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Way Down on the High Lonely Neal Careys dritter Fall von Winslow, Don (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.02.2016
  • Verlag: Suhrkamp
eBook (ePUB)
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Way Down on the High Lonely

Drei Jahre sind seit Neal Careys letztem Fall vergangen. Drei Jahre innerer Einkehr in einem chinesischen Kloster. Doch dann steht plötzlich Joe Graham vor ihm, und mit der Ruhe ist es endgültig vorbei. Denn die "Bank" braucht Neal, um Cody McCall zu finden, den zweijährigen Sohn einer Hollywood-Produzentin. Cody wurde von seinem Vater entführt und in die Wildnis von Nevada verschleppt. Um den Kleinen zu finden, muss Neal nicht nur seine Cowboyqualitäten unter Beweis stellen, sondern sich auch noch in eine Gruppe von Neonazis einschleusen - während Codys Schicksal auf Messers Schneide steht ... Alle Titel der Neal-Carey-Serie: London Undercover (Neal Carey 1) China Girl (Neal Carey 2) Way Down on the High Lonely (Neal Carey 3 - angekündigt unter dem Titel Holy Nevada) A Long Walk Up the Water Slide (Neal Carey 4 - angekündigt unter dem Titel Lady Las Vegas) Palm Desert (Neal Carey 5) Don Winslow wurde 1953 in der Nacht zu Halloween in New York geboren. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in South Kingstown, Rhode Island, einer Kleinstadt am Atlantik. Sein Vater, der ihm Geschichten von seiner Zeit bei der Marine erzählte, beflügelte seine Fantasie und erweckte in ihm den Wunsch, eines Tages Schriftsteller zu werden. Schon früh kam Winslow mit den Themen und Figuren in Berührung, die später eine so prominente Rolle in seinen Büchern spielen sollten. Einige Mafiagrößen des Patriarca-Syndikats lebten in seiner Nachbarschaft, und seine eigene Großmutter arbeitete Ende der 60er für den berüchtigten Mafiaboss Carlos Marcello, den mutmaßlichen Drahtzieher des Kennedy-Attentats, der den späteren Autor mehrere Male zu sich einlud. Nach seinem Schulabschluss kehrte Don Winslow in seine Geburtsstadt New York zurück. Bevor er mit dem Schreiben begann, verdiente er sein Geld unter anderem als Kinobetreiber, als Fremdenführer auf afrikanischen Safaris und chinesischen Teerouten, als Unternehmensberater und immer wieder als Privatdetektiv. Auch als Schriftsteller ist Don Winslow unermüdlich. Jeden Morgen um fünf setzt er sich an den Schreibtisch. Mittags läuft er sieben Meilen, in Gedanken immer noch bei seinen Figuren, um dann am Nachmittag weiterzuarbeiten. Dabei schreibt er mindestens an zwei Büchern gleichzeitig. Schreibblockaden kennt er nicht, im Gegenteil: Winslow sagt von sich, dass er bislang nur fünf Tage durchgehalten habe, ohne zu schreiben. Es ist eine Sucht, die bis heute ein Werk hervorgebracht hat, dessen Qualität, Vielseitigkeit und Spannung Don Winslow zu einem der ganz Großen des zeitgenössischen Krimis machen. Don Winslow wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Krimi Preis (International) 2011 für Tage der Toten . Für die New York Times zählt Don Winslow zu einem der ganz Großen amerikanischen Krimi-Autoren.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 346
    Erscheinungsdatum: 08.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783518740040
    Verlag: Suhrkamp
    Serie: Neal Carey Bd.3
    Originaltitel: Way Down The High Lonely
    Größe: 1427 kBytes
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Way Down on the High Lonely

