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Wer mordet schon im Vogtland? 11 Krimis und 125 Freizeittipps

  • Erscheinungsdatum: 04.02.2015
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (ePUB)
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Wer mordet schon im Vogtland?

Das Vogtland scheint nur auf den ersten Blick idyllisch. In Wahrheit ist die Region im Vierländereck von Sachsen, Bayern, Thüringen und Böhmen ein Schnittpunkt krimineller Machenschaften. Während im östlichen Vogtland Geocacher ihre Sache zu ernst nehmen, geht es in Hof einem Würstchenverkäufer an den Kragen. In Plauen erhält das Original Vogtlandecho seltsame Briefe. Lernen Sie in den elf spannenden Kurzkrimis mit ihren 125 Freizeittipps das Vogtland neu kennen und fürchten.

Petra Steps, Jahrgang 1959, ist waschechte Vogtländerin und im Kuckucksnest Zwickau geboren. Derzeit ist die Diplomphilosophin und Hochschulpädagogin als Journalistin vorwiegend im lokalen Bereich tätig. Sie ist Herausgeberin einiger Anthologien über Sachsen und das Vogtland und hat bereits mehrere Kurzkrimis veröffentlicht.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 246
    Erscheinungsdatum: 04.02.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783839245903
    Verlag: Gmeiner-Verlag
    Größe: 2340 kBytes
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Wer mordet schon im Vogtland?

Buddy passt auf

Roland Spranger

Ich heiße Buddy und hasse Katzen.

Liegt vielleicht an meiner feinen Nase.

Katzen hinterlassen einen ekelerregenden Geruch.

Als ich jünger war, bin ich sofort auf dieses stinkende Katzending aus der Nachbarschaft zugeschossen, sobald ich es gewittert habe. Ich musste mir ein paar Mal eine blutige Nase holen, bevor ich kapiert habe, mit welchen hinterfotzigen Methoden der alte Kater kämpft. Mittlerweile ertrage ich seinen Gestank mit Würde. Ich beachte ihn überhaupt nicht mehr. Egal, wie provozierend er sich auch in unseren Garten legt. Einmal hat er meinen Futternapf leer gefressen. Das war schon grenzwertig.

Ich kann nicht verstehen, warum die Menschen diese Fellwanzen verehren. Paul Klee malte sie nicht nur ständig, sondern hatte einen weißen Angorakater. Eine unglaubliche Geschmacksverirrung. Von Leonardo da Vinci ist ein Studienblatt erhalten, auf dem sich eine Vielzahl von Katzenskizzen zu einem Katzenmob vereint. Unfassbar, dass sich ein Universalgenie zu so was herablässt. Heutzutage ist es schlimmer denn je: Überall Katzen, die über ein Klavier laufen. Im Internet sind Hunde deutlich unterrepräsentiert. Am schlimmsten sind die Katzenkrimis, die mein Frauchen hört. Gelesen von einem Schauspieler, den sie mag. Ich kann ihn nicht leiden. Er hat so eine Miezenstimme. Leider verhindert meine Anatomie, dass ich mir die Ohren zuhalten kann. Und natürlich dringt mein Hörvermögen in Regionen vor, in denen die Ohren meiner Besitzer längst Gnade walten lassen. Menschen sind ja irgendwie unterentwickelt. Nur so lässt sich erklären, dass sie außer uns Hunden auch Katzen domestiziert haben. Die Ägypter waren ganz verrückt nach ihnen, aber die haben auch die Pyramiden gebaut. Die Pharaonen waren von Haus aus durchgeknallt. Zu viel Inzest. Gibt es auch bei Hunden. Das Endprodukt heißt dann Möpse. Bemitleidenswerte Geschöpfe, die kaum Luft bekommen. Schlechter Atem bei Hunden ist in Ordnung, aber wenigstens die Atmung sollte funktionieren. Falls es doch mal mit einem durchgeht, und die Nachbarskatze über mehrere Gartenzäune verfolgt werden muss. Wider besseres Wissen. Das nennt man Instinkt. Leben mit Instinkt ist lästig. Vor allem als gebildeter Hund.

Man wird schnell depressiv.

Tatsächlich hatte ich dringend Erholung nötig, als Herrchen und Frauchen mit mir zum Wellness-Urlaub fuhren. Thüringer Vogtland. Bio-Seehotel Zeulenroda 1 . Tierfreundliches Hotel. Wunderschönes Ambiente. Und das Essen war super. Herrchen hat mir manchmal heimlich ein Stück Wild oder Filet unter dem Tisch zugesteckt. Frauchen ist dagegen, deshalb musste es unauffällig geschehen, aber ich weiß mittlerweile, wie ich mich setzen muss, damit Britta es nicht bemerkt. Mein Frauchen heißt nämlich Britta. Mein Herrchen heißt Karsten. Mir hat es auch Spaß gemacht, in den verglasten Fahrstühlen zu fahren und die Hotelgäste vom fünften Stock aus anzubellen, aber am liebsten habe ich mich im Sand des Strands gewälzt, der unterhalb des Hotels extra für mich angelegt worden war. Ein Erlebnis.

Am ersten Tag machten wir noch voll auf Familie und umrundeten die Talsperre auf dem Wanderweg 2 .

Am zweiten Tag teilten wir uns auf und verfolgten unterschiedliche Interessen. Während Herrchen und ich in einer winzigen Jolle über den Stausee segelten, ging Frauchen im Hotel zur Wellness-Behandlung und zum Yoga-Kurs. Sie wird leicht seekrank. Dann riecht sie so sauer. Gewöhnungsbedürftig. Deshalb bin ich froh, wenn sie bei den Segeltörns nicht dabei ist. Ich hingegen liebe es, vorne im Boot zu stehen und die Wellen anzubellen. Die Wellen sind kein leichter Gegner. Sie geben nicht so schnell auf. Mein Herrchen lacht dann. Manchmal sagt er auch "Platz!" - aber meistens lacht er.

Als wir nach dem Segeln Frauchen an der Hotelbar trafen, begrüßte ich sie schwanzwedelnd. Während sie mich hinter den Ohren kraulte, war si

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