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Wyatt Earp 60 - Western Kampf im O.K. Corral von Mark, William (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.09.2015
  • Verlag: Kelter
eBook (ePUB)
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Wyatt Earp 60 - Western

'Vor seinem Colt hatte selbst der Teufel Respekt!' (Mark Twain) Der Lieblingssatz des berühmten US Marshals: 'Abenteuer? Ich habe sie nie gesucht. Weiß der Teufel wie es kam, dass sie immer dort waren, wohin ich ritt.' Diese Romane müssen Sie als Western-Fan einfach lesen! Es war Mitternacht. Über der Mainstreet von Camp Bowie spannte sich ein sternenbesäter Himmel von einem seltsamen tiefen Türkis. In der Stadt herrschte die Stille der Arizonanacht. Aus einer der Nebengassen, die vom Fluß heraufführten, drang dumpfer Hufschlag. Drei Reiter, die die Hufe ihrer Pferde mit starken Lappen umwickelt hatten, tauchten an der Gassenmündung auf. Unweit von dem Gebäude der Bowie Western Bank hielten sie an, rutschten aus den Sätteln und banden ihre Tiere an den nächsten Querholm. Dann verharrten sie einen Augenblick lauschend. Irgendwo in der Ferne jaulte ein Hund. Der Wind, der vom Fluß heraufkam, trieb den Flugsand schmirgelnd an den hölzernen Häuserfronten entlang; das ergab einen Ton, der zu den wenigen nächtlichen Geräuschen einer Westernstadt gehörte. Dann war es wieder still.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 29.09.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959792547
    Verlag: Kelter
    Größe: 607kBytes
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Wyatt Earp 60 - Western

Es war Mitternacht.
Über der Mainstreet von Camp Bowie spannte sich ein sternenbesäter Himmel von einem seltsamen tiefen Türkis. In der Stadt herrschte die Stille der Arizonanacht. Aus einer der Nebengassen, die vom Fluß heraufführten, drang dumpfer Hufschlag. Drei Reiter, die die Hufe ihrer Pferde mit starken Lappen umwickelt hatten, tauchten an der Gassenmündung auf. Unweit von dem Gebäude der Bowie Western Bank hielten sie an, rutschten aus den Sätteln und banden ihre Tiere an den nächsten Querholm. Dann verharrten sie einen Augenblick lauschend. Irgendwo in der Ferne jaulte ein Hund. Der Wind, der vom Fluß heraufkam, trieb den Flugsand schmirgelnd an den hölzernen Häuserfronten entlang; das ergab einen Ton, der zu den wenigen nächtlichen Geräuschen einer Westernstadt gehörte. Dann war es wieder still. Wie Schemen huschten die drei Männer auf das Bankhaus zu. Während sich einer von ihnen am Schloß der schweren Bohlentür zu schaffen machte, hielten die beiden anderen die Straße scharf im Auge. Der Mann mußte erhebliches Geschick im Öffnen so stabiler Schlösser haben, denn die Tür gab verhältnismäßig schnell nach. Lautlos drangen die drei Banditen in die Bank ein. Jack Lonegan, der Salooner der White Horse Bar, hatte bis jetzt im Nebenraum der Schenke gesessen und die Tageseinnahme gezählt. Es war ein guter Tag gewesen, ein sehr guter sogar. Die Rancher der Umgegend hatten heute ihre Herden verkauft und sich anschließend zusammen mit ihren Cowboys eine große Whisky-Tour gegönnt. Lonegan nahm den kleinen Geldkasten unter den Arm und stieg gähnend die knarrende Treppe ins Obergeschoß hinauf. Er kleidete sich im Dunkeln aus und lauschte auf die gleichmäßigen Atemzüge seiner Frau. Dann tat er das, was er immer tat, bevor er zu Bett ging: er stellte sich ans offene Fenster und sog in tiefen Zügen die frische Nachtluft ein. Da sah er die drei Pferde schräg gegenüber vor Jeffersons Hardwareshop. Drei gesattelte Pferde! Das war ein Anblick, der den Salooner um diese Stunde befremden mußte. Wo sollten sich die Reiter aufhalten? Es gab keine Schenke mehr, die noch geöffnet hatte. Buddy Bark und James Tucker hatten längst vor ihm selbst geschlossen. Lonegans Blick wanderte zur Fassade des gegenüberliegenden Bankhauses. Zounds! Stand da nicht die Tür offen? Der Salooner wischte sich durchs Gesicht und stieß die Luft prustend durch die Nase. Yeah, es sah tatsächlich so aus, als ob die Tür geöffnet worden wäre. Lonegans Blick flog wieder zu den drei Pferden hinüber. "Sonderbar", mumelte er und zog sich rasch wieder an. Ohne Licht anzuzünden ging er hinunter. Auf der Straße war alles still. Der Salooner hielt mit raschen Schritten auf das Bankhaus zu. Noch ehe er den Vorbau erreicht hatte, schrak er zusammen. Eines der Pferde hatte gewiehert. Da flog oben die Tür der Bank weit auf und ein Mann stürzte heraus. Ein schwarzes Tuch verdeckte seine untere Gesichtshälfte. Und ehe der unglückliche Jack Lonegan irgend etwas sagen oder unternehmen konte, fauchte ihn ein Schuß an. Die Kugel stieß ihn zurück und riß ihn in den Straßenstaub. Er war sofort tot.
Chris Oakland, der Sheriff vom Camp Bowie, hatte im Dunkeln in seinem Office gesessen, den Kopf in die Hände gestützt, und hatte hinaus auf die Straße gestarrt, die im diffusen Sternenlicht einen geisterhaften Anblick bot. Das Office war neun Häuser von der White Horse Bar entfernt. Oakland hatte also weder die Pferde noch den Eingang der Bank in seinem Blickfeld. Da zerriß der Schuß die Stille der Nacht. Oakland saß einen Herzschlag wie erstarrt da, dann fuhr er hoch, nahm den Revolver aus dem Halfter und stü

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