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Wolf Der 7. Fall für Jack Caffery - Psychothriller von Hayder, Mo (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.02.2015
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Wolf

Ein einsames Haus am Waldrand. Es war ihr Zufluchtsort. Jetzt ist es die Hölle. 'Es hört sich an, als würden sie gerade meine Tochter oder meine Frau bedrohen. Ich weiß nicht, was passiert. Jetzt ist es still.' Vor vierzehn Jahren wurde ein junges Liebespaar brutal ermordet. Der Hauptverdächtige gestand das Verbrechen und wurde verurteilt. Aber die Erinnerung an die Morde ist noch nicht verblasst. Als Oliver Anchor-Ferrers mit seiner Familie in das einsam gelegene Ferienhaus in der Nähe des damaligen Tatorts zurückkehrt, macht er eine schockierende Entdeckung: Ist der Täter von einst etwa wieder auf freiem Fuß? Noch kann er nicht ahnen, dass das schon bald nicht mehr seine größte Sorge sein wird. Der Albtraum kehrt mit voller Macht zurück, nur diesmal ist er die Hauptfigur ... Mo Hayder avancierte mit ihrem Debüt, dem Psychothriller "Der Vogelmann", über Nacht zur international gefeierten Bestsellerautorin. Der Nachfolger "Die Behandlung" wurde von der Times zu einem der zehn spannendsten Thriller aller Zeiten gewählt. 2011 bekam Mo Hayder den "CWA Dagger in the Library" für ihr bisheriges Gesamtwerk, im Jahr darauf wurde "Verderbnis" mit dem renommierten Edgar Award für das beste Buch des Jahres ausgezeichnet. Die Autorin lebt mit ihrem Lebensgefährten und ihrer Tochter in Bath, England.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 23.02.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641140212
    Verlag: Goldmann
    Serie: Jack Caffery Bd.7
    Originaltitel: Wolf
    Größe: 878 kBytes
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Wolf

Der Walking Man

Der Mond steigt am Himmel herauf, eine klare, unveränderliche Scheibe, ein Loch im Himmel. Im Chew Valley, am Fuße der Mendips, schläft Amy und träumt von dem kleinen Hund namens Bear, der eine wehe Pfote hatte. Sie träumt von dem Mann mit dem rußschwarzen Bart, der den Hund in ein hübsches, sicheres Haus mit einem tosenden Feuer bringt. Der Mann setzt das Hündchen neben das Feuer und streichelt es, und dann wendet er sich ab und geht hinaus in den Wald.

Zur gleichen Zeit, sechs Meilen weiter, oberhalb der Stauseen und Wälder der Mendips, fährt Detective Inspector Jack Caffery mit einem Ruck aus dem Schlaf hoch.

Blinzelnd schaut er auf die Uhr. Zehn Uhr dreißig. Der Alkohol hat sich durch ihn hindurchgebrannt und nur einen leichten Nelkengeschmack in seinem Mund hinterlassen. Draußen regnet es nicht mehr. Er sitzt eine Weile da, starrt an die Decke und versucht herauszufinden, was ihn geweckt hat. Seine Kopfhaut ist straff, und sein Gehirn fühlt sich an, als klebe es innen an seinem Schädel. Aber die Kopfschmerzen sind nicht zurückgekommen.

Er nimmt sein Telefon vom Nachttisch. Da ist eine SMS vom Superintendent: Rufen Sie mich so schnell wie möglich an. Er löscht sie, ruft den Browser auf und sieht sich das Interview mit Derek Yates noch einmal an. Yates hat etwas Merkwürdiges über seinen einzigen Besucher gesagt ...

Während er drin war, haben sie ihn nicht in meine Nähe gelassen, weil ich war, was ich war, und er war, was er war ...

Hastig tastet Caffery nach dem Notizblock, auf dem er alle Straftaten notiert hat, die Yates begangen hat. Er starrt die Daten an und dann wieder das Telefon. Er begreift nicht, warum er diesen Zusammenhang nicht schon früher gesehen hat.

Weil er war, was er war ...

Caffery weiß genau, wer dieser Ex-Häftling ist. Ganz genau.

Schnell zieht er sich an, und aus den Tiefen eines Schrankes wühlt er eine Fleece-Weste und ein Paar Thinsulate-Handschuhe hervor. Er hat zu viel getrunken. Wenn er angehalten wird und einen Alkoholtest machen muss, bedeutet das seine automatische Entlassung. Aber im Ernst, interessiert ihn das noch? Interessiert es ihn wirklich? Er rafft den Autoschlüssel an sich.

In seinem Wagen riecht es vertraut. Da ist sogar ein Rest Tabakduft aus der Zeit, als er noch Selbstgedrehte geraucht hat, nicht diese Designerdinger aus Stahl, die er jetzt benutzt. Der Regen hat aufgehört, aber im Westen hängen stumm die Wolken, mit schwarzen Adern durchschossen, fast als ob sie lebten und bluteten. Er lässt das Haus hinter sich und fährt in nordöstlicher Richtung bis zu dem Netz der kleinen Landstraßen, die sich kreuz und quer durch das Chew Valley ziehen. Die Sterne kommen hervor, und er fährt langsamer, fährt im Schritttempo über die Landstraße und lässt den Blick über die Felder zu beiden Seiten wandern. Er sucht ein Feuer - die ersten Flammen, die dazu dienen sollen, dem Mann, den er sucht, sein Abendessen zuzubereiten.

Der Walking Man ist ein Nomade. Der "gehende Mann" - wie sein Name schon andeutet, ist Gehen seine einzige Aktivität. Tagsüber geht er unaufhörlich. In der Abenddämmerung hört er damit auf und schlägt sein Lager auf, wo er gerade steht. Im Morgengrauen wacht er auf, zündet ein Feuer an und macht sich ein Frühstück, das ihm die Energie gibt, wieder einen Tag zu gehen. Er bewegt sich Tag für Tag in einem festgelegten Muster. Über Monate hinweg hat Caffery dieses Muster aufgezeichnet, und er ist ziemlich sicher, dass der Landstreicher einem riesigen Kreis folgt, dessen Fläche größtenteils in Somerset liegt, der aber auch die Grenzen nach South Gloucestershire und Wiltshire überquert. Zwanghaft wie ein Lemming: Er bewegt sich vom Mittelpunkt zum Außenrand des Kreises, um ein Viertelgrad auf dem Kreisumfang entlang und wieder zurück zum Mittelpunkt. Caffery weiß nicht, wie der Walking Man die Größe des Kreises bestimm

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