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Wer die Toten weckt: Marjory Fleming ermittelt - Band 1 Kriminalroman von Templeton, Aline (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.07.2020
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)

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Wer die Toten weckt: Marjory Fleming ermittelt - Band 1

Wenn eine Idylle ein düsteres Geheimnis hütet: Der fesselnde Kriminalroman »Wer die Toten weckt« von Aline Templeton jetzt als eBook bei dotbooks. Sie läuft um ihr Leben, doch es gibt kein Entkommen ... 15 Jahre später: Ein kleines Dorf im schottischen Galloway wird durch einen grausigen Fund erschüttert. Bei Grabungsarbeiten auf einer Viehweide wird die Leiche der jungen Diana Harvey gefunden, die vor Jahren spurlos verschwand. Als DI Marjory Fleming die Ermittlungen übernimmt, stößt sie in der Idylle der schottischen Lowlands auf eine Mauer des Schweigens. Gemeinsam mit Laura Harvey, die ihrer toten Schwester zum Verwechseln ähnlich sieht, versucht DI Fleming, das Geheimnis um den Mord zu lösen - doch die beiden Frauen merken nicht, wie sie mit jedem Schritt Richtung Wahrheit immer mehr in die Fänge des Mörders stolpern ... »Aline Templeton ist die Krimi-Königin von Schottland!« Bestsellerautorin Val McDermid Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der düstere Kriminalroman »Wer die Toten weckt« von Aline Templeton - der erste Fall für Marjory Fleming. Die Romane der Serie können unabhängig voneinander gelesen werden. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Aline Templeton wurde in einem Fischerdorf an der schottischen Ostküste geboren. Sie studierte in Cambridge Literaturwissenschaft und arbeitete später in der Erwachsenenbildung und beim Rundfunk. Ihre Kriminalromane wurden in mehrere Sprachen übersetzt. Aline Templeton lebt mit ihrer Familie in Edinburgh. Von Aline Templeton erschienen bei dotbooks die beiden Marjory-Fleming-Kriminalromane »Wer die Toten weckt« und »Wo der Tod lauert«

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 380
    Erscheinungsdatum: 01.07.2020
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961488698
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 1991 kBytes
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Wer die Toten weckt: Marjory Fleming ermittelt - Band 1

Kapitel 2

»Oh, meine Liebe, sie wird mir so schrecklich fehlen! Sie hat sich immer die Zeit genommen, um zuzuhören ...«

»Ich weiß nicht, wo der Chor jetzt eine solche Pianistin finden will!«

»Gab es jemals eine bessere Nachbarin?«

Die Damen mit ihren weichen, rosigen, zerknitterten Gesichtern und den pastellfarbenen Tweedkostümen drängten sich wie ein Schwarm summender Bienen um sie. Laura, die viel zu dünn wirkte in ihrem schwarzen Wollkleid, lächelte unermüdlich und drückte die runzeligen, gichtigen Hände. Sie tätschelten sie bekümmert, stellten schließlich ihre Sherrygläser vorsichtig auf die Untersetzer, die die polierte Tischplatte schonen sollten, und verschwanden nach und nach. Noch während sie im grauen Nieselregen den Weg entlanggingen, murmelten sie einander ihre sanften Klagen zu.

Die Frau, die als einzige noch blieb, hatte schärfere Gesichtszüge; ihre lange Nase bebte leicht beim Sprechen, und ihre Augen hinter der goldgeränderten Brille blickten aufmerksam und neugierig. Sie wies auf ein Foto, das auf dem Flügel stand, den Schnappschuß einer lachenden jungen Frau, die im Profil mit ihrer Stupsnase und dem blonden Haar Laura sehr ähnlich sah.

»Es ist so schade, daß deine Schwester nie zurückgekommen ist - na ja, deine Halbschwester, sollte ich wohl besser sagen, aber das ist ja sowieso gleich, oder?« Man konnte ihr Zahnfleisch sehen, wenn sie lächelte.

»Ja«, sagte Laura.

»Es hätte der armen Jane so viel bedeutet. Du hörst wahrscheinlich auch nie von ihr, oder?«

»Nein.« Laura spürte, wie die Frau jeden Millimeter ihres Gesichtes musterte. Die tiefen Ringe unter ihren graublauen Augen und die aufgequollenen Lider vom vielen Weinen entgingen ihr sicher nicht. Entschlossen streckte sie in einer kalkulierten Geste die Hand aus. »Es war so lieb von Ihnen zu kommen, Mrs. Martin.«

Der Frau blieb gar nichts anderes übrig, als sich verabschieden zu lassen; es hatte doch auch seine praktischen Seiten, wenn man Psychologin war. Zögernd stellte Mrs. Martin ihr Sherryglas direkt auf die Rosenholzfläche des Klaviers, und dann ging auch sie.

Laura hatte Kopfschmerzen. Sie schloß die Tür hinter sich, dankbar dafür, daß die Anstrengung der Beerdigung vorbei war, als sie jedoch in das leere Wohnzimmer zurückkehrte, kam es ihr ohne das Summen der leisen Stimmen bedrückend still vor. In der Diele tickte die Standuhr, im Kamin knisterte das Feuer, das sie in einem vergeblichen Versuch, den Anlaß freundlicher zu gestalten, angezündet hatte. Lustlos räumte sie die Sherrygläser weg. Ihr eigenes war unberührt; sie hatte keinen Schluck von dem Zeug zu sich genommen, seit ihrem achten Lebensjahr nicht, als Dizzy eine Flasche aus dem Barschrank entwendet und ihr zwei Gläser voll zu trinken gegeben hatte. Laura war so schlecht geworden, daß ihre Mutter den Arzt kommen ließ, aber selbst da hatte sie nichts verraten. Sie hatte Dizzys Geheimnisse immer für sich behalten.

Die Küche war ordentlich aufgeräumt, so wie ihre Mutter sie hinterlassen hatte. Sie spülte die zarten Kristallgläser vorsichtig, trocknete sie ab und trug sie wieder ins Wohnzimmer, um sie an ihren angestammten Platz im Schrank zu stellen, ganz so, als wenn die nächste Person, die sie benutzen würde, nicht der Händler wäre, der das Haus ausräumen sollte.

Ticktack, ticktack. Sekunden, Minuten, Stunden, Jahre. Vergeudete Jahre. Laura saß im viktorianischen Lieblingssessel ihrer Mutter und blickte sich im Wohnzimmer um, in dem alles von einem ruhigen, friedlichen Leben mit Freundschaften und Hobbys sprach - das Klavier, der Stickrahmen, die Einladungskarten, die am Spiegel über dem Kamin steckten. Sie wußte, daß dies alles nur ein Trugbild war. Ihre kultivierte, elegante Mutter war von einer Verzweiflung erfüllt gewesen, die ebenso quälend war wie die der verzweifelten Frauen in New York, die zu Laura in die Therapie kamen.

Das Schlimmste in all diesen Jahren

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