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Wyatt Earp 77 - Western Blizzard von Mark, William (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.01.2016
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
eBook (ePUB)
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Wyatt Earp 77 - Western

'Vor seinem Colt hatte selbst der Teufel Respekt!' (Mark Twain) Der Lieblingssatz des berühmten US Marshals: 'Abenteuer? Ich habe sie nie gesucht. Weiß der Teufel wie es kam, dass sie immer dort waren, wohin ich ritt.' Diese Romane müssen Sie als Western-Fan einfach lesen! Owen Jenkins schob sich eine graue Haarsträhne aus der Stirn und zog den hochrädrigen Highlander unterm Wagendach hervor. Als er die wenigen Kartoffelsäcke aufgeladen hatte, trat seine Frau in die Tür des eingeschossigen Blockhauses. 'Wenn Vaugham dir das Geld gleich gibt, Owen', rief sie ihm zu, 'kannst du ja Salz, Öl, Zucker und die beiden Seifenstangen mitbringen.' Der Mann nickte.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 26.01.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959797696
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Größe: 307 kBytes
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Wyatt Earp 77 - Western

Owen Jenkins schob sich eine graue Haarsträhne aus der Stirn und zog den hochrädrigen Highlander unterm Wagendach hervor. Als er die wenigen Kartoffelsäcke aufgeladen hatte, trat seine Frau in die Tür des eingeschossigen Blockhauses.

"Wenn Vaugham dir das Geld gleich gibt, Owen", rief sie ihm zu, "kannst du ja Salz, Öl, Zucker und die beiden Seifenstangen mitbringen."

Der Mann nickte.

"Ich hab' mir alles aufgeschrieben, Mary."

Er stiefelte über den Hof zum Stall und holte den braunen Wallach heraus. Als er ihn in die Deichsel geschirrt hatte, stieg er auf den Kutschbock und nahm die Zügelleinen hoch.

Der Braune setzte sich in Trab und brachte den Wagen in die Zwillingsspur, die sich in sanften Windungen nach Süden zog.

Jenkins hob noch einmal grüßend die Hand, ohne sich jedoch umzudrehen.

Mit sorgenvollem Blick sah er über sein Land, über seinen mit karger Vegetation bedeckten Boden. Das Gras war so dünn, daß nur die zäheste Rindersorte hier existieren konnte.

Es hätte nicht so sein müssen, hier oben im Granit County. Und es war auch nicht immer so gewesen. Damals, als er vor mehr als drei Jahrzehnten hier herauf nach Montana zog, sah die Erde anders aus. Damals stand hier saftiges Büffelgras, das eine ausgezeichnete Weide abgab.

Bis Lester Halbom hierhergekommen war, der Mann aus Texas. Was den wohlhabenden Viehzüchter aus seiner südlichen Heimat hier herauf in den kühlen Norden der Staaten gebracht hatte, wußte niemand. Jedenfalls baute er sich unweit von Drummond im Granit County eine Ranch auf, die im Umkreis von mehreren hundert Meilen ihresgleichen suchte.

Es blieb nicht bei der Ranch. Halbom kaufte sich auch in der Stadt ein und besaß bald mehr Häuser und Grundstücke in Drummond als der reiche Trader Cromwell.

Und dann vergrößerte er seine Weide ständig, weil sein Viehbestand ständig wuchs.

Anfangs hatte das Jenkins und den anderen kleinen Ranchers keine Sorge gemacht, aber das änderte sich bald. Halboms Weide breitete sich derart aus, daß sie sich den Grenzen der Small-Rancher näherte.

Auch das wäre ja noch nicht schlimm gewesen, denn immer wird man eines Tages, irgendwo an eine Grenze einen Nachbarn sitzen haben. Aber daß der Creek durch Halboms Land lief, war schlimm, vor allem für Brinkman, Longreen und Varvaym. Die drei kleinen Rancher gaben nach jahrelangem hartem Kampf auf und brachen ihre Ranches ab, um weiter nach Westen zu ziehen. Der große Halbom hatte sie "geschafft". Er hatte ihnen im wahrsten Sinne des Wortes das Wasser abgegraben.

Denn auch hier oben im bergigen, waldreichen Montana brauchte die Weide das Wasser.

Owen Jenkins war etwas glücklicher daran, weil durch sein Land ein kleiner Creek zog, der nirgends Halboms Land berührte und also nicht von dem großen Viehzüchter "angezapft" werden konnte. Aber der schmale Bach vermochte Jenkins' Weide nur spärlich zu bewässern; früher hatte der große Clark Fork Creek die Hauptbewässerung besorgt. Jetzt mußte der kleine Rancher unentwegt neue Wassergräben von dem kleinen Bach in die Weiden ziehen. Das war eine schwere Arbeit, und immer wieder versickerten die kleinen Adern, mußten neue Einkerbungen bekommen und raubten so dem Rancher ein Großteil der Arbeitskraft, die er bisher neben der Viehzucht der Landwirtschaft zugewendet hatte.

Mit schwerer Sorge hatte er die Abwanderung seiner Nachbarn beobachtet. "Das wird nichts Gutes, Frau", hatte er daheim gesagt.

Eines Tages bemerkte er, daß der Bach dünner und dünner rieselte. Sie leiteten ihn also irgendwo ab.

Er hatte ein paar Tage gewartet, und als es nicht besser wurde, hatte er seinen Gaul gesattelt und war den kleinen Creek hinaufgeritten.

Zu seiner größten Verwunderung bemerkte er nach anderthalb Meilen schon einen Zaun, der sich bis dicht an den Bach heranzog und in dessen Pfähle das Brandzeichen der Halbom Ranch eingeschnitten war.

Sollte Halbom tatsächli

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