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Wyatt Earp 24 - Western Eiswind aus Montana von Mark, William (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.01.2015
  • Verlag: Kelter
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Wyatt Earp 24 - Western

'Vor seinem Colt hatte selbst der Teufel Respekt!' (Mark Twain) Der Lieblingssatz des berühmten US Marshals: 'Abenteuer? Ich habe sie nie gesucht. Weiß der Teufel wie es kam, dass sie immer dort waren, wohin ich ritt.' Diese Romane müssen Sie als Western-Fan einfach lesen! Die Luft im Schankraum war zum Schneiden dick. Hanc Overgard hinter der Theke keuchte; er konnte weiß Gott schon eine Menge Dunst vertragen, aber an diesem Abend war es fürchterlich. An einem der vordersten Tische zur Theke hin saßen mehrere Männer und pokerten. Einer von ihnen war Rob Kirby. Ein junger, drahtiger Bursche mit hartem Gesicht, kalten grauen Augen und flachsblondem Haar. Sicher ahnte er in diesem Augenblick nicht, daß er noch in dieser Stunde ein Mörder werden sollte. Kirby pokerte leidenschaftlich gern. Und er war auch ein guter Spieler. Ihm gegenüber saß ein schwerer Mann mit breitflächigem Gesicht, schmalen gelben Augen und plattgedrückter Nase. Seine Pelzweste stand vorn weit offen und gab den Blick auf einen teuren St.-Louis-Anzug frei. An beiden Händen blitzten edelsteingeschmückte Ringe. Dieser Mann war Joe Felton, er hatte draußen, neun Meilen vor der Stadt, eine große Ranch. An seiner Linken saß Ric Noel, sein Vormann. Ein mittelgroßer hagerer Mann mit ausdruckslosem Gesicht und braunem Haar. Er hatte den Hut weit ins Genick zurückgeschoben und seinen Blick auf Kirby gerichtet. Auch sein Boß, der Rancher Felton, beobachtete Kirby. Er ließ seine ringgeschmückte Rechte in einer etwas arroganten Geste über sein schütteres Grauhaar gleiten und musterte die abgeschabte Weste Kirbys mit abfälligen Blicken.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 20.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863775889
    Verlag: Kelter
    Größe: 672kBytes
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Wyatt Earp 24 - Western

Die Luft im Schankraum war zum Schneiden dick.

Hanc Overgard hinter der Theke keuchte; er konnte weiß Gott schon eine Menge Dunst vertragen, aber an diesem Abend war es fürchterlich.

An einem der vordersten Tische zur Theke hin saßen mehrere Männer und pokerten.

Einer von ihnen war Rob Kirby. Ein junger, drahtiger Bursche mit hartem Gesicht, kalten grauen Augen und flachsblondem Haar. Sicher ahnte er in diesem Augenblick nicht, daß er noch in dieser Stunde ein Mörder werden sollte.

Kirby pokerte leidenschaftlich gern. Und er war auch ein guter Spieler.

Ihm gegenüber saß ein schwerer Mann mit breitflächigem Gesicht, schmalen gelben Augen und plattgedrückter Nase. Seine Pelzweste stand vorn weit offen und gab den Blick auf einen teuren St.-Louis-Anzug frei. An beiden Händen blitzten edelsteingeschmückte Ringe.

Dieser Mann war Joe Felton, er hatte draußen, neun Meilen vor der Stadt, eine große Ranch. An seiner Linken saß Ric Noel, sein Vormann. Ein mittelgroßer hagerer Mann mit ausdruckslosem Gesicht und braunem Haar. Er hatte den Hut weit ins Genick zurückgeschoben und seinen Blick auf Kirby gerichtet.

Auch sein Boß, der Rancher Felton, beobachtete Kirby. Er ließ seine ringgeschmückte Rechte in einer etwas arroganten Geste über sein schütteres Grauhaar gleiten und musterte die abgeschabte Weste Kirbys mit abfälligen Blicken.

Die beiden anderen Männer am Tisch glichen einander wie ein Ei dem anderen. Sie waren groß, breitschultrig, plump gebaut, hatten kantige Gesichter und Augen mit einem eigenartig verschlagenen Blick. Ihre Winterjacken waren grau und an den Aufschlägen mit einem schreiendroten Stoff gefüttert. Diese beiden Männer waren in Garden City und Umgebung so bekannt wie bunte Hunde. Sie hatten keinen guten Namen, die Shellum-Brothers. Sie hatten übrigens eine Eigenheit, die nicht weniger bekannt war als ihr Name. Glenn trug den Colt rechts und Win links. Und wenn sie gingen - sie gingen immer nur nebeneinander - ging Glenn rechts und Win immer links. Das und der Coltsitz, das war eigentlich das einzige, woran man die beiden Zwillinge unterscheiden konnte.

Mit den Shellum-Brothers zu pokern, war kein Vergnügen.

Auch für Joe Felton nicht.

Aber andererseits war es auch kein Vergnügen, mit Felton zu pokern. Er war ein knallharter Spieler, der etliche gängige Tricks kannte, wahre Luchsaugen für die Tricks seiner Mitspieler hatte - und der fast allen seinen Partnern gegenüber den gewaltigen Vorteil mit sich brachte, daß er immer verdoppeln konnte. Jede Summe. Felton war enorm reich.

Daß auch die Shellums Geld hatten, wußte jeder. Wenigstens gab es niemanden, der es gewagt hätte, daran zu zweifeln.

Ric Noel, der Vormann, mußte auch irgendwann einmal eine größere Erbschaft gemacht haben. Jedenfalls hätte er sonst an diesem Tisch nicht mithalten können.

Nur Kirby, der konnte eigentlich kein Geld haben. Sein Vater hatte drüben am jenseitigen Arkansasufer eine winzige Farm, die kaum den Alten ernährte.

Der Junge trieb sich herum und war im übrigen nur bemüht, seinen Ruhm als Revolverschütze unter die Leute zu bringen. Wenn es irgendwo in der Stadt knallte, dann war eine der beiden Möglichkeiten immer Rob Kirby. Er stand dann in einem der Höfe und feuerte die Trommel seiner Sixguns auf eine Batterie alter Whiskyflaschen leer.

Seit einigen Monaten spielte Rob.

Zum Ärger der alten Spieler in Hanc Overgards "Whiskyparadies" spielte er sich schnell an die ersten Tische vor. Sie hätten ihn lieber noch ein paar Jahre drüben in Willies kleine Bar gesehen oder bei Lewt Morton oder sonstwo. Aber eines Tages tauchte er hier im Saloon auf. Er spielte zwar nur an den Ecktischen der "Friedlichen", wie man die Alten und die Halbgefährten nannte, rückte aber allzubald an die vordersten Tische vor.

An diesem Januarabend ließ er sich ganz plötzlich und unaufgefordert an Feltons Spieltisch nieder.

D

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