wohnblocks, gefährlich nah am Rand. Von unten ist er im Nebel des Dezembermorgens kaum zu sehen. Er hätte unbemerkt springen können, wäre er nicht einer Passantin aufgefallen, die zufällig hochschaute und sofort die Polizei alarmierte.

"Ich glaube, er ist nicht allein", hatte die Frau gesagt. "Es sieht aus, als ob ein Kind neben ihm steht."

Die Meldung an sich hätte schon gereicht, um den gesam ten Polizeiapparat in Bewegung zu setzen, doch dass der Lebensmüde womöglich ein Kind bei sich hat, macht die Sache noch dringlicher.

Lois hört über Polizeifunk die Durchsage der Einsatzzentrale und wirft ihrem Kollegen Fred Klinkenberg auf dem Fahrersitz einen Blick zu: "Judith Leysterstraat, das ist doch ganz in der Nähe, oder?"

"Keine fünf Minuten von hier."

Eigentlich sind für solche Einsätze die Streifenpolizisten zuständig. Da es jetzt aber auf jede Sekunde ankommt, reißt Fred das Steuer herum und gibt Vollgas.

"11.18, hier 89.22. Fred und ich sind nicht weit von der Judith Leysterstraat entfernt und schon auf dem Weg. Ist eventuell jemand näher dran?"

"89.22, nein. Fahrt hin und seht zu, dass ihr die Situation unter Kontrolle bekommt. Ich schicke einen Verhandler."

"11.18, verstanden. Wir sind gleich da."

Kurz darauf erreichen sie die Judith Leysterstraat, wo neben einem Einkaufszentrum ein zwölf Etagen hoher Wohnblock aufragt.

Lois späht durchs Seitenfenster empor, erkennt aber wegen des Nebels nichts. "Wer das gemeldet hat, muss Adleraugen haben", sagt sie.

"Vielleicht steht er an der Rückseite." Fred steuert den Parkplatz neben dem Gebäude an.

Das Auto steht noch nicht ganz, da steigt Lois bereits aus und rennt zur offenen Tür, wo ein glatzköpfiger Mann um die fünfzig wartet.

"Ich bin Jan Fossen, der Hausmeister", stellt er sich vor. "Die Frau, die Sie benachrichtigt hat, hat mir Bescheid gesagt."

"Waren Sie schon oben? Wissen Sie, ob da wirklich jemand steht? Es ist sogar von zwei Personen die Rede." Lois drückt hektisch auf den Rufknopf am Aufzug und blickt sich nach Fred um, der gerade auf die Tür zueilt.

"Ja, ich hab nachgesehen. Die Dachluke ist aufgebrochen worden. Als ich rausgeguckt hab, waren da zwei Leute: ein Mann und ein Junge. Auf mein Rufen haben die nicht reagiert. Da bin ich wieder runter, um auf Sie zu warten."

Die Lifttür öffnet sich, und sie steigen zu dritt ein. Die Enge in der Kabine verursacht Lois Beklemmungen; sie atmet mehrmals tief durch.

"Sprich du mit dem Mann", sagt Fred auf dem Weg nach oben. "Du weißt ja, Reden ist nicht mein Ding. Und wir können nicht auf den Verhandler warten."

"Kein Problem, ich mach so was ja täglich." Lois verzieht das Gesicht, protestiert aber nicht weiter.

Mit seiner Erfahrung aus vierzig Dienstjahren ist Fred ein hervorragender Ermittler, aber Reden ist tatsächlich nicht sein größtes Talent. Vermutlich würde er sich dem Mann nervös hüstelnd nähern und keinen Anfang finden. Sie selbst weiß jetzt zwar auch noch nicht, was sie sagen soll, verlässt sich aber auf ihre Intuition.

"Wir sind da, von hier kommt man aufs Dach." Nachdem der Hausmeister aus dem Aufzug gestiegen ist, deutet er nach oben auf die offene Luke. Neben der Ausziehleiter liegt ein Hammer am Boden - das Werkzeug, mit dem das Schloss weggeschlagen wurde.

"Dann mal los." Fred setzt den Fuß auf die unterste Sprosse.

"Fahren Sie bitte wieder runter und warten Sie dort auf unsere Leute", bittet Lois den Hausmeister.

Er nickt und geht nach einem Blick auf Fred, der jetzt die Leiter hinaufsteigt, zurück in den Lift.

Kaum hat ihr stämmiger Kollege sich durch die Öffnung gezwängt, klettert Lois hinterher.

Dann sieht sie den Mann und das Kind

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