3

Neal parkte an der Hauptstraße von Virginia City, Nevada. Den Wagen, einen Chevrolet Nova Baujahr 1967 hatte er bei einem Gebrauchtwagenhändler in Santa Monica für dreihundert Dollar gekauft und vermutlich noch zu viel dafür bezahlt. Irgendwann in seinem harten Leben mochte er mal silberfarben gewesen sein, jetzt war er stumpfgrau mit Rostflecken. Der Türgriff innen auf der Fahrerseite war gleich beim ersten Mal abgefallen, als er ihn benutzen wollte, und jetzt schloss er die Tür, indem er zwei Finger in die Löcher der Verkleidung steckte und so fest wie möglich zog. Die Polster waren zerschlissen, man konnte die Fahrbahn durch die kleinen Löcher im Bodenblech sehen, und die Klimaanlage war nicht mehr als eine Erinnerung aus ferner Vergangenheit. Bei sechzig Stundenkilometern bockte, keuchte und ruckelte der Wagen unkontrollierbar, und wenn man ihn ausmachte, schnaubte er noch gute acht Sekunden weiter. Aber das Radio funktionierte, der große Motor hatte keine Probleme, einen Berg hochzukommen, und bei hundertdreißig fiel die alte Karre in einen steten Gallopp, den sie den ganzen Tag durchhielt. Ein Auto zum Kilometer Runterreißen.

Und genau das hatte Neal getan, kaum dass er vom Parkplatz des Gebrauchtwagenhändlers gerollt war. Er war mit Graham und Levine in Virginia City verabredet. Sie würden nach Reno fliegen und den Rest der Strecke mit dem Auto fahren. Aber Neal bildete die Vorhut und musste die ganze Strecke fahren, weil er undercover unterwegs war. Hätte blöd ausgesehen, wenn ihn einer von Harleys Kumpels in Reno beim Aussteigen aus dem Flieger bemerkt hätte. Reno war eine kleine Stadt und Virginia City noch kleiner. Harley arbeitete in einer Bar namens The Lucky Dollar. Er war übermütig geworden und hatte seinem Arbeitgeber seine Sozialversicherungsnummer verraten, was ein echter Fehler ist, wenn man gesucht wird. Ganz besonders, wenn man von Ed Levine gesucht wird, dem so was nämlich nicht entgeht.

Eigentlich müsste es ganz einfach werden. Neal würde McCall finden, ein bisschen Identity-Church-Unsinn mit ihm reden, sich mit ihm anfreunden, nach Hause einladen lassen und ihn anschließend Joe Graham und Ed Levine in die offenen Arme treiben.

Sie wollten nach altbewährter Methode vorgehen: Zwei Fahrzeuge mit getönten Scheiben würden bereitstehen. In dem einen Wagen würde Ed mit einem angeheuerten Muskelmann sitzen, Harley im richtigen Moment schnappen, zum Einsteigen zwingen und eine lange Spazierfahrt übers Land unternehmen, während Graham und Neal Cody mit dem anderen Wagen nach Kalifornien brachten.

Das Ganze war natürlich total illegal, im Prinzip handelte es sich um eine gewaltsame Entführung – im Fall von Harley wohlgemerkt –, und dazu kamen noch eine ganze Reihe anderer potenzieller Schwerverbrechen und Gesetzesverstöße. Aber außer Neal würden alle maskiert sein, die Fahrzeuge nicht zurückverfolgbar, und Neal, na ja, der hatte sowieso eine neue Identität und ein gefälschtes Autokennzeichen. Achtundvierzig Stunden nach Abschluss der Operation würde er wieder in New York City landen.

Und Anne Kelley würde ihr Kind zurückbekommen.

Zu seiner großen Verwunderung hatte Neal festgestellt, dass ihm das Fahren Spaß machte. Er war durch die Wüste im Osten geglitten, dann nördlich entlang der Sierras, anschließend über die Berge rüber nach Nevada, und ihm gefiel, wie das Steuer sich in seiner Hand anfühlte. Auch hatte er die Einsamkeit nachts gemocht, "Darkness at the edge of town" hatte ihm in den Ohren gedudelt. Es hatte ihm Spaß gemacht, an die Zapfsäulen heranzufahren, vollzutanken, Beef Jerkey, Tortilla Chips und Obstkuchen zu kaufen und alles unterwegs am Steuer zu

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