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Wyatt Earp 85 - Western Schüsse in Shoshone von Mark, William (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.03.2016
  • Verlag: Kelter
eBook (ePUB)
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Wyatt Earp 85 - Western

'Vor seinem Colt hatte selbst der Teufel Respekt!' (Mark Twain) Der Lieblingssatz des berühmten US Marshals: 'Abenteuer? Ich habe sie nie gesucht. Weiß der Teufel wie es kam, dass sie immer dort waren, wohin ich ritt.' Diese Romane müssen Sie als Western-Fan einfach lesen! Mike Everett hatte nur eine kleine Rast gemacht. Noch glommen die Reste seines Campfeuers, und das eiserne Dreibein stand noch darüber. Er beschattete die Augen mit der Hand und blickte zu den schneebedeckten Berggipfeln der Samarkands hinüber, die sich wie bizarre Zuckerhüte in den tiefblauen Coloradohimmel schoben. Everett war siebenundvierzig Jahre alt, mittelgroß, hatte ein hageres wetterbraunes Gesicht und hellgraue, seltsam leer wirkende Augen. Sein zottiger Schnurrbart ließ ihn noch älter erscheinen, als er in Wirklichkeit war. Dazu trug auch sein graues Haar bei.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 22.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740900397
    Verlag: Kelter
    Größe: 318kBytes
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Wyatt Earp 85 - Western

Mike Everett hatte nur eine kleine Rast gemacht. Noch glommen die Reste seines Campfeuers, und das eiserne Dreibein stand noch darüber. Er beschattete die Augen mit der Hand und blickte zu den schneebedeckten Berggipfeln der Samarkands hinüber, die sich wie bizarre Zuckerhüte in den tiefblauen Coloradohimmel schoben.

Everett war siebenundvierzig Jahre alt, mittelgroß, hatte ein hageres wetterbraunes Gesicht und hellgraue, seltsam leer wirkende Augen. Sein zottiger Schnurrbart ließ ihn noch älter erscheinen, als er in Wirklichkeit war. Dazu trug auch sein graues Haar bei. Unter seinem abgewetzten braunen Lederzeug sahen ein verwaschenes blaues Hemd und eine Fellweste hervor.

Der Waffengurt, den er über die Jacke geschnallt hatte, mußte uralt sein. Und der Colt konnte noch gut aus der Pionierzeit stammen, in den Befreiungskriegen jedenfalls wurde dieses Modell schon von der Armee als total veraltet abgelehnt, und die Befreiungskriege lagen nun auch schon wieder achtzehn Jahre zurück. Wer jetzt noch einen Ververy-Amstrong-Revolver vom Kaliber vierundvierzig trug, der mußte entweder bettelarm oder aber ein sehr altmodischer Mann sein.

Der Kentuckymann Mike Everett jedenfalls hatte die Waffe von Jugend an und hätte ganz sicher lieber alles andere hergegeben, nur niemals diesen Revolver.

Sein Pferd war ein abgerittener Grauschimmel, der bestenfalls noch seine dreizehn Dollar wert war, müde Augen und ein durchhängendes Kreuz hatte.

Everett wollte gerade das eiserne Dreibein vom Feuer aufnehmen, als er ein Tier den Paßweg hinunterschleichen sah.

Es war ein kleiner Grisly; ein grauer Bär, der, wenn er erst ausgewachsen war, zu den gefährlichsten Tieren dieses Landes gehörte. Und jetzt, in seinem Alter, zählte sein Fleisch zu den größten Leckerbissen, die sich ein Westläufer wünschen konnte.

Der kleine Grisly hatte nicht den Mut, den Menschen oder gar das Pferd anzugreifen. Mit raschen, gar nicht bärenhaften, sondern sehr lautlosen Schritten kroch er dicht am Boden dahin und verschwand in einer Felsspalte, die Everett bis jetzt nicht bemerkt hatte.

In Anbetracht der kärglichen Mahlzeit, die er gerade hinter sich hatte, und der spärlichen Mahlzeiten, die er hier oben in den Mountains noch vor sich hatte, rannte Everett zu seinem Pferd, riß das Gewehr aus dem Lederschuh und eilte auf die Felsspalte zu.

Es war ein himmelragender Gesteinskamin, der so schmal war, daß Everett unwillkürlich den Schritt verhielt.

Von dem Grisly war nichts mehr zu sehen.

Es war fast dunkel hier in der Spalte.

Der Kentuckymann wollte schon kehrtmachen, als es ihm links aus dem Dunkel der Wand blinkend entgegenschimmerte.

"Nein!" entfuhr es Everett, "das kann doch nicht sein! Das ist doch nicht etwa Silber?"

Er tastete sich der Wand entgegen und streckte schon die Hand danach aus.

Da geschah es: Er rutschte ab und stürzte in eine Bodenspalte, direkt vor der Wand.

Wenigstens sechs oder sieben Yard tief war er gefallen, hing schwer betäubt im Gestein und klammerte sich mit aufgerissenen Händen an den scharfkantigen Fels, der seinen Sturz aufgefangen hatte.

Die Spalte mußte noch sehr viel tiefer sein, denn Everett hörte das Geräusch des Rieselgesteins noch sehr lange.

Er hob den Kopf und blickte nach oben.

Ja, es waren wenigstens fast sieben Yard, die ihn von dem festen Boden trennten. Wie sollte er da hinaufkommen. Es war nahezu hoffnungslos. Ließ er sich hier los, um zu versuchen, eine über ihm hängende Felsnase im Sprung zu erreichen, so riskierte er sein Leben; denn wenn er die Felsnase dann nicht zu packen bekam, konnte er sicher sein, auch nicht mehr auf das kleine Podest zurückzufallen, das seinen Sturz aufgehalten hatte. Dann würde er endgültig in die Tiefe stürzen.

Wenn er das Gewehr nur noch gehabt hätte! Er mußte es oben beim Sturz verloren haben. Hätte er es nämlich gehabt, so könnte er versuchen, es q

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