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Wyatt Earp 157 - Western Am großen Wasser von Mark, William (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.10.2017
  • Verlag: Kelter
eBook (ePUB)
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Wyatt Earp 157 - Western

'Vor seinem Colt hatte selbst der Teufel Respekt!' (Mark Twain) Der Lieblingssatz des berühmten US Marshals: 'Abenteuer? Ich habe sie nie gesucht. Weiß der Teufel wie es kam, dass sie immer dort waren, wohin ich ritt.' Diese Romane müssen Sie als Western-Fan einfach lesen! Siebzehn entbehrungsreiche, bittere Jahre lang hatte Jeff Carson gespart, um einmal ein eigenes Boardinghouse auf die Beine stellen zu können. Er war von Freunden und Bekannten oft wegen seines 'Spleens' gehänselt worden. Wohlmeinende Leute hatten ihm abgeraten. Zu teuer war ein solches Haus, denn es mußte wenigstens zehn Zimmer haben, wenn es sich rentieren sollte. Zehn Zimmer, die eingerichtet werden mußten, wenn auch nur mit Bett und Stuhl, Nachttisch, einem Tisch und einem Kleiderschrank, mit Vorhängen und Bettzeug. Jeff Carson hatte sich das alles ausgerechnet. Aber die Summe kam und kam nicht zusammen. Als der Zimmermann nach Dodge City kam, zählte er bereits einundfünfzig Jahre, jetzt war er achtundsechzig. Obgleich zu jener Zeit die Menschen in diesem Alter bereits stark verbraucht und müde waren, konnte man das von dem Graukopf Carson nicht behaupten. Es war die Hoffnung auf das eigene Boardinghouse, die ihn gesund und lebensfroh hielt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 31.10.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740922962
    Verlag: Kelter
    Größe: 327 kBytes
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Wyatt Earp 157 - Western

Siebzehn entbehrungsreiche, bittere Jahre lang hatte Jeff Carson gespart, um einmal ein eigenes Boardinghouse auf die Beine stellen zu können. Er war von Freunden und Bekannten oft wegen seines "Spleens" gehänselt worden. Wohlmeinende Leute hatten ihm abgeraten. Zu teuer war ein solches Haus, denn es mußte wenigstens zehn Zimmer haben, wenn es sich rentieren sollte. Zehn Zimmer, die eingerichtet werden mußten, wenn auch nur mit Bett und Stuhl, Nachttisch, einem Tisch und einem Kleiderschrank, mit Vorhängen und Bettzeug.

Jeff Carson hatte sich das alles ausgerechnet. Aber die Summe kam und kam nicht zusammen. Als der Zimmermann nach Dodge City kam, zählte er bereits einundfünfzig Jahre, jetzt war er achtundsechzig. Obgleich zu jener Zeit die Menschen in diesem Alter bereits stark verbraucht und müde waren, konnte man das von dem Graukopf Carson nicht behaupten. Es war die Hoffnung auf das eigene Boardinghouse, die ihn gesund und lebensfroh hielt.

Aber am 29. Oktober 1884 fehlten ihm immer noch etwa gute vier- bis fünfhundert Dollar zu dem Kauf. Und das war damals ein ungeheures Stück Geld. Da aber der zähe Jeffrey Carson bereits zweitausendsiebenhundert Dollar zusammengekratzt hatte, mochte sich auch für den Achtundsechzigjährigen das weitere Sparen noch lohnen. Vor allem, da er vielerlei Aufträge in der Stadt hatte und mit seiner sauberen Zimmermannsarbeit gut verdiente.

Es gab kaum jemanden in der Dodger Frontstreet, der den Alten und seinen Traum vom eigenen Boardinghouse nicht gekannt hätte.

In der Nacht zum 29. Oktober kam Carson auf dem Heimweg von einer schweren Arbeit durch die Frontstreet und schlenderte am Long Branch Saloon vorbei. Die Schenken hier kannte er von innen nur durch einige Geburtstagsfeiern seiner Bekannten, die ihn eingeladen hatten. Sonst gönnte sich der Zimmermann keinen Alkohol, obwohl er ganz sicher hin und wieder gern mal ein Gläschen genommen hätte, um die allmählich müder werdenden Geister ab und zu aufzumuntern.

Es war gegen neun Uhr. Er hatte bis vor einer Viertelstunde drüben am Anbau von Baxters Bäckerei, gleich neben dem Marshals Office gearbeitet. Mrs. Baxter gab für "Überstunden" allerdings keinen Nickel extra, man betrachtete es damals als selbstverständlich, daß die Handwerker bis in die Nacht hinein an der Arbeit blieben und zusahen, daß sie so schnell wie möglich fertig wurden.

Als Carson den hellerleuchteten Saloon passierte, warf er durch das große Fenster einen Blick in den Innenraum und sah hinten an einem der grünbezogenen Tische eine Menschentraube stehen.

Er war nur einen Augenblick stehengeblieben, und dennoch sollte ihm dieser Augenblick zum Verhängnis werden.

"Da ist wieder etwas los", hörte er eine näselnde Stimme hinter sich, wandte sich um und blickte in das spitze Gesicht des Fellhändlers Gerrison.

"Doc Holliday spielt", fügte Gerrison hinzu.

Mehr brauchte er auch nicht zu sagen. Jeder wußte, daß die Luft in den Spielsalons zum Schneiden dick war, wenn der große Gambler aus Georgia am samtgrünen Pokertisch saß.

"Ist er denn überhaupt in der Stadt?" meinte Carson. "Ich dachte, er wäre mit dem Marshal in St. Louis?"

"Das war er. Aber seit gestern sind sie zurück."

"Stimmt ja", fiel es dem Zimmermann plötzlich ein. Er hatte am Vormittag gehört, daß der Marshal den Frauenmörder Trigger in St. Louis gegriffen hatte.

Gedankenvoll blickte der alte Zimmermann noch einen Moment in den Schankraum, wollte dann weiter, hörte aber den Fellhändler hinter sich sagen:

"Kommen Sie mit auf einen Drink?"

"Eigentlich..."

"Nichts da. Sie sind natürlich eingeladen."

Carson wollte noch eine Einwendung machen, aber er wußte genau, daß man einen Drink niemandem abschlagen durfte, ohne ihn zu beleidigen. Er nickte.

Der Fellhändler stieß die bastgeflochtenen Schwingarme der Pendeltür aneinander und bahnte sich einen Weg durch die Tische. Aber Carson bli

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