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Wer mordet schon im Ruhrgebiet? 11 Krimis und 125 Freizeittipps von Ebbert, Birgit (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.07.2015
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (ePUB)
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Wer mordet schon im Ruhrgebiet?

Nach einem Klassentreffen liegt einer der ehemaligen Kameraden tot in der Burgruine Isenburg. Am smminger See wird eine Frauenleiche gefunden. Im Arch"ologischen Park Xanten verschwinden nacheinander Teilnehmer eines PR-Wettbewerbs. Anja Kleine, Krimi-Buchh"ndlerin, Sven Kempelmann, Hobbyermittler, und der gerade vom Bergmann zum Privatdetektiv umgeschulte Hannes Haarmann haben alle H"nde voll zu tun. Denn das Verbrechen scheint sich im Ruhrgebiet wohlzuf hlen. Birgit Ebbert, geb. 1962 in Borken/Westfalen, studierte in Bonn und M nster Erziehungswissenschaften, Psychologie und Soziologie. 1993 promovierte sie ber Erich K"stner. Nach Stationen in Stuttgart und Bochum lebt sie heute in Hagen und ist als selbstst"ndige Unternehmerin und als freie Autorin t"tig. Sie kann auf eine Vielzahl an Ver"ffentlichungen im Bereich Jugendbuch, Ratgeber und Lernhilfen zur ckblicken.

Produktinformationen

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Wer mordet schon im Ruhrgebiet?

Essen - Schnitt, aus, Ende

Oliver Henke steuerte sein Fahrzeug die Allee hinunter, die zur Villa Hügel 1 führte. "Wir sind spät dran, hoffentlich sind nicht alle Parkplätze belegt."

"Sorry", sagte seine Frau Anja und entschuldigte sich zum wiederholten Mal. Sie hatte erst Fotos auf ihren Laptop ziehen müssen, weil ihre Speicherkarte vom Besuch des Essener Münsters 2 und der Abtei Werden 3 voll war.

Oliver schwieg. Sie hatten die halbe Fahrt darüber debattiert, dass Anja die anderen Speicherkarten in ihrem Krimiladen vergessen hatte.

"Da vorne ist ein Platz." Anjas Finger stieß gegen die Scheibe, als sie ihrem Mann den Weg weisen wollte. Sie hatte recht. Neben einem schwarzen Mercedes war tatsächlich eine Parklücke, wahrscheinlich die letzte. Etwas eng zwar, aber Oliver bugsierte seinen Honda geschickt zwischen die Fahrzeuge.

"Kommst du raus?", fragte er, als Anja die Tür öffnete.

"Zum Glück habe ich heute noch nichts gegessen, sonst wäre es knapp", sagte sie mit einem leichten Grinsen.

Sie war erleichtert, als Oliver mit einem Lachen antwortete, das anzeigte, dass auch seine Missstimmung verflogen war. Sie waren wirklich sehr spät. Auf dem Parkplatz war niemand mehr, hoffentlich hatte das Konzert noch nicht begonnen. Ihre Unpünktlichkeit schien sich vor allem bei kulturellen Veranstaltungen zu zeigen. Erst vor einigen Wochen waren sie zu einer Ausstellungseröffnung im Folkwang Museum 4 zu spät gekommen.

Anjas Blick fiel auf den Fahrersitz der schwarzen Limousine nebenan, während sie sich aus dem Auto schlängelte. Ein Mann mit weißem Bart und Stirnglatze saß dort.

"Guck mal, da schläft einer", flachste sie.

"Besser hier als im Konzert", entgegnete Oliver trocken.

Anja grinste. Sehr zur Erheiterung ihrer Tochter Ida hatte erst kürzlich im Filmstudio Glückauf 5 , nur zwei Reihen hinter ihnen, ein Opa laut geschnarcht. Sie warf einen letzten Blick auf den Mann, der ohne Zweifel für ein Konzert in dem festlichen Rahmen gekleidet war. Weißes Hemd, weinrote Fliege, schwarze Jacke, unter der eine Weste hervorschaute, wie man sie nur noch selten sah. Das Fotomotiv konnte sie sich auf keinen Fall entgehen lassen. Sie ging in die Hocke und fotografierte den Mann von verschiedenen Seiten.

"Auf, auf, wir sind immer noch spät dran und du kannst mit dem Foto doch nichts anfangen", drängelte Oliver und hielt ihr seinen Arm hin.

Anja schob ihre Kamera in die Tasche und hakte sich bei ihm ein. Ein Blick auf die Armbanduhr zeigte ihr, dass das Konzert in drei Minuten beginnen sollte. Der Platz vor dem eindrucksvollen Portal der Villa Hügel war fast leer. Lediglich eine Frau stöckelte eilig auf die Tür zu.

Außer Atem erreichte Anja die Garderobe. Während sie ihre Fotogenehmigung suchte, fiel ihr auf, dass die Frau, die vor ihnen das Gebäude betreten hatte, über eine Wendeltreppe verschwand. Oliver dagegen stand bei einem Mann in Livree neben der Treppe und wartete. Endlich hatte sie die Bescheinigung gefunden und durfte mit ihrer Kameratasche die Treppe hinaufgehen.

Sie betrat hinter ihrem Mann den Konzertsaal und war wie immer beeindruckt von der Einrichtung. Diese alten Gebäude übten eine magische Kraft aus, fand sie. Ob das Schloss Borbek 6 oder Schloss Hugenpoet 7 war, die Margarethenhöhe 8 oder die Alte Synagoge 9 . Selbst die Architektur auf Zeche Zollverein 10 wirkte so majestätisch, dass sie nicht verstand, wieso ihre Freunde über das Ruhrgebiet lästerten.

Hinter ihr schloss eine Frau die Tür, nicht ohne vorher zur Treppe und nach vorn zur Bühne zu blicken. Fast hätte sie Anja mit ihrer Nervosität angesteckt.

Vielleicht wartet sie auf ihren Begleiter, der einen Parkpla

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