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Wyatt Earp 89 - Western Mac Hardys Sohn von Mark, William (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.04.2016
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
eBook (ePUB)
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Wyatt Earp 89 - Western

'Vor seinem Colt hatte selbst der Teufel Respekt!' (Mark Twain) Der Lieblingssatz des berühmten US Marshals: 'Abenteuer? Ich habe sie nie gesucht. Weiß der Teufel wie es kam, dass sie immer dort waren, wohin ich ritt.' Diese Romane müssen Sie als Western-Fan einfach lesen! Über dem Ford County lag ägyptische Finsternis. Mac Hardys Farm bestand nur aus fünf Holzbauten, von denen einer baufälliger war als der andere. Der Farmer stand im Hof und lauschte in die Nacht hinaus. Sie war zu still, diese Sommernacht. Kein Vogelruf, keine Heimchen, die ihr Zirpen ausgesandt hätten - sogar der Fluß schien vorn am Wehr sehr still geworden zu sein. Mac Hardy wandte sich um und ging ins Haus. Schon seit dem frühen Morgen wußte er, daß sich heute etwas ereignen mußte. Aber was es war, das wußte er nicht.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 19.04.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740902063
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Größe: 335 kBytes
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Wyatt Earp 89 - Western

Über dem Ford County lag ägyptische Finsternis.

Mac Hardys Farm bestand nur aus fünf Holzbauten, von denen einer baufälliger war als der andere.

Der Farmer stand im Hof und lauschte in die Nacht hinaus. Sie war zu still, diese Sommernacht. Kein Vogelruf, keine Heimchen, die ihr Zirpen ausgesandt hätten - sogar der Fluß schien vorn am Wehr sehr still geworden zu sein.

Mac Hardy wandte sich um und ging ins Haus.

Schon seit dem frühen Morgen wußte er, daß sich heute etwas ereignen mußte.

Aber was es war, das wußte er nicht.

Nur, daß es etwas Furchtbares sein würde, das fühlte er.

Als er die Tür hinter sich zuzog, blieb er stehen und horchte mit angestrengten Sinnen ins Haus. Hatte da nicht irgendwo oben eine Tür geschlagen?

Oder war es das harte Räderwerk der Standuhr gewesen? Ausgeschlossen, er hatte doch vor einer Viertelstunde erst auf seinem Rundgang alle Türen und Fenster geschlossen.

Vielleicht gab es ein Gewitter und der Wind stieß die Läden aus den Klammern gegen das Haus. Schwarz genug sah der Himmel ja aus. Nicht ein einziger Stern war zu sehen.

Der Mann setzte sich wieder in Bewegung und ging auf den Küchenraum zu.

Da, ehe er die Hand nach der Klinke ausgestreckt hatte, erschreckte ihn das knarrende, harte Geräusch von neuem.

Es war nicht von oben gekommen. Es mußte hier irgendwo im Untergeschoß verursacht worden sein.

Ich muß hinausgehen, um nachzusehen, ob die Läden doch irgendwo aus den Klammern gesprungen sind! fuhr es durch sein Hirn. Aber zu seinem eigenen Entsetzen merkte er plötzlich, daß er Angst hatte.

Er, der bärenhafte, für sein Alter immer noch bullenstarke Mann hatte Angst, grausige Angst, die ihn davon abhielt, jetzt noch einmal hinauszugehen, um festzustellen, ob sich irgendwo ein Fensterladen losgerissen hatte.

Und jetzt pfiff es auch schon heulend und jaulend ums Haus; der Sturm brach los. Harte Regentropfen schlugen auf das Blechdach des Geräteschuppens.

John Mac Hardy stieß die Küchentür auf und blickte zu den beiden kleinen Fenstern hinüber, die ein magisches, fahles Licht ins Zimmer warfen, das urplötzlich von dem gleißenden Schein eines Blitzes aufgesogen wurde, der eine blendende Helle über den Küchenraum warf, die aber sofort wieder dem fahlen Dunkel wich. Dann erst kam der dumpfe Donnerschlag, der das Haus erzittern ließ und in ein grollendes Dröhnen auslief.

Das war es also, das Gewitter, versuchte der Mann seine so urplötzlich erkannte Angst zurückzudrängen.

Es ist nur das Gewitter gewesen! Und vielleicht werde ich auch alt. Siebenundfünfzig sind schließlich keine dreißig oder vierzig mehr!

Er durchmaß den Raum und ließ sich in der dunklen Ecke neben dem Schrank auf der Bank nieder.

Seit dem Tod der Frau - und das waren siebzehn Jahre her - lebte der Farmer allein hier in der Einöde. John, der Junge, war damals auch gegangen. In den Osten, wo man offenbar sein Geld leichter verdienen konnte.

Es war keine gute Zeit gewesen, die seit dem Tod der Frau verstrichen war. John Mac Hardy hatte noch eine Weile Briefe von dem Jungen bekommen, dann war das auch vorbei gewesen. Obgleich er selbst lieber fünftausend Hühner statt seiner fünfhundert versorgt, lieber die dreifache Anzahl von Äckern durchgepflügt hätte, als einen einzigen Brief zu schreiben, setzte er sich in langen Nachtstunden hin und faßte einen Brief an den Jungen ab.

Er bekam keine Antwort.

Zwei volle Jahre wartete er, dann setzte er sich wieder hin, verfaßte einen zweiten Brief, diesmal an den Sheriff der Stadt, in der John gelebt hatte. Es war der Sheriff von El Dorado im Union County südlich von Little Rock im Staate Arkansas.

Es dauerte nicht einmal drei Wochen, als ihm der Postbote einen Brief aus El Dorado brachte.

John Mac Cay Hardy hatte ihn geöffnet und die wenigen Zeilen immer wieder gelesen.

Hier gibt es keinen Mann dieses Namens. H

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