text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Weidfraus Tod Ein Gröbmingkrimi von Stradal, Michael (eBook)

  • Verlag: myMorawa
eBook (ePUB)
2,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Weidfraus Tod

Ist die Gröbminger Steuerberaterin und passionierte Jägerin Silvia Gattermann einem Raubmord zum Opfer gefallen? Kriminalkommissar Schrempf hat schon bald seine Zweifel und will der Version des Gatten, der erste Ehemann seiner Frau, ein Ägypter, hätte die Tat begangen, keinen rechten Glauben schenken. Auch erscheint ein Fichtendreispross, welcher der Toten offenbar als 'Bruch' in den Mund gesteckt wurde, als rätselhaft. Da deuten Ungereimtheiten im Jagdverein schon eher darauf hin, dass Frau Gattermann, die vor wenigen Tagen Schwarzgeschäfte des Jagdaufsehers aufdecken wollte, beseitigt wurde. Auch der Obmann des Jagdvereins und sein ihm ergebener Generalsekretär geraten ebenso in Verdacht wie der Ehegatte, dessen Freundin sich plötzlich in die Ermittlungen einmischt. Als der Jagdaufseher Selbstmord verübt und zwei Kinder das abhanden gekommene Mobiltelefon der Ermordeten finden, beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen, in welchen - bedingt durch Frau Gattermanns turbulente Vergangenheit - auch ihr Bruder im fernen Kärnten ins Zwielicht gerät. Doch Schrempf und seine kluge Assistentin Helga lassen sich nicht täuschen und setzen nach dem Begräbnis erfolgreich alles auf eine Karte. Wer hat der Toten einen Fichtendreispross in den Mund gesteckt? Ein Sadist? Der Ehemann? Ein Jäger? Ein Vereinsprüfer? Es bleibt bis zum Schluss rätselfhaft. Der mysteriöse Mord an einer Steuerberaterin im steirischen Gröbming wirft viele Fragen auf. Kommissar Schrempf kann sie bald beantworten. Michael Stradal wurde am 8. März 1942 in Wien geboren, besuchte das Gymnasium und die Handelsakademie in Krems/Donau und begann nach Beendigung des Militärdienstes das Betriebswirtschaftsstudium an der Hochschule für Welthandel und ein Orgelstudium am Konservatorium der Stadt Wien. 1967, nach der Graduierung zum Diplomkaufmann, begann er seine berufliche Tätigkeit in einer Steuerberatungskanzlei, wechselte später in mehrere Unternehmen der Privatindustrie, wo er in verschiedenen leitenden Positionen im Rechnungs- Prüfungs- und EDV-Wesen bis zu seiner Pensionierung erfolgreich tätig war. Seine Liebe zur Literatur wurde schon sehr früh durch seinen Onkel, den bekannten Schriftsteller Otto Stradal, geweckt und er verfasste ab den späten 80iger Jahren zunächst zahlreiche Kriminalroman ähnliche Musikernovellen. Daneben entstanden teils humorvolle, teils skurrile Kurzgeschichten, ehe sich ganz dem Kriminalroman verschrieb. 2016 wurde 'JEM - Tod am Altar' mit einem namhaften Preis in der Schweiz ausgezeichnet. Seine besondere Liebe gilt den 'Gänsehautgeschichten', welche weder dem Genre 'Grusel' noch 'Fantasie' oder 'Mystery' zuzurechnen sind und in denen er seiner überbordenden Fantasie gerne freien Lauf lässt. Michael Stradal war mehrere Jahre als Präsidiumsmitglied im Österreichischen Schriftstellerverband tätig, in PEN-Club Mitglied und gehört zahlreichen anderen Literaturvereinigungen an. Wenn er nicht gerade schreibt, liest oder musiziert, widmet er sich seiner Familie, dem Wandern, dem Tennisspiel und dem Haus in seiner Zweitheimat Gröbming/Stmk

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783990701454
    Verlag: myMorawa
    Größe: 1513 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Weidfraus Tod

Herr Gattermann kommt heim

Plötzlich war lautes Rufen und Lärm zu hören. Ich ging in den Vorraum und blickte hinaus, konnte aber nur ein heftiges Durcheinander vor dem Haus erkennen. Ein Polizist näherte sich einem dunklen Wagen, der vergeblich versuchte, zwischen den vielen Neugierigen durchzufahren, und deutete ihm gestikulierend, stehen zu bleiben.

