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Weihnachtsgans und Krippenmord Ein kurzer Bayern-Krimi von Müller, Jessica (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.10.2018
  • Verlag: beTHRILLED
eBook (ePUB)
2,99 €
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Weihnachtsgans und Krippenmord

Glühwein, Plätzchen und ein Mord: Es weihnachtet sehr in Krindelsdorf. Ein knackig-kurzer Krimi für mordsbesinnliches Lesevergnügen zwischen Weihnachtsmarkt und Adventskaffee. Inklusive Rezepten für Jessica Müllers Lieblingsplätzchen und Tante Isobels speziellen Weihnachtsdrink! Der Lehrer Anton Bierbichler taucht nicht zur Probe des Krippenspiels der Krindelsdorfer Grundschule auf. Man findet ihn an eine Futterkrippe gefesselt - erfroren. Und das kurz vor dem Fest der Liebe! Wo Hirschberg doch schon froh ist, wenn sich Totschlag in der eigenen Verwandtschaft vermeiden lässt. Und während der Schnee leise rieselt, fragt sich der Hauptkommissar: Was ist das Motiv für diesen eiskalten Mord? Spannend, bayrisch, festlich: Ein weihnachtlicher Fall für Hauptkommissar Hirschberg. Dieses eBook hat eine Länge von ca. 100 Buchseiten. Der abgeschlossene Fall ist zwischen den Romanen 'Eisenhut und Apfelstrudel' und 'Leberkäs und Hackebeil' angesiedelt. eBooks von beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung.

Jessica Müller, geboren 1976 in München, verbrachte ihre Kindheit im Dachauer Land, wo auch der fiktive Ort Krindelsdorf liegt. Nach einem abgeschlossenen Übersetzerstudium folgten Auslandsaufenthalte in England und Irland. Derzeit lebt sie in Bonn und studiert Geschichte an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 112
    Erscheinungsdatum: 09.10.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732564767
    Verlag: beTHRILLED
    Serie: Hauptkommissar Hirschberg SONDERBD
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Weihnachtsgans und Krippenmord

1.

»Christoph!« Pfarrer Schmalzengrubers Stimme hallte inquisitorisch durch die Aula der Grundschule. »Würde sich so ein demütiger Hirtenjunge benehmen? Ein einfacher Schafhirte, der zum ersten Mal das strahlende Antlitz des neugeborenen Herrn erblickt?« Er deutete einen anklagenden Finger auf die halbvolle Plastikflasche Limonade, die der Junge, begleitet von lautem Gelächter, als Fußball missbrauchte und durch den Flur kickte. »Heb gefälligst die Flasche auf! Wir müssen jetzt mit der Probe anfangen. Ihr wisst ja«, der Pfarrer wandte sich mit erhobenem Zeigefinger an die Kinder, »dass ihr schon in gut zwei Wochen am Heiligen Abend in der Marktkirche das Krippenspiel aufführen werdet! Und auch der Herr, der seine gerechten Augen und Ohren überall hat, wird euch aufmerksam zusehen!«

»Sieht er uns auch zu, wenn wir auf dem Klo sitzen und in der Nase bohren?« Ein breit grinsender Junge, dessen Gesicht mit Sommersprossen übersät war, kicherte und blickte Schmalzengruber mit aufmüpfig blitzenden Augen an. »Mein Bruder sagt immer ...«

»Ich weiß, was dein Bruder immer sagt, Franjo!«, rief Pfarrer Schmalzengruber und stemmte die Hände in die Hüften. Wenn der Junge sich seiner Rolle des Josef doch endlich als würdig erweisen würde! »Ich kenne diese verirrte Seele schließlich schon seit dem Tag ihrer Taufe! Und wie du sicher weißt, sehe ich ihn derzeit auch regelmäßig zur Firmvorbereitung. Bleibt nur zu hoffen, der Heilige Geist möge erfolgreich in ihn fahren und den Samen der Rechtschaffenheit in seinem Inneren pflanzen und zum Sprießen bringen!«

»Was bedeutet das?« Ein dunkelhaariges Mädchen blickte den Geistlichen aus ihren fast schwarzen Augen verständnislos an. »Was heißt Rechtschaffenheit? Und wie kann man denn einen Samen in jemanden pflanzen?«

»Mein Bruder sagt, Leonie, ...«, hob Franjo mit schallendem Gelächter an.

»Franjo! Wage es nicht!« Ungesunde rote Farbe schoss in Schmalzengrubers Wangen. »Wenn du so weitermachst, muss ich dich vom Krippenspiel ausschließen! Ich werde dein gottloses Gefasel in dieser besinnlichen Zeit nicht dulden!«

»Kann ich dann gehen?« Der Junge strahlte ihn hoffnungsvoll an. »Es schneit draußen! Meine Freunde und ich wollen Schlitten fahren und eine Schneeballschlacht machen, und dann ...«

»Du gehst jetzt sofort in den Probenraum!« Schmalzengrubers Stimme klang unerbittlich. Auf die Schnelle würde er keinen Ersatz für den Josef finden, schoss es ihm erzürnt durch den Kopf. Aber er würde schon dafür sorgen, dass Franjo sich benahm! »Herr Bierbichler wartet sicher schon händeringend auf uns.«

»Da wäre ich mir nicht so sicher.« Annemarie Haller, die Konrektorin der Grundschule, kam mit klackenden Absätzen die Treppe hinunter in die Aula. Trotz des warmen Wollpullovers schien sie zu frösteln, instinktiv verschränkte sie die Arme vor der Brust. Sie blickte den Pfarrer mit einem besorgten Ausdruck in ihren blauen Augen stirnrunzelnd an.

»Wie meinen Sie das, Frau Haller?« Schmalzengruber klang ungeduldig. »Wir sind bereits spät dran, und ...«

»Kinder, seid bitte so lieb, und geht schon einmal hinunter in den Probenraum.« Die Konrektorin lächelte. »Ich muss rasch etwas mit Pfarrer Schmalzengruber besprechen. Ihr könnt euch derweil schon einmal vorbereiten. Der Heilige Abend ist ja schon bald. Und ihr wollt doch, dass das Krippenspiel ein Erfolg wird, oder?« Annemarie Haller zwinkerte den Kindern zu. »Leonie, ich habe übrigens gehört, dass du als Maria richtig gut bist«, fügte sie an das dunkelhaarige Mädchen gewandt hinzu. »Deine Eltern sind bestimmt sehr stolz auf dich!«

»Mama hat gesagt, dass Jonas von einem hellen Stern aus zusehen wird, wenn wir das Krippenspiel aufführen.« Leonie blickte die Konrektorin hoffnungsvoll an.

»Das tut er ganz bestimmt!«, nickte Annemarie Haller und strich ihr rasch über die Wange. »Und jetzt los! Pfarrer Schmalzengruber ist gleich bei euch!«

»Würden Sie mich bitte

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