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Wyatt Earp 68 - Western Rauch Signale von Mark, William (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.11.2015
  • Verlag: Kelter
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Wyatt Earp 68 - Western

'Vor seinem Colt hatte selbst der Teufel Respekt!' (Mark Twain) Der Lieblingssatz des berühmten US Marshals: 'Abenteuer? Ich habe sie nie gesucht. Weiß der Teufel wie es kam, dass sie immer dort waren, wohin ich ritt.' Diese Romane müssen Sie als Western-Fan einfach lesen! Wie weiße Fäden stiegen sie in den azurblauen Himmel. Unten im Süden über den Blue Hills; im Nordwesten über dem Madera Canyon, im Westen über dem scharfen Grat des Tumacocari und drüben im Osten über den Bergen von Fort Campstone. Rauchsignale des Todes. Der greise bärtige Mann auf dem Kutschbock des Planwagens beschattete mit der Hand die Augen und sah sich nach allen Himmelsrichtungen um. "Rauchsignale...!" kam es über seine spröden Lippen. Der flachsblonde Bursche neben ihm hatte das Gefühl, daß ihm eiserne Klammern das Genick festhielten, ahnte er, daß die schrecklichste Stunde seines jungen Lebens begonnen hatte? "Woher - kommen denn die, Mister Larkin?" fragte er mit belegter Stimme. "Eines ist sicher, Tom", entgegnete der Alte, "von den Präriehasen stammen sie nicht." Der Bursche hüstelte und wischte sich über die Stirn.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 24.11.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959795203
    Verlag: Kelter
    Größe: 576kBytes
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Wyatt Earp 68 - Western

Wie weiße Fäden stiegen sie in den azurblauen Himmel. Unten im Süden über den Blue Hills; im Nordwesten über dem Madera Canyon, im Westen über dem scharfen Grat des Tumacocari und drüben im Osten über den Bergen von Fort Campstone.

Rauchsignale des Todes.

Der greise bärtige Mann auf dem Kutschbock des Planwagens beschattete mit der Hand die Augen und sah sich nach allen Himmelsrichtungen um.

"Rauchsignale...!" kam es über seine spröden Lippen.

Der flachsblonde Bursche neben ihm hatte das Gefühl, daß ihm eiserne Klammern das Genick festhielten, ahnte er, daß die schrecklichste Stunde seines jungen Lebens begonnen hatte?

"Woher - kommen denn die, Mister Larkin?" fragte er mit belegter Stimme.

"Eines ist sicher, Tom", entgegnete der Alte, "von den Präriehasen stammen sie nicht."

Der Bursche hüstelte und wischte sich über die Stirn.

"Präriehasen? Weshalb reden Sie nicht, was Sie denken, Mister Larkin? Weshalb sagen Sie mir nicht, was los ist?"

"Weil ich es selbst nicht weiß, Tommy. Leider muß ich zugeben, daß ich mehr als ein halbes Jahrhundert in diesem elenden Land lebe, ohne je begriffen zu haben, was diese Signale wirklich bedeuten."

"Ob sie von Lagerfeuern stammen?"

"Lagerfeuern?" Der Alte nahm die Hand von den Augen und blickte den Burschen an, wie man etwa einen Geistesgestörten ansieht. "Wie kommst du darauf, Boy?"

"Vielleicht - vielleicht sind es ja auch Blaujacken?" stotterte Tom.

"Soldaten?" Larkin schüttelte den Kopf, nahm seine bis zu einem unansehnlichen Stummel zernagte Maiskolbenpfeife aus der Tasche, stopfte eine Prise Durham-Tabak nach und setzte das beizende Kraut in Brand.

Und während er angelegentlich nach vorn blickte, so, als gäbe es dort etwas Interessantes zu sehen, erklärte er mit krächzender Stimme:

"Das sind Indianer, Junge, rotbraune Burschen mit schimmernden Kohlenaugen, blauschwarzem schulterlangem Haar, buntgefedert und furchtlos wie der Teufel selbst."

Tom schluckte vor Aufregung.

"Indianer?" stammelte er, obgleich er es längst gewußt hatte, denn schließlich war auch er in diesem Land aufgewachsen.

"Yeah, Boy, Apachen."

"Ich denke, es gibt keine Indianer mehr?"

Es war eigentlich gar keine Frage, es war nur so dahingesagt, von der Furcht eingegeben.

"Doch, Tom - und es wird sie immer geben."

"Hat General Hunter sie nicht vernichtet?"

"Wie kommst du denn darauf?"

"Vater hat uns immer erzählt, daß General Hunter sie alle vernichtet hätte, die paar, die da noch herumkriechen, die könne man an den Fingern abzählen, und auch deren Tage seien gezählt.

"Na, da muß dein Vater aber noch ziemlich viele Tage zählen, Tom."

"Wie meinen Sie das?"

Mit einem Ruck warf der Alte den Kopf herum und sah den Jungen aus glasharten Augen an.

"Hör zu, Boy. General Hunter ist zwar ein ziemlich rüder Indianerschlächter gewesen, aber seine großen Worte vom dreizehnten Juni achtzehnhundertvierundsechzig, er habe die Roten vernichtend geschlagen, er habe sie sozusagen ausgelöscht - hat nur ein wahres Wort: nämlich sozusagen. Zu sagen von ihm, dem Großmaul."

"Mister Larkin!"

"Ja, er ist ein Großmaul, sage ich! Ich, James Larkin, der auch viele Jahre gegen die Rothäute gekämpft hat. Niemand wird die Indianer ausrotten, niemand! Sie werden immer noch da sein, sie werden unter der Asche ihrer verbrannten Zelte hervorkommen und den Pfeil auf die Sehne setzen. Sie werden aus der Savanne kommen, wenn ihre Gegner überzeugt sind, jedes Sandkorn nach ihnen umgedreht zu haben, und sie werden aus den Bergen kommen, in hundert Jahren noch, um auf ihren schwarzen Mustangs und ihren scheckigen Ponys durch die Prärie zu streifen, die ihnen seit Tausenden von Jahren gehört."

Der Alte hatte immer lauter und härter gesprochen, so daß der Junge ihn entgeistert anstarrte.

"Mister - Larkin - was haben Sie denn da e

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