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Wyatt Earp 30 - Western Terror am Juan River von Mark, William (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.03.2015
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
eBook (ePUB)
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Wyatt Earp 30 - Western

'Vor seinem Colt hatte selbst der Teufel Respekt!' (Mark Twain) Der Lieblingssatz des berühmten US Marshals: 'Abenteuer? Ich habe sie nie gesucht. Weiß der Teufel wie es kam, dass sie immer dort waren, wohin ich ritt.' Diese Romane müssen Sie als Western-Fan einfach lesen! Er hatte ein bärtiges wetterbraunes von zahllosen Falten zerrissenes Gesicht und pulvergraue Augen. Tief saß ihm der wellige Schlapphut in der Stirn. Das graue Kattunhemd war verblichen und von vielen Flicken besetzt. Die kurze Lederweste mußte mehrere Jahrzehnte auf ihrem blankgescheuerten Rücken mit sich herumtragen, und die gestreifte enge Hose schien auch nicht gerade neu zu sein. An den Hacken der abgetretenen Stiefel saßen riesige stark verrostete Sternradsporen. Der Waffengurt war abgewetzt und trug im tiefhängenden Halfter rechts einen Frontier-Single-Action-Colt vom Kaliber 45. Der Mann hatte kein gutes Gesicht. Unstet flogen seine harten Augen hin und her. Der Schnurrbart war ungepflegt und hing über die Oberlippe herab. Das weit vorgeschobene Kinn war in der Mitte gespalten und wirkte brutal. Die Hände, die den Zügel hielten, waren erdbraun und kantig. Dieser Mann war Cass Gossip. Hier unten im südöstlichen Utah kannte ihn kaum jemand unter diesem Namen. Als Cherokee-Cass war er zweifelsohne bekannter. Es gab kaum einen Sheriff in den Middleweststaaten, der ihn nicht kannte. Cass Gossip war ein Bandit. Das Pferd, das er ritt, war ein starkknochiger, hochbeiniger Brauner, dem auch nur der Pferdekenner ansah, daß er etwas taugte. Sattelzeug und Zaumzeug mußten schon zu der Zeit der großen Indianerkriege in Gebrauch gewesen sein. Fünf Yards hinter Cass Gossip ritt ein junger Mann, der irgendwie eine verteufelte Ähnlichkeit mit dem Alten hatte. Es muß hier wohl erwähnt werden, daß Cass Gossip nicht direkt ein alter Mann war. Er zählte damals siebenundfünfzig - und man sah sie ihm nicht unbedingt an. Er hatte breite Schultern und eine mächtige Brust.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 03.03.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863776572
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Größe: 770 kBytes
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Wyatt Earp 30 - Western

Er hatte ein bärtiges wetterbraunes von zahllosen Falten zerrissenes Gesicht und pulvergraue Augen. Tief saß ihm der wellige Schlapphut in der Stirn. Das graue Kattunhemd war verblichen und von vielen Flicken besetzt. Die kurze Lederweste mußte mehrere Jahrzehnte auf ihrem blankgescheuerten Rücken mit sich herumtragen, und die gestreifte enge Hose schien auch nicht gerade neu zu sein. An den Hacken der abgetretenen Stiefel saßen riesige stark verrostete Sternradsporen. Der Waffengurt war abgewetzt und trug im tiefhängenden Halfter rechts einen Frontier-Single-Action-Colt vom Kaliber 45.

Der Mann hatte kein gutes Gesicht. Unstet flogen seine harten Augen hin und her. Der Schnurrbart war ungepflegt und hing über die Oberlippe herab. Das weit vorgeschobene Kinn war in der Mitte gespalten und wirkte brutal.

Die Hände, die den Zügel hielten, waren erdbraun und kantig.

Dieser Mann war Cass Gossip. Hier unten im südöstlichen Utah kannte ihn kaum jemand unter diesem Namen. Als Cherokee-Cass war er zweifelsohne bekannter. Es gab kaum einen Sheriff in den Middleweststaaten, der ihn nicht kannte.

Cass Gossip war ein Bandit.

Das Pferd, das er ritt, war ein starkknochiger, hochbeiniger Brauner, dem auch nur der Pferdekenner ansah, daß er etwas taugte. Sattelzeug und Zaumzeug mußten schon zu der Zeit der großen Indianerkriege in Gebrauch gewesen sein.

Fünf Yards hinter Cass Gossip ritt ein junger Mann, der irgendwie eine verteufelte Ähnlichkeit mit dem Alten hatte.

Es muß hier wohl erwähnt werden, daß Cass Gossip nicht direkt ein alter Mann war. Er zählte damals siebenundfünfzig - und man sah sie ihm nicht unbedingt an. Er hatte breite Schultern und eine mächtige Brust.

Der Bursche hinter ihm war sein Sohn Jubal.

Er war auch groß und breit wie der Vater, hatte dessen graue stechende Augen, die gleiche wetterbraune Hautfarbe und auch die harten kantigen schaufelartigen Hände des Alten.

Nur seine stolze Haltung hatte er nicht. Auch fehlte in seinen Augen der selbstbewußte Blick, den der Alte besaß.

Jube - wie der Alte ihn nannte, saß auf einem staubgepuderten Fuchs. Er hatte den schmalen Kopf zwischen die breiten Schultern gezogen und starrte, wie meistens beim Reiten, auf den Sattelknauf. Zu was hätte er auch nach vorn sehen sollen?

Der Vater bestimmte die Richtung, gab das Tempo an und ritt immer voran.

Wie überhaupt bei den beiden Gossips ausschließlich das getan wurde, was der Alte bestimmte.

Jetzt hielt Cass seinen Braunen an, beschattete die Augen mit seiner Rechten und blickte auf die weite Ebene, die plötzlich nach einer Wegbiegung vor ihnen lag.

Es war das staubige ausgedörrte Land des Juan Rivers, unten im Süden Utahs an der Grenze Arizonas.

Nichts unterschied dieses Land hier von den sonndurchglühten ausgedörrten Landstrichen Arizonas oder New Mexicos. Das Gras war zwar hoch, aber dürr und verursachte ein knisterndes Geräusch beim Reiten.

Weit am westlichen Horizont blauten die Straight Cliffs, und davor zogen sich die scharfen Konturen der Clay Hills durch das gelbgrüne Land.

Der Fluß schlängelte sich wie ein blau-silbernes Band durch die Ebene.

Und etwa fünf Meilen entfernt am rechten Ufer lag die Stadt.

War es eine Stadt? Dreizehn Häuser und ein paar Scheunen, die allesamt auf der rechten Seite der Straße standen, damit die Bewohner nur ja nicht auf die Aussicht auf den Fluß verzichten mußten.

Es war ein sonderbares Bild, das diese kleine Stadt bot. Ein Bild, das mehr Trostlosigkeit und Einsamkeit vermittelte als sonst irgend etwas.

So stellten sich die Menschen drüben im Osten und in den Küstenstädten eine Westernstadt vor.

Gossip setzte seinen Gaul wieder in Bewegung. Jube, der ebenfalls angehalten hatte, folgte dem Alten.

Je näher sie der Stadt kamen, desto skurriler wurde der Anblick, den sie bot. Die auf der rechten Straßenseite stehenden Häuser

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