Das Auto hielt an. Ein Mann sprang heraus.

"Das ist Herr Gattermann!", raunte mir Michael Spundt zu, der hinter mir nachgekommen war. "Mein Gott, der Ärmste!"

"Ich brauche jetzt das Büro Ihrer Frau, Herr Spundt. Bitte begeben Sie sich wieder ins Besprechungszimmer. Ich muss mit Herrn Gattermann alleine sprechen. Dem Manne steht ja Schlimmes bevor."

Damit lief ich auf die Straße, wo der Polizist eben noch versuchte, Herrn Gattermann klar zu machen, dass er nicht mitten auf der Fahrbahn stehen bleiben könne.

Ich hielt ihn am Arm zurück.

"Ist schon in Ordnung, Herr Inspektor", sagte ich. "Ich übernehme das!"

Arnold Gattermann, nicht dick, nicht dünn, nicht alt, aber auch nicht mehr jung, etwas nachlässig gekleidet, versuchte mich brüsk zur Seite zu schieben, als ich mich ihm in den Weg stellte. Er war sehr aufgeregt.

"Lassen Sie mich da gefälligst vorbei, Herr!", rief er. "Ich wohne hier. Im Haus ist eingebrochen worden. Ich muss zu meiner Frau!"

Ich stellte mich neuerlich in den Weg.

"Ich bin Kriminalkommissar Schrempf", sagte ich rasch und ergriff seinen Arm. "Ich begleite Sie ins Haus, muss Sie aber bitten, vorerst ins Büro zu kommen."

Er hatte sich energisch losgerissen und lief zum Haustor.

"Silli!", rief er. "Da bin ich! Wo bist du?"

Ich hatte ihn rasch eingeholt und verstellte den Hauseingang.

"Bitte beruhigen Sie sich, Herr Gattermann", versuchte ich ihn zu beschwichtigen, obwohl ich nur zu gut wusste, dass dies bei jemandem in Angst und Panik nur schwer möglich ist. "Kommen Sie bitte mit mir ins Büro."

Er starrte mich verständnislos an. Offenbar realisierte er erst jetzt, dass ich mich als Kriminalkommissar vorgestellt hatte.

"Wieso denn Kriminal?", fragte er erstaunt. "Was wollen eigentlich Sie hier? Bei uns ist eingebrochen worden. Lassen Sie mich gefälligst in mein Haus! Wo ist meine Frau? - Was macht die Feuerwehr hier? Und der Doktor Reischberger? Ist meine Frau gar verletzt worden?"

Er war völlig außer sich. Alles sprudelte aus ihm heraus, während er heftig ins Haus drängte und ich dabei trachtete, ihn ins Büro von Frau Spundt zu bugsieren.

"Bitte nehmen Sie vorläufig hier Platz", forderte ich ihn auf, als wir nach heftigem Geschiebe endlich drinnen waren.

Arnold Gattermann ließ sich nach einigem Widerstand mit verständnislosem Blick in einen Sessel fallen. Rasch zog ich einen zweiten heran und platzierte mich ihm gegenüber.

"Es tut mir aufrichtig leid", sagte ich mit ernster Miene, "Ihnen eine bedauerliche, ja leider eine sehr schlimme Mitteilung machen zu müssen!"

"Was ist passiert?", fragte er tonlos. "Ist meiner Frau etwas zugestoßen? So reden Sie doch!"

Ich nickte langsam. "Ja, Herr Gattermann. Sie müssen jetzt sehr stark sein. Es ist etwas sehr Schlimmes passiert. Ihre Frau ist tot."

"Nein!", schrie er auf. "Das gibt es doch nicht! Wieso denn - ich verstehe das nicht - ich bin angerufen worden, weil eingebrochen wurde - was ist denn passiert -"

"Es kommt leider noch schlimmer", setzte ich fort, ohne auf seinen Ausbruch zu achten. Was sein muss, musste jetzt sein. Anschließend natürlich alles Verständnis und viel Geduld, bis er den ersten Schock einigermaßen überwunden hat.

"Ihre Gattin ist allem Anschein nach einem Raubmord zum Opfer gefallen. Wahrscheinlich in der Nacht von gestern auf heute." So, jetzt war es gesagt.

Gattermann richtete sich auf und starrte mich fassungslos an.

"Was sagen Sie? Raubmord? Das ist nicht wahr!!! Silli! Oh Gott!!" Sein Ausbr

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen