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Wyatt Earp 98 - Western Tod am Blauen Wasser von Mark, William (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.06.2016
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
eBook (ePUB)
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Wyatt Earp 98 - Western

'Vor seinem Colt hatte selbst der Teufel Respekt!' (Mark Twain) Der Lieblingssatz des berühmten US Marshals: 'Abenteuer? Ich habe sie nie gesucht. Weiß der Teufel wie es kam, dass sie immer dort waren, wohin ich ritt.' Diese Romane müssen Sie als Western-Fan einfach lesen! Die beiden Männer standen einander wie sprungbereite Raubtiere gegenüber. Chet Hacatt richtete sich zu voller Größe auf und schob die Worte wie schwere Gewichte über die Unterlippe: 'Ich verstehe Sie nicht, Sheriff, Sie müssen schon deutlicher sprechen!' Buster Lee war einen halben Kopf kleiner als Hacatt, dafür aber fast noch breiter in den Schultern. Links auf seiner abgegriffenen Lederweste trug er den silbernen Fünfzack. Sein Schädel war kantig und von einer ledernen großporigen Haut überzogen; wasserblau und seltsam hart schimmerten seine Augen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 21.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740903947
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Größe: 349 kBytes
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Wyatt Earp 98 - Western

Die beiden Männer standen einander wie sprungbereite Raubtiere gegenüber.

Chet Hacatt richtete sich zu voller Größe auf und schob die Worte wie schwere Gewichte über die Unterlippe: "Ich verstehe Sie nicht, Sheriff, Sie müssen schon deutlicher sprechen!"

Buster Lee war einen halben Kopf kleiner als Hacatt, dafür aber fast noch breiter in den Schultern.

Links auf seiner abgegriffenen Lederweste trug er den silbernen Fünfzack.

Sein Schädel war kantig und von einer ledernen großporigen Haut überzogen; wasserblau und seltsam hart schimmerten seine Augen.

"Deutlicher? Well, Hacatt, das können Sie haben: Ich wünsche nicht, daß Sie Ihre dreckigen Finger nach Jean Sommers ausstrecken!"

Hacatts graue Augen funkelten. Er war ein langer, sehniger Bursche mit hagerem Gesicht, strohblondem Haar und großen weißen Zähnen. Er war sicher ein halbes Jahrzehnt jünger als der Sheriff.

Es war kein Zorn, was in seinen Augen blitzte, als er entgegnete: "Bis zum heutigen Tag habe ich nicht gewußt, daß Sie sich für Jean interessieren, Sheriff. Jetzt weiß ich es. Was ich aber nicht weiß, ist, was Sie dazu veranlaßt, mir dreckige Finger vorzuwerfen. Die sind wenigstens ebenso rein wie die Ihren, Lee."

"Was wollen Sie damit andeuten?" zischte der Sheriff.

"Nichts weiter, als daß ich mich von niemandem beleidigen lasse!"

Nur drei oder vier Inches trennten die Gesichter der beiden Männer noch voneinander. Jeder hatte den Blick in den des anderen gebohrt, voller Entschlossenheit und Selbstbewußtsein.

Auf dem kleinen Marktplatz lag grelles Mittagslicht; nur wenige Menschen waren auf der Straße zu dieser Stunde. Wenige - und dennoch zu viele!

Der Wind, der von den Bergen kam, brachte die ferne Kühle der Gipfelwelt der Mountains mit sich.

Da griff Buster Lee plötzlich mit der Hand nach vorn und packte die Westenaufschläge des langen Burschen, dem man den Blacksmith gar nicht ansah.

"Sie sind gewarnt, Hacatt!" sagte er laut.

Der stieß den Sheriff rauh zurück.

"Und damit wir uns verstehen, Lee", gab er ebensolaut zurück, "anfassen lasse ich mich von niemandem."

In den kurzen Schatten der Vorbauten tanzten die Lichtreflexe der riesigen Überdächer. Ganz hinten in der schmalen Gasse, an deren Einmündung zum Marktplatz Lee und Hacatt standen, jaulte ein zottiger Hund.

Der Sheriff schürzte die Lippen; ganz schmal waren seine Augen geworden.

"Was hast du da gewagt, Bursche!"

Hacatt versetzte sehr ruhig: "Seien Sie vorsichtig, Lee!" Damit wandte er sich um und ging die Gasse hinunter.

Er hatte noch nicht sieben Schritte getan, als ein Schuß durch die Enge der Straße peitschte.

Hacatt wirbelte herum.

Was er sah, vermochte er nicht zu fassen.

Vorn an der Gassenmündung stand noch immer der Sheriff; er hatte Hacatt den Rücken zugekehrt, schwankte jetzt nach vorn, machte ein paar taumelnde Schritte auf die Mitte des kleinen Marktplatzes zu und knickte dann auf dem linken Bein ein.

Er versuchte sich noch mit den Händen aufzustützen, hatte aber die Beherrschung über seinen Körper verloren und fiel hart aufs Gesicht.

Fassungslos hatte der Blacksmith diese Szene beobachtet. Wie angenagelt stand er da und starrte auf den Mann, der drüben im grellen Mittagslicht im Staub auf der Straße lag und sich nicht mehr rührte.

Rechts von Hacatt flog eine Haustür auf.

Ein mittelgroßer Mann mit grüner Arbeitsschürze stürzte heraus und blickte zu dem Sheriff hinüber; dann sah er Chet an.

Mit raschen Schritten lief er auf den Marktplatz zu.

Links hinter Chet kam ein großer, schwerer Mensch mit blatternarbigem Gesicht und weitausladenden Schultern aus einem schmalbrüstigen Haus und blieb neben Hacatt stehen.

"Bist du wahnsinnig?"

Hacatts Kopf flog herum.

"Was willst du, Wilcox?"

Greg Wilcox blickte den Leuten nach, die zu dem Niedergeschossenen l

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