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Weihnachtspaket Schmöe von Schmöe, Friederike (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.12.2014
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (ePUB)
19,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Weihnachtspaket Schmöe

Weihnachten ist die Zeit der Besinnung, der Stille und der Dankbarkeit. Dass es an diesen Festtagen auch ganz und gar nicht besinnlich zugehen kann, zeigt Friederike Schmöe eindrucksvoll in ihren vier Weihnachtskrimis. Ein frostiger Schauer ist garantiert, wenn die Topseller-Autorin eiskalte Verbrechen unter festlich geschmückten Weihnachtsbäumen beschreibt. Das Paket zum Sonderpreis enthält: Süßer der Punsch nie tötet Lasst uns froh und grausig sein Still und starr ruht der Tod Schaurige Weihnacht überall Geboren und aufgewachsen in Coburg, wurde Friederike Schmöe früh zur Büchernärrin - eine Leidenschaft, der die Universitätsdozentin heute beruflich frönt. In ihrer Schreibwerkstatt in der Weltkulturerbestadt Bamberg verfasst sie seit 2000 Kriminalromane und Kurzgeschichten; sie gibt Kreativitätskurse für Kinder und Erwachsene und veranstaltet Literaturevents, auf denen sie in Begleitung von Musikern aus ihren Werken liest. Ihr literarisches Universum umfasst u.a. die Krimireihe um die Bamberger Privatdetektivin Katinka Palfy und eine Krimiserie mit der Münchner Ghostwriterin Kea Laverde als Hauptfigur. Der 2009 erschienene erste Band wurde von Brigitte unter den "besten Taschenbüchern für den Urlaub" empfohlen. www.friederikeschmoee.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 751
    Erscheinungsdatum: 01.12.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783734992728
    Verlag: Gmeiner-Verlag
    Größe: 1734 kBytes
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Weihnachtspaket Schmöe

24. Dezember

Kurz nach halb neun stand Katinka in der Küche von Lengfurters Wohnung, die Caro Terento seit einigen Wochen mit ihm teilte, und sackte sämtliche Gewürze ein, die sie finden konnte.

"Danke, Frau Palfy", sagte Lengfurter an der Tür. "Caro und ich vertrauen auf Sie."

"Fröhliche Feste!", rief Katinka durch das Treppenhaus, während sie zwei Stufen auf einmal nahm.

Es schneite nicht mehr. Die Matschreste in den Rinnsteinen nahmen stündlich ab. In Kürze würden nur noch Splithäufchen übrig bleiben.

Der Besuch bei Lengfurter war einfach gewesen. Das Schwierigste stand ihr noch bevor.

Als sie Hardos Büro betrat, hörte sie Hardo schimpfen. "Vergesst Kraut!", tobte er. Das klang ziemlich ulkig, weil er am Morgen mit einer Erkältung aufgestanden war und nach jeder dritten Silbe zu husten begann.

"Elmar Kraut hat gestanden, die Gondel nach Haßfurt transportiert und Maria gegen die Sexpuppe ausgetauscht zu haben", erklärte Sabine, während Katinka verdutzt von einem zum anderen schaute.

"Ja, es gibt Leute, die arbeiten, während die Freiberufler in den Betten liegen." Hardo warf eine Familienpackung Tempos auf seinen Schreibtisch. "Der 'Stamm der Franken' hat offensichtlich nicht nur Schnarchnasen an Bord. Die Vereinsmitglieder haben selbst recherchiert und herausgefunden, dass ihr Vorsitzender diese Delikte zu verantworten hat."

"Ach was, Delikte", murmelte Katinka. "Das waren blöde Scherze, nichts weiter."

"Zustimmen kann ich dir höchstens im Vergleich zu den Giftmorden. Kerschensteinerin, rufen Sie im Labor an. Die sollen sich sputen."

"Falls heute Vormittag dort überhaupt noch einer rumhängt."

"Stopp!" Katinka hob die Hand mit Caros Gewürzen. "Hier sind weitere Proben. Von der Terento. Sie bestellt in Österreich. Die Mischungen werden im Stanitzel geliefert. Nicht in Zellophantüten wie Gefells!"

Zornig riss Hardo den Hörer von der Gabel und tippte die Labornummer. "Was ist los! Kriegt ihr heute noch den Hintern hoch? Was ist mit unseren Proben? Es geht um Leben und Tod. Fingerhut, Mutterkorn, Nikotin. Oder etwas anderes. Verdammt, dann stopfen Sie Ihrer Schwiegermutter eben eine Stunde später das Maul mit der Weihnachtsgans. Ich schicke Nachschub." Hardo hängte ein und ging mit Caros Gewürzen auf den Gang, wo er einen Kollegen bat, die Tüten sofort zum Labor zu bringen.

"Gefells Zellophanverpackungen sind identisch mit denen, die wir an den Tatorten sichergestellt haben", berichtete Sabine. "Das kann aber auch Zufall sein. Und wenn wir die Bevölkerung jetzt aufrufen, bei Gefell gekaufte Gewürze nicht zu verwenden, warnen wir den Küchenchef und riskieren, dass er sich aus dem Staub macht."

"So leicht ist das nicht. Der Staatsanwalt ist auf unserer Seite", begann Hardo und flüchtete sich in einen Hustenanfall.

"Abhauen kann man flotter, als die Polizei denkt", gab Katinka ihren Senf dazu. "Aber ich schätze mal, er hat ohnehin nur bestimmten Leuten seine 'Spezialpräparate' untergejubelt: denen, die ihm fahrlässigerweise gesagt haben, dass sie bei Caro einen Kochkurs belegt haben. Karl Spree, das vierte Opfer, hatte das Pech, sein Gewürz nicht während des Kurses, sondern Tage später zu Hause in sein Essen zu rühren."

"Ich habe den Verdacht, dass du parteiisch geworden bist." Hardo trommelte mit den Fingern auf einen Stapel Akten.

"Caros Lebensgefährte hat mich engagiert."

"Prächtig!" Hardo explodierte, wurde aber von einem weiteren Hustenausbruch daran gehindert, verbal auf Katinka loszugehen.

Toll, dachte Katinka. Weihnachten eskaliert einfach immer.

Warnend hob Sabine die Hand. "Nur kein Streit. Im Ernst, Chef: Wir haben alle Spuren ausgetrocknet. Bis auf eine. Diese eine heißt Claudius Gefell."

"Denken Sie nach, Kerschensteinerin!" Hardo krächzte wie ein angeschossener Rabe. "Die Lady von Stars & Kitchen haben wir noch auf der Liste."

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