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Wyatt Earp 20 - Western Im Jacarilla-Sattel von Mark, William (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.12.2014
  • Verlag: Kelter
eBook (ePUB)
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Wyatt Earp 20 - Western

'Vor seinem Colt hatte selbst der Teufel Respekt!' (Mark Twain) Der Lieblingssatz des berühmten US Marshals: 'Abenteuer? Ich habe sie nie gesucht. Weiß der Teufel wie es kam, dass sie immer dort waren, wohin ich ritt.' Diese Romane müssen Sie als Western-Fan einfach lesen! Auf dem Lande lastete die Höllenglut des Mittags. Hinter der stampfenden und fauchenden Lokomotive schlingerten die Wagen über den glühenden Eisenweg von Maricopa nach Westen. Im vordersten Wagen saßen drei Fahrgäste. Direkt neben der Tür zur Plattform saß ein alter Indianer. Sein verwittertes bronzefarbenes Ledergesicht war starr wie eine Maske. Die schimmernden Kohlenaugen schienen sich nicht zu bewegen. In langen grauen Strähnen hing das Haar unter dem hohen, sehr gerade aufgesetzten Hut an den Gesichtsseiten entlang bis auf die Schultern. Die Hände des Roten hielten eine dicke Ledertasche. Er hatte sie auf seinen Oberschenkeln stehen. Die helle Leinenjacke, die er trug, war verwaschen und mit zahllosem Flicken besät; seine Hose war aus blauem Tuch, unförmig weit und zu kurz. Erdbraun blickten unten die unbekleideten Füße daraus hervor. Der nächste Fahrgast war ein alter Mann mit weißem Vollbart, halbhohem grauem Zylinder und etwas bläßlichem Aussehen. Er trug einen Kneifer auf der gelblichen Nase; hinter den dicken Gläsern blickten zwei wache graue Augen hervor. Er war sehr sauber und gut gekleidet, helles Tuchzeug, nach dem neuesten St.-Louis-Schnitt. Er hatte kein großes Gepäck. Neben ihm stand nur eine kleine Tasche. Er hatte den Kopf etwas gesenkt und blinzelte in die flimmernde Landschaft hinaus. Der dritte Fahrgast war ein Mann von fünfunddreißig Jahren, hochgewachsen, mit breiten Schultern und schmalen Hüften. Er trug einen schwarzen flachkronigen Stetsonhut, den ihm auch die brutige Hitze nicht vom Kopf gezwungen hatte. Blau-schwarz blickte das Haar an den Seiten des Hutrandes hervor. Das Gesicht dieses Mannes war tiefbraun, fast so wie das des Indianers, hart, eckig und sehr ernst.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 23.12.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863773410
    Verlag: Kelter
    Größe: 611 kBytes
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Wyatt Earp 20 - Western

Auf dem Lande lastete die Höllenglut des Mittags.

Hinter der stampfenden und fauchenden Lokomotive schlingerten die Wagen über den glühenden Eisenweg von Maricopa nach Westen.

Im vordersten Wagen saßen drei Fahrgäste. Direkt neben der Tür zur Plattform saß ein alter Indianer. Sein verwittertes bronzefarbenes Ledergesicht war starr wie eine Maske. Die schimmernden Kohlenaugen schienen sich nicht zu bewegen. In langen grauen Strähnen hing das Haar unter dem hohen, sehr gerade aufgesetzten Hut an den Gesichtsseiten entlang bis auf die Schultern. Die Hände des Roten hielten eine dicke Ledertasche. Er hatte sie auf seinen Oberschenkeln stehen. Die helle Leinenjacke, die er trug, war verwaschen und mit zahllosem Flicken besät; seine Hose war aus blauem Tuch, unförmig weit und zu kurz. Erdbraun blickten unten die unbekleideten Füße daraus hervor.

Der nächste Fahrgast war ein alter Mann mit weißem Vollbart, halbhohem grauem Zylinder und etwas bläßlichem Aussehen. Er trug einen Kneifer auf der gelblichen Nase; hinter den dicken Gläsern blickten zwei wache graue Augen hervor. Er war sehr sauber und gut gekleidet, helles Tuchzeug, nach dem neuesten St.-Louis-Schnitt. Er hatte kein großes Gepäck. Neben ihm stand nur eine kleine Tasche. Er hatte den Kopf etwas gesenkt und blinzelte in die flimmernde Landschaft hinaus.

Der dritte Fahrgast war ein Mann von fünfunddreißig Jahren, hochgewachsen, mit breiten Schultern und schmalen Hüften. Er trug einen schwarzen flachkronigen Stetsonhut, den ihm auch die brutige Hitze nicht vom Kopf gezwungen hatte. Blau-schwarz blickte das Haar an den Seiten des Hutrandes hervor. Das Gesicht dieses Mannes war tiefbraun, fast so wie das des Indianers, hart, eckig und sehr ernst. Es wurde von zwei leuchtendblauen Augen beherrscht. Der schwarze Anzug war etwas zu warm und etwas zu dunkel für dieses Land. Aber er verlieh seinem Träger mit dem weißen Hemd und der dünnen schwarzen Samtschleife eine gewisse stumme Eleganz.

Dieser Mann hatte überhaupt kein Gepäck.

Er blickte wie der Alte, der ihm schräg gegenübersaß, hinaus in die Landschaft.

Draußen flog die Gila-Wüste vorüber, eine der trostlosesten Landschaften der Erde; trostlos und zugleich erhaben in ihrer bizarren seltsamen Schönheit. Grausam durch die Hitze, die sengend auf ihr lastete.

Die drei Fahrgäste sprachen nicht miteinander. Das Rattern und Rollen des Zuges hinderte sie nicht allein daran. Es waren schweigsame Männer, alle drei.

Nach stundenlanger Fahrt donnerte der Zug auf die Station von Gila Bend.

Im Schatten des Stationsgebäudes lehnte ein Indianer und blickte ausdruckslos vor sich hin.

Unter dem Bodenbrett eines verwitterten Planwagens lag ein zottiger struppiger Hund und schlief.

Das war Gila Bend - zumindest das, was die Reisenden auf der rechten Seite zu sehen bekamen.

Links, etwas abgelegen von der Station, lag die Stadt. Eine seltsame Mischung jener Kistenholzhäuser, wie sie im ganzen Westen zu finden waren, und weißgetünchter kleiner Steinbauten im mexikanischen Stil.

Es dauerte eine Ewigkeit, bis der Zug sich zockelnd wieder in Bewegung setzte.

Als die Stadt vorübergerollt war, öffneten sich fast im gleichen Augenblick die beide Türen des Waggons.

Zwei Männer mit verblichenen Armeejacken, enganliegenden Arizonahosen, breiten hellen Hüten und verschwitzten Hemden betraten das Wageninnere.

Die Fahrgäste reagierten sehr verschieden auf diesen Besuch.

Der ältere Mann blickte verblüfft auf.

Der jüngere sah nur kurz auf.

Der Indianer änderte die Richtung seiner Blicke überhaupt nicht.

Dabei forderten die beiden Gentlemen, die sich so spät eingefunden hatten, eine ganze Menge Aufmerksamkeit.

Jeder von ihnen hatte nämlich einen großen Revolver in der Hand.

Der eine blieb neben dem Indianer stehen.

Der andere kam auf die Wagenmitte zu und blieb bei den beiden anderen steh

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